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Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Verne, Jules (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.06.2016
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

Jules Verne - Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

'Die Reise zum Mittelpunkt der Erde' ist ein Abenteuerroman von Jules Verne aus dem Jahre 1864.

Professor Otto Lidenbrock ist ein Mineralogie und Geologie. Er findet eines Tages in einem Manuskript von Snorro Sturleson, dem berühmten isländischen Chronisten des zwölften Jahrhunderts, eine in Runen geschriebene und verschlüsselte Mitteilung von Arne Saknussemm - eines Gelehrten des sechzehnten Jahrhunderts und berühmten Alchimisten. Lidenbrock ist überzeugt, dass Saknussemm ihnen eine wissenschaftliche Entdeckung mitteilen will. Er schließt sich dazu mit seiner Haushälterin Martha, seinem Assistenten Axel in seinem Haus ein und durch Zufall kann Axel das Dokument entziffern.
Saknussemm schreibt in seinem Manuskript, dass ein Reisender, wenn er in den Krater des isländischen Vulkans "Sneffels Yocul/Snäfields Jöcul" (Snæfellsjökull) steigt, zum Mittelpunkt der Erde gelangen kann. Saknussemm habe die Reise laut Erzählung sogar selbst gemacht.
Professor Lidenbrock beschließt nun mit seinem Assistenten Axel selbst zum Mittelpunkt der Erde zu reisen ...

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Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 09.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959232265
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 5745kBytes
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Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

Fünftes Kapitel - Der Schlüssel des Dokuments

Ich hatte nur noch Zeit, das unglückselige Dokument wieder auf den Tisch zu legen.

Der Professor Lidenbrock schien gänzlich erschöpft. Der ihn beherrschende Gedanke ließ ihm keinen Augenblick Ruhe; er hatte während seines Spazierganges offenbar die Sache durchforscht, zergliedert, alle Hilfsquellen seines Geistes erschlossen, und er kam zurück, einen neuen Gedanken in Anwendung zu bringen.

In der Tat setzte er sich in seinen Lehnstuhl, ergriff die Feder und fing an, Formeln niederzuschreiben, die einem algebraischen Rechenexempel glichen.

Meine Blicke begleiteten seine zitternde Hand; ich ließ mir nicht eine einzige seiner Bewegungen entgehen. Sollte wohl unversehens ein unverhofftes Resultat sich ergeben? Ich zitterte, doch ohne Grund, denn da die einzig richtige Verbindungsweise bereits aufgefunden war, so mußte notwendig jedes andere Nachforschen vergeblich sein.

Drei Stunden lang arbeitete mein Oheim, ohne zu reden, ohne den Kopf zu heben, tilgte aus, fuhr fort, radierte, fing tausendmal von Neuem an.

Ich wußte wohl, dass, wenn er's dahin brächte, diese Buchstaben in alle möglichen Verbindungen mit einander zu bringen, die Phrase dabei heraus käme. Aber ich wußte auch, dass aus nur zwanzig Buchstaben sich zwei Quintillionen, vierhundertzweiunddreißig Quadrillionen, neunhundertundzwei Trillionen, acht Milliarden, hundertsechsundsiebenzig Millionen, sechshundertvierzehntausend Verbindungen bilden lassen. Nun waren in der Phrase hundertzweiunddreißig Buchstaben vorhanden, und diese hundertzweiunddreißig ergaben eine Anzahl verschiedener Phrasen, die aus hundertdreiunddreißig Ziffern mindestens bestanden, eine Zahl, die fast zu zählen unmöglich ist, und über alle Schätzungen hinausgeht.

Ich war beruhigt in Hinsicht dieses heroischen Mittels, das Problem zu lösen.

Inzwischen verfloß die Zeit; es ward Nacht; der Lärm der Straße verstummte; mein Oheim, stets über seiner Aufgabe, sah nichts, selbst die gute Martha nicht, als sie die Tür etwas öffnete; er hörte nichts, selbst die Stimme dieser guten Dienerin nicht, als sie sagte:

"Wird der Herr diesen Abend speisen?"

Auch Martha mußte ohne Antwort sich zurückziehen.

Ich meines Teils, nachdem ich einige Zeit widerstanden, verfiel in einen unüberwindlichen Schlaf, und ich schlief an einem Ende des Canapee's ein, während mein Oheim Lidenbrock immer fort rechnete und stets ausstrich.

Als ich am folgenden Morgen wieder erwachte, war der unermüdliche Forscher immer noch bei der Arbeit. Seine roten Augen, seine bleifarbige Haut, seine verwirrten Haare unter seiner fieberhaften Hand, seine geröteten Wangen gaben hinlänglich seinen Kampf mit dem Unmöglichen zu erkennen, und in welcher Erschöpfung des Geistes, welcher Anstrengung des Gehirns ihm die Stunden verfließen mußten.

Wahrlich, er dauerte mich. Trotz der Vorwürfe, die ich glaubte ihm machen zu dürfen, war ich einigermaßen gerührt. Der arme Mann war dermaßen von seiner Idee befangen, dass er sich zu erzürnen vergaß. Alle seine Lebenskräfte konzentrierten sich auf einen einzigen Punkt, und da sie nicht ihren gewöhnlichen Ableitungsweg hatten, so konnte man fürchten, es werde ihre Spannung ihm jeden Augenblick den Kopf zersprengen.

Ich konnte den eisernen Schraubstock, worin sein Schädel gespannt war, mit einer Handbewegung, mit einem einzigen Wort ihm lockern! Und ich tat's nicht.

Doch war ich gutmütig. Weshalb blieb ich denn stumm unter solchen Umständen? Im eigenen Interesse meines Oheims.

"Nein, nein, sagte ich wiederholt, nein, ich werde nicht reden! Er würde hinreisen wollen, ich kenne ihn; nichts würde ihn zurückhalten können. Es ist ein vulkanischer Gedanke, und um zu tun, was andere Geologen nicht getan haben, würde er sein Leben riskieren. Ich will schweigen; ich will das Geheimnis, in dessen Besitz mich der Zufall gesetzt ha

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