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Die POPkörner (3). Eine Bühne für Billie von Taschinski, Stefanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.02.2014
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Die POPkörner (3). Eine Bühne für Billie

Das ist die Chance ihres Lebens! Billie hat die Popkörner bei der Europäischen Popakademie in München angemeldet. Trotzdem scheinen die anderen Bandmitglieder wenig begeistert und Rosa hat sowieso nur noch David im Kopf. Billie kann das überhaupt nicht verstehen. Dann will plötzlich auch noch ihr Papa mit nach München kommen. Das kann ja nur peinlich werden. Doch die vier Freundinnen erwarten auf ihrer ersten Bandreise noch ganz andere Überraschungen. Stefanie Taschinski, geboren 1969, schreibt Kinderbücher, die mehrfach ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt sind. Sie ist Mitbegründerin der 'Elbautoren', Schreibcoach für den 'Schulhausroman'/Literaturhaus Hamburg und engagiert sich für die Leseförderung. Sie lebt mit Familie und Hund in Hamburg. www.stefanietaschinski.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 232
    Erscheinungsdatum: 11.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401802657
    Verlag: Arena Verlag
    Serie: Die POPkörner 3
    Größe: 1640 kBytes
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Die POPkörner (3). Eine Bühne für Billie

1. Song

Das Universum liegt daneben

A ls Billie die Haustür hinter sich zuzog, schien ihr die Sonne ins Gesicht. Für Anfang Oktober war es ein ungewöhnlich warmer Nachmittag. Im Vorgarten des Pfarrhauses leuchteten die weißen und lilafarbenen Strahlenastern und zwischen den Latten des Zauns spannen die Spinnen ihre Netze, als wollte dieser Sommer niemals enden. Doch für all dies hatte Billie nicht einen Blick. Sie zitterte vor Wut. Es war ein Zittern, das ihren ganzen Körper - von den Füßen bis zu ihren wilden roten Locken - erfasste. Spätsommer! Kurzärmlige T-Shirts! Eis in der Waffel!, dachte Billie, während sie ihr Rad schnappte und die Gartenpforte aufriss. Wer brauchte das schon? Wo blieben die wilden Herbststürme und der erste Frost? Wie konnte ihr der Himmel nur so blau ins Gesicht lachen, wenn das Universum ihr solch einen Streich spielte?

"AUSTRALIEN!", presste sie zwischen den zusammengebissenen Zähnen hervor, als sie zehn Minuten später vor der Jacobivilla scharf abbremste. "Ausgerechnet Australien!" Wer hatte denn hier eine Band? Wer probte mindestens zweimal pro Woche? Wer hatte sich die Finger wund geschrubbt, um aus dieser ollen, verrotteten Schrottgarage der Blums einen Probenraum für die Stars von morgen zu machen? SIE und die Popkörner! Und nicht ihre Schwester! Wer schrieb eigene Songs? Wer dachte sich abgefahrene Star-Porträts aus? Wer stand kurz vor dem Durchbruch? Billie pfefferte ihr Rad gegen die Hauswand. Wie konnte das Universum nur so blind sein? Wieso wurden nicht die Popkörner nach Australien eingeladen, sondern ausgerechnet Hannis lahme Chorschnecken?

Eine fröhliche Stimme riss Billie aus ihren Gedanken.

"Sie kommt!", rief Lou, die ihr über die Auffahrt neben der Villa entgegenkam. "Die Bandprobe kann beginnen. Ich muss euch allerdings eine Sache gestehen ..." Plötzlich fielen Lou Billies zusammengepresste Lippen und die roten Flecken auf ihren Wangen auf. "Alles in Ordnung?"

"Du meinst, abgesehen davon, dass ich mich wie ein platt gefahrener Regenwurm fühle?" fragte Billie mit einem schiefen Grinsen.

Lou legte ihr den Arm um die Schulter. "Was ist denn los?"

Billie wollte ihrem Frust gerade Luft machen, als sie es sich überlegte. "Erzähl ich später." Sie wollte den anderen nicht die Bandprobe vermiesen. Und außerdem fühlte Billie, dass es gegen das Feuer, das in ihrem Bauch tobte, nur eine Medizin gab: eine richtig fetzige Popkörner-Probe!

Eine knappe Viertelstunde später waren alle vier Popkörner im Probenraum versammelt und spielten sich ein. Billie musterte die anderen aus dem Augenwinkel: Rosa saß mal wieder mit total abwesendem Gesichtsausdruck hinterm Schlagzeug. Nein, dachte Billie, man brauchte wirklich keine hellseherischen Kräfte, um zu wissen, von wem Rosa gerade träumte. Natürlich von ihrem Sweetie-David. Die zwei waren jetzt sage-und-schreibe vier Monate zusammen!

Billie blickte zu Motte rüber, die auf dem Boden neben ihrem Keyboard hockte. Was wühlte die so verzweifelt in ihrer Tasche? Wahrscheinlich suchte Motte mal wieder den Choreografieplan, den Billie für die Popkörner ausgearbeitet hatte. Seit der Trennung ihrer Eltern im Sommer war Motte ziemlich neben der Spur und vergaß andauernd irgendwas. Billies Blick wanderte weiter zu Lou. Das Hippiemädchen kritzelte mal wieder in ihrem Traumtagebuch rum. Nach der neuen Choreografie sah es jedenfalls auch nicht aus.

Na ja. Billie holte tief Luft, nahm ihren Mikroständer und stellte ihn an die Wand. "Popkörner, heute wollen wir zum ersten Mal unsere neue Tanz-Choreografie üben!"

Kein Popkorn rührte sich vom Fleck. Rosa wickelte verträumt eine ihrer rausgewachsenen blau-blonden Haarsträhnen um den Finger. Motte kippelte mit ihrem Hocker und Lou starrte auf das fliegende Klavier, das Rosa vor ein paar Monaten an die Wand des Probenraums gepinselt hatte, als hätte sie es noch nie gesehen.

"Motte!", sagte Bill

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