text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Wächter von Aquaterra Angriff aus der Tiefe von Perplies, Bernd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.02.2018
  • Verlag: Thienemann Verlag GmbH
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Wächter von Aquaterra

Originell, spannend, futuristisch: Lesespaß für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren. Aquaterra: Insel der Zukunft Bei der Unterwasserstation Atlantia gilt: Zutritt verboten! Als Finn, Anna und Tresk das Alienmädchen Leilani kennenlernen, ist ein gemeinsamer Ausflug in die Station beschlossene Sache. Ab ins Mini-U-Boot! Tief im Meer stoßen die Freunde auf eine gewaltige Verschwörung. Skrupellose Umweltsünder verunreinigen aus Profitgier heimlich das Meer. Finn, Anna und die anderen wollen Annas Vater, den Bürgermeister, warnen. Doch die Gangster werden auf sie aufmerksam! Können die Freunde verhindern, dass Aquaterras schöne Küsten für immer vergiftet werden? Bernd Perplies und Christian Humberg schreiben Bücher für große und kleine Leser - mal solo und seit 2008 auch immer wieder im Duo. Wenn sie mal nicht neue Geschichten erfinden, sieht man die beiden Autoren oft in Schulen und Büchereien, auf Conventions und Buchmessen, wo sie Lesungen abhalten und aus dem beruflichen Nähkästchen plaudern. Wer mehr über Bernd und Christian wissen möchte, erfährt es unter bernd-perplies.de und christian-humberg.de.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 13.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783522610797
    Verlag: Thienemann Verlag GmbH
    Größe: 1854 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Wächter von Aquaterra

P ROLOG
E INE UNHEIMLICHE B EGEGNUNG

Das Meer hatte viele Geheimnisse, und das schönste von ihnen kannte nur Lailani. Wann immer die Erwachsenen zu beschäftigt waren, um mit ihr zu spielen, schlich sich die Zehnjährige fort. Heimlich verließ sie dann das Habitat, jenen von einer dicken Kuppel aus Transparentstahl geschützten Wohnbereich am Meeresboden unweit der großen, künstlichen Stadtinsel Aquaterra, und schwamm einfach drauflos. Durch die Tiefe, über den Felsboden hinweg und dem Korallenriff entgegen.

Lailani gehörte zum Volk der Neptynen, einer amphibischen Lebensform, die in den Meeren beheimatet war. Die komplett von Wasser bedeckte Welt ihrer Vorfahren, die weit draußen im All lag, kannte sie allerdings nur aus den Geschichten ihrer Eltern. Diese waren schon vor vielen Jahren von dort weggezogen, um woanders ein neues, besseres Leben für sich aufzubauen. Lailani selbst war bereits hier auf der Erde geboren worden, als erstes und bislang einziges Mitglied ihrer langen Ahnenreihe. Es gab nicht sonderlich viele Neptynen auf dem blauen Planeten der Menschen, das wusste Lailani. Sie waren eine kleine Besonderheit - sogar in einer Stadt wie Aquaterra, die vor Vertretern der unterschiedlichsten Völker, Länder und Planeten nur so wimmelte.

Unter Wasser wimmelte es deutlich weniger. Auch das mochte das Mädchen so am Meer: Es war kühl, friedlich und still. Lailani trat aus der Schleuse, die das Habitat vom Ozean trennte, und genoss es, wie die Fluten sie sofort umfingen; wie sie sie stützten, trugen und ganz sanft fortzulocken schienen. Das Wasser war Lailanis Element, nicht die Luft. Es war ihr wahres Zuhause.

Feste Stöße, sanfte Wellen , dachte sie. In ihrem Kopf klangen die Worte jedes Mal wie die Stimme ihres Vaters. Als sie noch ganz klein gewesen war, hatte er ihr in den Tiefen außerhalb der Unterwasserstation das Schwimmen nach Art der Neptynen beigebracht. Und noch heute hielt sie sich genau an seine Anweisungen, wann immer sie das Habitat verließ: Sie presste die Arme mit den silbrigen Schuppen seitlich an den Oberkörper, streckte ihre langen, in einer kurzen und eng anliegenden Hose steckenden Beine aus und begann. Ihre Beinmuskeln stießen gegen die Fluten, und ihr schlanker Oberkörper bog sich geschickt im Takt, den das Wasser ihm vorgab. Feste Stöße, sanfte Wellen. Kämpfe nicht gegen das Meer, Lailani, sondern werde zum Meer.

So kam das Mädchen voran, schneller und behänder als jeder Mensch. Fast war ihr, als führe ihr Körper die Bewegungen ganz instinktiv aus, ohne nachzudenken. Als wären sie weit weniger erlernt als ein Teil ihrer Natur, ihres Erbes. Der Gedanke gefiel ihr.

"Die Erdenbewohner lieben das Meer so sehr wie wir", sagte Lailanis Vater immer. "Aber sie leben an ihm, nicht in ihm. Genau das unterscheidet sie von uns Neptynen." Und deswegen schwammen und tauchten sie auch deutlich schwerfälliger als Vertreter aus Lailanis Volk. Menschen brauchten Schutzanzüge und Sauerstoffflaschen, um schon in vergleichsweise geringen Tiefen zu überleben. Ihre Augen kamen mit der Dunkelheit nicht zurecht, die in vielen Spalten und Gräben des Atlantikbodens herrschte. Deswegen brachten sie Lampen mit, wenn sie dorthin wollten, und teure Nachtsichtgeräte. Deswegen bauten sie leuchtende Habitatskuppeln in ihr Meer und füllten sie mit Sauerstoff.

Lailani brauchte all das nicht. Dank der Kiemen an ihrem Hals konnte sie unter Wasser genauso gut atmen wie an Land, und ihre Augen hatten weit mehr Schwierigkeiten mit dem grellen Licht der Erdensonne oben in Aquaterra als mit der Finsternis des endlos scheinenden Ozeans.

Nach einigen Dutzend kräftigen Schwimmstößen drehte Lailani sich um und blickte zurück. Die große Algenzucht- und Forschungsstation Atlantia , zu der ihr Habitat gehörte, erstrahlte in der Tiefendämmerung wie e

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen