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Die Nacht der fallenden Sterne von Jager, Jennifer Alice (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.06.2018
  • Verlag: Impress
eBook (ePUB)
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Die Nacht der fallenden Sterne

Die verlorenen Splitter des Herzens der Mondkönigin Niemals trüben Wolken den Blick auf das Firmament des Landes Havendor. Der Mond leuchtet stets rund vom Himmelszelt und die Sterne flüstern sich Geschichten von Magie und Wundern zu. Legenden über den silbernen Thron der alten Könige... Als direkte Nachfahrin eben dieser Könige und rechtmäßige Regentin hat Luna die Erzählungen darüber schon immer geliebt. Doch nie hätte sie für möglich gehalten, dass sie wahr sein könnten. Bis eines Nachts die Sterne vom Himmel fallen und zu Männern werden – den Kriegern der Mondkönigin. Sie suchen nur eines: Luna. Nun muss Luna sich ausgerechnet mit dem Mann verbünden, der ihre Familie gestürzt hat und jetzt selbst Anspruch auf die Regentschaft erhebt: Hayes Hallender, dessen warme Augen eine trügerische Sicherheit versprechen. "Die Nacht der fallenden Sterne" ist eine Adaption des Volksmärchens "Sterntaler" und ein in sich abgeschlossener Einzelband. //Weitere märchenhafte Romane der Bestseller-Autorin Jennifer Alice Jager: -- Sinabell. Zeit der Magie
-- Being Beastly. Der Fluch der Schönheit
-- Secret Woods 1: Das Reh der Baronesse
-- Secret Woods 2: Die Schleiereule des Prinzen
-- Prinzessin Fantaghiro. Im Bann der Weißen Wälder -- Schneeweiße Rose. Der verwunschene Prinz (Rosenmärchen 1)
-- Blutrote Dornen. Der verzauberte Kuss (Rosenmärchen 2)// Jennifer Alice Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland, und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. So findet man nicht selten ihren treuen Husky an ihrer Seite oder einen großen, schwarzen Kater auf ihren Schultern. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 348
    Erscheinungsdatum: 07.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646604146
    Verlag: Impress
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Die Nacht der fallenden Sterne

01.

Das Reich von Nebel umhüllt

Wie jeden Abend stand ich auf meinem Balkon und betrachtete die Sterne am tiefschwarzen Himmel. In ein einfaches Nachthemd gekleidet lehnte ich am Geländer und ließ den Wind an den Strähnen meiner hellbraunen Haare zupfen. Zu selten hatte ich die Gelegenheit, mein Haar offen zu tragen.

In meiner Heimat, auf der Insel Havendor, war jede Nacht wie die vorhergegangene. Nie trübten Wolken den Blick auf das Firmament, der Mond war rund und blass und wenn man die Sterne lange genug beobachtete, hatte man das Gefühl, ihr zaghaftes Flimmern sei eine Sprache - als flüsterten sie sich Geschichten zu, die von Magie und Wundern handelten.

Ich wusste, dass der nächtliche Himmel andernorts nicht so aussah wie hier. Zwar hatte ich meine Heimat noch nie verlassen und die Geschichten von Ländern, fern der kleinen, vom Nebel umschlossenen Insel, waren nichts weiter als Legenden, doch ich glaubte fest daran, dass da noch mehr sein musste. Außerhalb Havendors musste es andere Menschen geben. Andere Überlebende eines Krieges, der schon so lange zurücklag, dass sich kaum noch einer an ihn erinnern konnte. Nur wir Magnaten kannten die alten Geschichten.

Einst hatten unsere Vorfahren einen Pakt mit den Kindern des Lichts geschlossen. Den Dienern der Mondkönigin, ihrem Volk, das auf der anderen Seite der Sterne lebte. Von ihnen erhielten sie Magie und erhoben sich zu Königen.

Doch dann kam der Krieg, die Kinder des Lichts zogen sich in ihr Reich zurück und meine Vorfahren flohen mit den treuesten ihrer Anhänger auf diese Insel. Seit jenen Tagen lebten wir abgeschottet vom Rest der Welt. Die Magie hatte uns schon vor Generationen im Stich gelassen und die Kinder des Lichts waren zu Legenden geworden.

Hinter den Nebeln, so hieß es, zogen des Nachts Wolken über den Himmel. Dort nahm der Mond ab und zu, leuchtete und tauchte die Sterne und die Gesichter der Menschen, die sich ihm zuwandten, in sein silbriges Licht.

In Havendor waren es die Lichter des Palasts von Lymerik, die sich in den trüben Augen der Thrall widerspiegelten - der Nachfahren unserer einst so treuen Diener. Von hier oben, einem der höchsten Balkone des Palasts, sah man das natürlich nicht. Hier wirkten die Gossen sauber und die Häuser beschaulich.

Wie es den Thrall erging, wusste ich nur von meinen Bediensteten. Mir war es verboten, die Stadt zu betreten, und so war das Leben dort für mich ebenso fern und schwer zu greifen wie die vielen Geschichten von anderen Inseln und Ländern, von dem Reich hinter den Sternen, von Magie und Abenteuern.

Ich atmete tief ein und füllte meine Lungen mit der kühlen Abendluft. Wenn ich einmal die Nachfolge meines Vaters antreten, den silbernen Thron besteigen und Vorsitzende des Parlaments der Zwölf Familien werden würde, wollte ich vieles anders machen.

Es war nicht fair, dass nur wir ein Recht auf Wohlstand und Reichtum hatten. Nichts unterschied die Lightgrows, Hallenders und die anderen Familien von jenen, die keine Namen tragen durften. So sah zumindest ich es. Mein Vater und so ziemlich alle Magnaten, die ich kannte, teilten diese Meinung nicht.

Dabei gehörten die Zeiten, in denen die Thrall Ehrfurcht vor uns empfanden und glaubten, wir würden weiterhin Magie beherrschen und mit dem Volk hinter den Sternen im Bunde stehen, lange schon der Vergangenheit an. Das Blut der alten Könige war dünn, die Magie verblasst und die Namen der zwölf Familien würden das einst ebenfalls.

"Manchmal denke ich, du hast so oft schon in den Himmel geschaut, dass du ein Sternbild auf deiner Seele trägst", meinte Emma, meine Ankleidedame.

Ich lächelte und wandte mich ihr zu. Sie stand im Türrahmen und sah mich freundlich an. Emma war eine große, dünne Frau, mit breitem Mund und immerzu ehrlichen, offenen Augen. Obwohl sie beinahe zehn Jahre älter war als ich und zudem eine Thrall, standen wir beide uns so nah, wie e

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