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Die Saat des Feuers von Müller, Tobias (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.03.2016
  • Verlag: TWENTYSIX
eBook (ePUB)
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Die Saat des Feuers

In einer Welt, die einst vielen Völkern eine Heimat bot, hat sich das Menschengeschlecht unerbittlich zu Tyrannen aufgeschwungen. Zwischen den Königreichen Arabea und Kaloma zieht ein Krieg herauf, der das instabile Gleichgewicht auf dem Kontinent erschüttert. König Tercius, ein einstiger Sklave im Feindesland, sitzt auf Arabeas Thron und sinnt, von Rache getrieben, auf einen Vergeltungsschlag. Dabei könnte eine Unterstützung durch den mächtigen Orden der Unsterblichen zu seiner stärksten Waffe werden. Trotz aufeinandertreffender Fronten in den Reihen dieser Friedenswächter obliegt es ihrem Anführer Arius, die Unsterblichen durch Kämpfe zu geleiten, die nicht immer auf dem Schlachtfeld geschlagen werden. Auf einer Reise durch die Abgründe der menschlichen Herrschaft lauern sogar hinter vermeintlichen Verbündeten Intrigen und Verrat, König Tercius' dunkles Geheimnis verschleiernd. Nicht bloß in den Konflikt der beiden Großmächte sieht sich Arius verstrickt, sondern auch in einen Zwiespalt mit sich selbst: Entweder muss er wider seiner ureigenen Gefühle seine Freunde hintergehen oder tatenlos zusehen, wie eine todbringende Prophezeiung alles zerstört, was er liebt. Und dann ändert ein grausames Opfer alles...

Tobias Müller wurde 1996 in Aachen geboren und wuchs mit seinem jüngeren Bruder Fabian in Alsdorf auf. Seine Leidenschaft zur Fantasyliteratur entstand früh, sodass er im Alter von fünfzehn Jahren die Reihe 'Die Unsterblichen' begann. 'Die Saat des Feuers' bildet den Auftakt der Saga und ist sein Debütroman. In den folgenden Jahren vollendete Müller zudem die beiden Folgebände 'Der Sturm des Zorns' und 'Die Ära der Finsternis'. Derzeit lebt er mit seiner Familie in Alsdorf und arbeitet am vierten Teil der 'Unsterblichen'-Reihe, 'Der Krieg der Schatten'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 604
    Erscheinungsdatum: 02.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740717780
    Verlag: TWENTYSIX
    Serie: Die Unsterblichen Bd.1
    Größe: 1313kBytes
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Die Saat des Feuers

Kapitel 1

Im Zeichen des Kranichs

Es lag die tiefe Dunkelheit einer sterbenden Nacht über der Ebene. Bis auf das gelegentliche Rascheln kleiner Tiere im Gebüsch war es absolut still - wie im Mausoleum eines Tyrannen, dessen Fleisch die Äonen in Staub und Asche verwandelt hatten. Minuten vergingen, bis der erste Sonnenstrahl sich über den Rand der Welt wagte und zögerlich am Horizont erstrahlte. Die Landschaft in weiter Ferne schien mehr und mehr eine orangerote, gleißende Sonne zu gebären, welche die blasse Welt in ein goldenes Licht badete. Einen kleinen Teil eines riesigen Kontinents: Earana. Man kann darüber streiten, wie eine Welt entsteht, vor allem in einer solchen wie Earana, in der Menschen nicht die einzigen Bewohner sind. Ob das irdische Gebilde von einem oder mehreren Göttern konstruiert und erschaffen wurde, ob es auf natürlichem Wege oder irgendeine andere Weise geboren ward, das kann niemand sagen. Legenden allein überdauern. Die Zwerge zum Beispiel, eine der vielen Rassen Earanas, die ein Pantheon von Göttern verehrten, würden vermutlich felsenfest behaupten, dass eine ihrer alten Gottheiten die Welt aus Stein gemeißelt habe. Typisch Zwerge - bei ihnen drehte sich alles nur um Bergbau, Schmiedekunst, Met und Ruhm in der Schlacht. Außerdem war ihr Volk zumeist stur, aber auch beständig , sodass es mehr als nur den Zahn der Zeit benötigte, ihre Überzeugungen dahinzuraffen.

Von den Menschen würde die Entstehung Earanas ihrem einsamen, namenlosen Gott zugeschrieben werden, so wie sie es mit all jenen Angelegenheiten taten, die über ihrem Verständnis standen. Dem gegenüber standen die weisen Elfen; als entschlossene Atheisten suchten jene irgendeine naturwissenschaftliche Erklärung. So hatten auch alle anderen Rassen ihre unterschiedlichen Überzeugungen; es war ein nimmer endender Konflikt, der sämtliche Zeitalter und Dynastien der verschiedenen Völker durchzog.

Im östlichen Teil der Ebene ertönte ein Plätschern. Ein einzelner weißer Kranich war im Wasser eines seichten Tümpels gelandet und putzte nun sein Federkleid mit seinem länglichen Schnabel, als gäbe es nichts Wichtigeres auf der Welt. Hauptsächlich für die Elfen, aber auch für einige andere Rassen war der Kranich ein Symbol für alles, was gut war: Leben, Freundschaft, Wiedergeburt, Vertrauen, Harmonie, Freiheit, Liebe... Für viele der Soldaten, die sich im Gebüsch am Rande des ausgedörrten Landstrichs versteckt hielten, in diesen dunklen Tagen des Krieges sicherlich ein tröstliches Omen, derweil andere so angespannt waren, dass sie die Anwesenheit des Vogels nicht einmal bemerkten. Wer oder was Earana auch immer erschaffen hatte, hatte bedacht, dass die große Anzahl von Rassen und Völkern ohne Unterstützung nicht nebeneinander leben können würde. Deshalb gab es seit Anbeginn der Zeitalter eine Rasse mit nur wenigen Mitgliedern aber umso größeren Kräften, die den Frieden aufrechterhalten sollte: die Unsterblichen. Auch wenn sie größtenteils wie Menschen aussahen - manche mehr, andere weniger -, so waren die Unsterblichen diesen sowie allen übrigen Bewohnern Earanas in körperlichen und geistigen Belangen jedweder Art um Längen voraus. Sie waren stärker und schneller als jedes andere Lebewesen und im Kampf ganzen Heeren haushoch überlegen. Trotz ihrer einmaligen Kräfte war es den Unsterblichen nicht gelungen, die Herrschaft der Menschen aufzuhalten, die den ganzen Kontinent zu besiedelt begannen, die Grenzen der Reiche neu verlegten und sich nahmen, was sie wollten. Als wäre ihre Blutgier mit dem Abschlachten anderer Rassen nicht genug befriedigt, bekämpften sich zudem die Völker der einzelnen Menschenländer, wobei die nichtmenschlichen Bewohner Earanas häufig zwischen die Fronten geraten waren.

Letzteres hatte natürlich nur dazu beigetragen, dass sich die Mitglieder der anderen Rassen nun noch mehr misstrauten und die ohnehin schon eher schwachen Versuche, die tyrannische Herrschaft z

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