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Die Rache der Insel von Martini, Manuela (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.09.2014
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die Rache der Insel

Wie gern würden Hannah und Kanoa eintauchen: in ihre Liebe, das pulsierende New York, das Glück. Nie wieder an diese verfluchte Insel denken - das ist es, was beide sich wünschen. Doch die Schatten der Vergangenheit verfolgen Hannah und Kanoa auf Schritt und Tritt. Die Insel ist lebendig wie nie zuvor. Und sie fordert ihren Tribut. Am Ende müssen die beiden nicht nur um ihre Liebe kämpfen, sondern auch um ihr Leben. Mete bab ou alatranp - Prepare for what is coming ... Manuela Martini wurde 1963 in Mainz geboren. Nach ihrem Studium - Geschichte und Literaturwissenschaft - arbeitete sie als Regie- und Produktionsassistentin im Filmgeschäft. Sie lebte in München, Südspanien und Australien, wo auch ihre ersten Krimis entstanden. Heute schreibt Manuela Martini insbesondere Thriller für Jugendliche. Die Autorin lebt in Süddeutschland. www.manuela-martini.de Foto © Alex Felez Buchholz, LF Fotoagency

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 02.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401803302
    Verlag: Arena Verlag
    Serie: Die Insel Bd.2
    Größe: 4196 kBytes
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Die Rache der Insel

CRASH BACK

Im Nachhinein kann Hannah sich nicht mehr richtig erinnern, was nach dem Absturz genau passiert ist. Der Tod ist gar nicht so schlimm, wenn du loslässt, hat sie mal irgendwo gelesen. Am Ende siehst du einen Film und dieser Film ist dein Leben. Und sie haben recht, all jene, die ins Leben zurückgekehrt sind. Das weiß sie heute.

Das Wasserflugzeug stürzte auf die dunkelgraue Wand zu, als wäre die ein Magnet. Hannah schloss die Augen. Mit der rechten Hand hielt sie Summers Hand fest umklammert, mit der linken Kanoas. Bilder von früher blitzten vor ihrem inneren Auge auf.

Wie die Sonne durch graue Regenwolken bricht; ein Sonntagvormittag in London; ihre Mutter Eileen, die Orangen auspresst; wie Toastscheiben aus dem Toaster springen, genau richtig auf Stufe vier gebräunt ... sie sieht Finns breite Schultern; sie umarmt Richard, Richard lacht, sie will wissen, warum, aber da ist er schon weg; und Nikki lässt eine Kaugummiblase platzen, hinter der Janice erscheint; das Lesezeichen mit den Delfinen, das Janice am Flughafen vor ihren Augen in unendlich kleine Teilchen zerschnitt ...

Und dann waren sie plötzlich wieder da, die Geräusche, die Angst, und erinnern sie daran, dass sie im Flieger sitzt, der gerade ins Meer stürzt ... doch da wurde sie plötzlich von einer Kraft nach oben gerissen und in den Sitz gepresst, jemand schrie und Summers Fingernägel gruben sich in Hannahs Handflächen. Ihr Kopf, ihre Ohren drohten zu platzen. Fast senkrecht schossen sie nun hinauf ... immer weiter ... bis ins All, dachte Hannah, in dem es keinen Anfang und kein Ende gibt ... Alle schrien, alles geschah gleichzeitig und so schnell, als gäbe es nur noch eine einzige Sekunde, die letzte Sekunde, bevor ...

"Wir sind drüber!", brüllte jemand und zitternd legte sich die Maschine tatsächlich wieder in die Horizontale.

Kaum hatten sie Atem geschöpft und waren über die Tsunamiwelle geflogen, ging der Sprit aus und Aiden bereitete sie auf eine Notlandung auf dem Wasser vor. Wieder erzitterte die einmotorige Maschine, als würde sie gleich zerbersten, und wieder glaubte Hannah, sie müsste gleich sterben. Diesmal fühlte es sich aber weniger dramatisch an. Diesmal war es eher so, als würde sie im Kino den Abspann eines berührenden Films ansehen, während sie sich damit abfand, dass er zu Ende war.

Und dann krachte es, als das Flugzeug wie auf Beton aufprallte. Hannah schloss die Augen und krallte sich an die Armlehnen. Der Gurt verhinderte gerade noch, dass sie mit dem Kopf an die Decke knallte. Summer kreischte, während die Maschine wieder in die Luft katapultiert wurde - und kurz darauf zurück aufs Wasser krachte. Hannah weiß nicht mehr, wie viele Tode sie dabei gestorben ist - und wie oft sie sich in Erinnerung rufen musste, dass sie immer noch am Leben war.

Selbst als irgendwann ein Boot der Küstenwache sie erreichte - wie lange hatten sie gewartet, zwei Stunden, eine Stunde? - und in den Hafen der Hauptinsel schleppte, war sie nicht sicher, ob das Ganze wirklich war oder nur eine Halluzination im Moment des Todes.

Erst als sie an Land taumelte und der Wind ihr scharf ins Gesicht blies, wagte sie, dem Gedanken Glauben zu schenken, dass sie tatsächlich gerettet worden war. Fielen sie sich um den Hals? Sie, Kanoa, Summer - und Aiden? Tanzten sie? Weinten sie? Schon nach wenigen Minuten am Hafen hatte sie es vergessen. Eine schreiende, hysterische Menschenmenge riss sie alle mit sich. Tausende hatten hier Zuflucht gefunden, waren wie sie der Todeswelle entkommen. Und nun suchten sie nach Freunden, Verwandten, nach einer Unterkunft - und nach einer Möglichkeit weiterzureisen. Die Glücklichen nach Hause, die weniger Glücklichen an einen Ort, wo sie neu anfangen mussten. Sieben Inseln waren von der Katastrophe heimgesucht worden, einige waren ganz untergegangen, Fischer waren mit ihren Booten untergegangen oder so weit aufs Meer hinausgerissen worden, dass sie nie

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