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Die Trabbel-Drillinge - Heimweh-Blues und heiße Schokolade von Janotta, Anja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.02.2018
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Die Trabbel-Drillinge - Heimweh-Blues und heiße Schokolade

Wie ein Ei dem anderen - und doch nicht gleich 1:200 Millionen - so hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es jemanden wie Franka gibt. Oder wie Vicky. Oder wie Bella. Die drei Zwölfjährigen sind eineiige Drillinge und Celebritys. Trotzdem könnten sie verschiedener nicht sein. Als sie vor lauter Berühmtheit keinen Schritt mehr vor die Tür machen können, flieht Mama Trablinburg mit ihnen aufs platte Land. Dort will sie in einer baufälligen Villa ein Bio-Hotel eröffnen. Die Drillinge sind entsetzt: monatelang Baustelle, mieses WLAN, zu dritt im Doppelbett? Das muss ja Trabbel hoch drei geben! Ob Frankas wunderköstlicher Trostkakao den schlimmsten Schwesternstreit aller Zeiten kitten kann? Anja Janotta, geboren 1970, verbrachte ihre Kindheit in Saudi Arabien und Algerien und wusste bereits früh, dass sie Kinderbuchautorin werden wollte. In München studierte sie zunächst Diplom-Journalistik und arbeitet heute als Online-Redakteurin. Seit ihre beiden Kinder Leser und Zuhörer geworden sind, hat sie ihren Traum verwirklicht und schreibt Kinderbücher. Anja Janotta lebt mit ihrer Familie an einem See in Oberbayern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 26.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641222758
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
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Die Trabbel-Drillinge - Heimweh-Blues und heiße Schokolade

SOJAMILCH HOCH DREI

Haselnusssirup. Das war eindeutig ein Tag für Haselnusssirup in ihrer heißen Schokolade. Franka sog das Aroma von Nougat und feiner Schokolade ein. Es gab auf der ganzen Welt nur ein Café, dem man zutrauen konnte, eine ebenso leckere heiße Schokolade zu machen wie sie selbst.

Denn von Rita, der Chefin des Cafés Sahnehäubchen , hatte sich Franka ganz viele Tricks und Kniffe abgeschaut. Jeden Morgen bestrich Rita unzählige Gläser von innen mit geschmolzener Edelbitterschokolade aus Ecuador. Darüber häufte sie später frischen warmen Milchschaum und malte - wie für Franka heute - mit einem Schuss Sirup ein Herz in den Schaum. Oben drauf streute sie ein paar hauchfeine Splitter Edelschokolade.

Nichts, wirklich nichts war besser für einen vernieselten und vermiesten Tag wie diesen! Franka hatte nahezu die ganze Nacht nicht geschlafen nach der Familienkonferenz gestern und brauchte jetzt dringend was für Leib und Seele.

Ihre beiden Drillingsschwestern kamen mal wieder zu spät. Dabei waren sich Vicky, Bella und Franka sofort ohne Worte einig gewesen, dass man ein Krisengespräch brauchte.

Aber Vicky hatte noch schnell ein neues Ladekabel besorgen müssen, weil sie über ihres mal wieder mit den Rollen des Schreibtischstuhls gefahren war. Geschlagene zwölf Minuten später kam sie an. Und die schöne Bella war da immer noch nicht aufgetaucht.

Erst fünf Minuten später ging mit lautem Klingeln die Cafétür auf und eine aufgedrehte Bella schneite herein. Allerdings nicht allein, im Tross zog sie noch drei Freundinnen mit sich. Über all ihrem Geschnatter schaffte Bella es gerade noch, Rita über alle Köpfe hinweg laut zuzurufen: "Ich bekomme einen Himbeer-Milch-Shake. Aber einen mit Sojamilch." Sojamilch - das war gerade Bellas neuester Spleen. Sie hatte Angst vor einer möglichen Kuhmilchallergie.

"Geht klar." Rita nickte Bella zu, während diese mit ihrem Tross zu Frankas Tisch zog. Franka seufzte.

"Sorry, Mädels", sagte sie also zu Bellas Freundinnen, "aber wir haben heute ein supergeheimes, superwichtiges Drillingsgespräch. Könnt ihr euch vielleicht woanders hinsetzen? Da hinten ist gerade ein Platz frei geworden. Wenn ihr euch beeilt ..."

Unwillig zog Bellas Freundinnenstab ab - zum letzten freien Tisch, um den sie sich zu dritt quetschen mussten. Auch Vicky, Franka und Bella teilten sich einen Tisch, der höchstens für zwei gedacht war. Als sich Bella zu Vicky auf die Bank durchschlängelte, hätte sie fast den Laptop der jungen Frau neben ihnen vom Tisch gerissen. Es war eng und voll in dem herrlich verschnörkelten Retro-Café am Prenzlberg.

Franka versuchte noch, ein freundliches "Entschuldigung" zu der Nachbarin rüberzuschicken. Von irgendwoher kannte sie das Gesicht. Aber Bella hatte mit ihrem Auftritt schon alles fest in ihrer Hand: "Ist nicht mein Tag heute. Ich kapier Geometrie so überhaupt nicht. Kannst du nicht meine Hausaufgaben machen, Vicky, bitte?"

"Und wenn du morgen darüber ausgefragt wirst?"

"Dann nimmst du einfach deine Brille ab und springst für mich ein. Wie immer." Bella übte ihren niedlichen Bettelblick, der bei ihren Schwestern immer so gut funktionierte. Niemand war so gut darin, unverschämte Wünsche durchzusetzen, wie Bella. Aber heute biss selbst die niedliche Bella bei Vicky auf Granit.

"Nein, ich habe euch doch gesagt, ich lass mich nicht mehr für euch ausfragen. Ihr müsst selber den Kram lernen. Sonst kapiert ihr es nie."

Bella wollte schon verzweifeln: "Aber ich kapier es auch mit Lernen nicht. Und ich kann mir keine Fünf leisten. Ihr wollt doch nicht, dass ich als Einzige von uns dreien sitzenbleibe. Wir wären nicht mehr zusammen ..."

"Nein. Ich mach's trotzdem nicht."

"Bitte." Hundewelpen-Blick von Bella.

"Nein." Harter-Hund-Blick von Vicky.

"Arschloch." Wildes Hundewelpen-Kläffen.

"Du Pfurzhirn. Lern selbst!" Noch-mehr-harter-Hund von Vick

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