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Die Welt und ich Mädchen-Ratgeber-Romane von Ilona Einwohlt von Einwohlt, Ilona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.01.2016
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)

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Die Welt und ich

Ein Schüleraustausch? Klar, Sina ist dabei! Sie muss doch ihr Spanisch verbessern - und ausprobieren, wie woanders gelebt, gefeiert und geküsst wird. Aber: Was, wenn die Gastfamilie ätzend ist? Sie das Essen nicht mag oder Heimweh bekommt? Sina will vorbereitet sein. Und so beginnt sie mit Checklisten und vielen guten Tipps eine Reise zu planen, die sie so schnell nicht wieder vergessen wird ...

Ilona Einwohlt ist ihren Lehrern schon als Schülerin mit etwas anderen Aufsätzen aufgefallen. Sie schreibt mit viel Liebe, Witz und Leidenschaft - und fällt mittlerweile mit erfolgreichen Büchern auf, nicht zuletzt deshalb, weil sie mit ihrem locker-einfühlsamen Ton über Themen schreibt, die Mädchen wirklich interessieren. Dass sie sich gerade in 'Mädchensachen' bestens auskennt, hat sie unter anderem in ihren Ratgeberromanen bewiesen. Der Bestseller 'Mein Pickel und ich' sowie die Folgebände sind inzwischen zur Pflichtlektüre in Sachen Pubertät geworden. Ilona Einwohlt, 1968 geboren, hat Germanistik und Romanistik studiert, bevor sie das Schreiben für sich entdeckt hat. Sie lebt mit ihrer Familie in Darmstadt. Foto © privat

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 07.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401806013
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 9280 kBytes
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Die Welt und ich

ZWEITES KAPITEL, IN DEM SINA VOM REISEFIEBER GEPACKT IST

Austauschrausch

"Wer, wenn nicht du?" Keshinis Worte drehen sich immer noch in meinem Kopf, während ich in der Umkleidekabine nachmittags für das Training meine Basketballschuhe schnüre.

Den gesamten Morgen über habe ich mir während des Unterrichts ausgemalt, wie ich als Austauschschülerin durch Spanien reise, wie ich auf Spanisch einkaufe, ins Kino gehe. Und wie ich mich fließend mit den Einheimischen unterhalte und nicht mehr als Touritussi verarschen lassen muss. Ich freue mich riesig - und gleichzeitig frage ich mich, ob ich wirklich so mutig bin und mich alleine in eine fremde Gastfamilie traue. Am Ende vergehe ich vor lauter Heimweh und Einsamkeit und weine stundenlang wie diese Laurence vor mich hin. Was, wenn die Gastfamilie nicht nett ist? Oder der

Gastvater mich betatscht. Oder ich mein Geld verliere und einsam und verlassen mitten in der Großstadt stehe, ohne Handy, weil mir das geklaut wurde ... Aber Keshini hat schon recht, ich bin ja sonst nicht so, vielleicht sollte ich einfach aufhören, darüber nachzugrübeln, schließlich war ich schon mal alleine unterwegs und habe das ganz gut hingekriegt. An Bubión habe ich solch schöne Erinnerungen, die netten Leute im Dorf, der großartige Ausblick von den Bergen bis hin zum Mittelmeer. Und an Mateo, den ich eigentlich vergessen sollte, weil ja Yannis mein Freund ist ...

Ich bin sooo aufgeregt!

Test: Finde anhand der folgenden Checkliste heraus, ob du dich für einen Schüleraustausch eignest. Je mehr Kreuzchen du machen kannst, desto besser!

Ich bin eine zuverlässige, engagierte Schülerin.

Ich habe viele Freunde, bin gut sozial vernetzt und hilfsbereit.

Ich habe gute bis sehr gute Noten im Fach Spanisch/Französisch/Englisch.

Mir fällt es nicht schwer, versäumten Stoff nachzuholen.

Ich bin anpassungsfähig und flexibel.

Ich bin freundlich und kann offen auf Menschen zugehen.

Ich leide nicht unter Heimweh.

Ich habe Lust auf Projektarbeit.

Ich stehe voll und ganz hinter meiner Schule.

"Sina, jetzt pass doch mal auf", reißt mich die Leineweber aus meinen Gedanken. "Das ist jetzt schon das dritte Mal, dass Billa dich anspielt und du nicht reagierst."

Erschrocken reiße ich mich zusammen, seufze ein Sorry Richtung unserer Kapitänin, die mich missbilligend anschaut. "Liebeskummer, oder was?", zischt sie im Vorbeirennen.

Womit sie das zweite Problem des Tages anspricht. Ich habe seit vorhin nämlich richtig, richtig Streit mit Yannis. Diesmal hat er es zu weit getrieben mit seiner Bemerkung, ich würde meine Zeit mit einer "Minderheitensprache" verplempern, die nur in wirtschaftlich schwachen Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit gesprochen würde, selbst wenn es eine Weltsprache sei. Ich solle mal genau hingucken, was aktuell in Spanien los sei, über zwanzig Prozent ohne Arbeit und kein wirtschaftlicher Aufschwung in Sicht. Und meine Idee, jetzt auch noch an einem Schüleraustausch mit Spanien teilzunehmen, hält er für das Allerletzte, dann bliebe ja mein Englisch komplett auf der Strecke und spätestens nach der Diskussion beim Marshall hätten mir doch die Augen aufgehen müssen, worum es wirklich geht: Auf dem internationalen Arbeitsmarkt sei man konkurrenzfähig nur mit Englisch.

"Wirst schon sehen, was du davon hast", hat er mich angemacht und den Kopf geschüttelt über so viel Unverständnis meinerseits. "Spanisch zu lernen - das ist vielleicht witzig und cool, aber langfristig bringt dir das gar nichts. Denk mal an deine Zukunft."

"Kann dir doch egal sein, was geht dich das an!", habe ich zurückgeschrien, ich bin wir

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