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Die tausend Teile meines Herzens Roman von Hoover, Colleen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.10.2018
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
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Die tausend Teile meines Herzens

Neues von der Queen of Hearts - von der Fangemeinde sehnsüchtig erwartet! Stell dir vor, du triffst den Mann deiner Träume - und dann findest du heraus, dass er der eine ist, in den du dich nicht verlieben solltest... Beim Shoppen in der Stadt lernt die siebzehnjährige Merit den überaus attraktiven Sagan kennen und verliebt sich so heftig in ihn, dass sie ihren sonstigen Schutzpanzer fallen und sich schon bei der ersten Begegnung von ihm küssen lässt. Ein fataler Fehler - denn leider stellt sich ziemlich schnell heraus, dass Sagan für Merit absolut off limits ist, weil er ihrer an versteckten Geheimnissen ohnehin reichen Familie näher steht, als sie ahnte. Damit nicht genug: Anstatt ihr aus dem Weg zu gehen, bereichert Sagan in der folgenden Zeit das vielköpfige Elternhaus von Merit mit seiner täglichen Anwesenheit. Das aber führt das ohnehin schon chaotische Familienleben völlig ad absurdum - und stürzt Merit in eine tiefe persönliche Krise.

Colleen Hoover ist nichts so wichtig wie ihre Leser*innen. Ihr Debüt wurde sofort zu einem Welterfolg. Die Autorin hat eine riesige Fangemeinde. Mit ihrem Mann und ihren Söhnen lebt sie in Texas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 26.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423434584
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Originaltitel: Without Merit
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Die tausend Teile meines Herzens

1.

Ich besitze eine beeindruckende Sammlung von Pokalen, die ich alle nicht gewonnen habe.

Die meisten stammen von Flohmärkten oder aus Trödelläden. Zwei hat mein Vater mir zu meinem siebzehnten Geburtstag geschenkt. Nur ein einziger ist gestohlen.

Den gestohlenen mag ich wahrscheinlich von allen am allerwenigsten. Ich habe ihn an dem Tag, an dem Drew Waldrup mit mir Schluss gemacht hat, aus seinem Zimmer mitgenommen. Wir waren damals zwei Monate zusammen, und ich hatte ihm zum allerersten Mal erlaubt, mich unter dem T-Shirt anzufassen. Als ich gerade gedacht habe, wie wahnsinnig toll sich das anfühlt, hat er auf mich runtergeschaut und gesagt: »Ich glaube, ich möchte nicht mehr mit dir zusammen sein, Merit.«

Während ich es schön fand, dass er mich streichelt, hatte er die ganze Zeit daran gedacht, dass er mich nie mehr anfassen will. Ohne eine Miene zu verziehen, bin ich unter ihm hervorgerutscht und aufgestanden. Nachdem ich mein T-Shirt wieder zurechtgezupft hatte, bin ich zum Regal gegangen und habe mir den allergrößten Pokal genommen, der darauf stand. Drew hat nie ein Wort darüber verloren. Ich finde aber auch, dass es so nur gerecht war. Dafür, dass er mit der Hand auf meinen Brüsten mit mir Schluss gemacht hat, habe ich mir ja wohl mindestens einen Pokal verdient.

Diese geklaute Football-Trophäe war der Beginn meiner Sammlung. Seitdem kaufe ich mir jedes Mal, wenn in meinem Leben irgendwas Beschissenes passiert, einen Pokal dazu.

Fahrprüfung nicht bestanden? Erster Platz im Kugelstoßen.

Keiner lädt mich zum Schulball ein? Erster Platz beim Theaterfestival/Kategorie Einakter.

Mein Vater macht seiner Geliebten einen Heiratsantrag? Little League Baseball Champions.

Drew Waldrups Pokal habe ich vor zwei Jahren gestohlen. Mittlerweile ist meine Sammlung auf zwölf Stück angewachsen, obwohl viel öfter als nur zwölfmal beschissene Sachen passiert sind, seit er mit mir Schluss gemacht hat. Dass es trotzdem nicht mehr sind, liegt daran, dass es merkwürdigerweise ziemlich schwierig ist, Pokale zu finden, die keiner mehr haben will. Das ist auch der Grund, warum ich jetzt gerade im örtlichen Antiquitätenladen vor einem Pokal stehe, auf den ich schon seit sechs Monaten ein Auge werfe. Er ist fast einen halben Meter hoch und stammt aus dem Jahr 1972, wo er bei einer Miss-Wahl namens »Boots and Beauties« in Dallas der siebtplatzierten Teilnehmerin verliehen wurde.

Dass der Schönheitswettbewerb einen so selten dämlichen Namen hatte, finde ich gut, aber noch besser gefällt mir die vergoldete Figur auf der Spitze des Pokals: eine Frau im Prinzessinnenkleid mit Krönchen und Cowboystiefeln mit Sporen. Alles an diesem Pokal ist absurd. Vor allem die fünfundachtzig Dollar, die auf dem Preisschild stehen. Aber ich spare auf dieses Ding, seit ich es das allererste Mal gesehen habe, und jetzt endlich habe ich genug Geld zusammen, um es mir zu kaufen.

Ich habe den Pokal gerade mit beiden Händen vom Regal genommen und will damit zur Kasse, als ich auf der Galerie im ersten Stock einen Typen bemerke, der mich beobachtet. Das Kinn auf die Hand gestützt, lehnt er lässig am Geländer und sieht aus, als würde er schon eine ganze Weile so dastehen. Als ich zu ihm hochschaue, lächelt er und ich lächle zurück - was extrem untypisch für mich ist. Ich flirte nie und wüsste auch gar nicht, wie ich reagieren sollte, falls jemand mit mir flirten sollte. Aber er hat ein echt nettes Lächeln, und außerdem steht er ja nicht neben mir, sondern oben auf der Galerie, wodurch sich die Peinlichkeit in Grenzen hält.

»Was machst du hier?«, ruft er zu mir runter.

Ich schaue hinter mich, ob da noch jemand ist, den er meinen könnte. Vielleicht galt sein Lächeln ja gar nicht mir. Aber abgesehen von einer Mutter mit ihrem kleinen Sohn ist der Laden leer. Außerdem sehen die beiden in eine andere Richtung, also meint er wohl wirklich mic

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