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Die Wilden Fußballkerle - Rocce, der Zauberer von Masannek, Joachim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.04.2012
  • Verlag: Bastei Lübbe E-Books
eBook (ePUB)
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Die Wilden Fußballkerle - Rocce, der Zauberer

Die Wilden Fußballkerle sind Meister geworden und leben im siebten Fußballhimmel. Da taucht Annika auf. Sie trainiert eines Tages ganz allein im Teufelstopf und ihre Spielkunst verzaubert die Jungs. Keiner gibt es zu, aber alle träumen
davon, dass Annika zu ihnen in die Mannschaft kommt. Heimlich fragt Rocce das eigenwillige Mädchen, ob sie bei den Wilden Kerlen mitspielen will. Doch sie schlägt dieses phänomenale Angebot aus! Rocce ist so fassungslos, dass er es den
anderen erzählt. Selbst Vanessa hat alles dafür gegeben, um bei den nachtschwarzen Kickern zu spielen. Jetzt aber wollen die Wilden Fußballkerle sich rächen und versuchen, Annikas Aufmerksamkeit zu gewinnen, um sie dann auflaufen zu lassen.
Sie schrecken nicht davor zurück, in ihrer Ballettschule aufzutauchen und lassen sich sogar von ihr im Kickboxstudio verhauen. Kein Wunder, dass Vanessa vor Eifersucht tobt! Die Mannschaft steht vor einer ernsten Zerreißprobe. Doch wenn sie
im nächsten Jahr in der D-Gruppe spielen wollen, brauchen sie dringend Verstärkung!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 168
    Erscheinungsdatum: 07.04.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838708577
    Verlag: Bastei Lübbe E-Books
    Größe: 18468kBytes
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Die Wilden Fußballkerle - Rocce, der Zauberer

Fledermausflügel

Ich sprintete um die langen Fahnen herum. Ich balancierte über die Stangen und Balken. Ich sprang über die Maschendrahtzäune und Bretter und ich flog durch die Autoreifen hindurch. Ich köpfte die Bälle, die an den Drehkreuzen hingen, und ich wich den ihnen folgenden Strohsäcken aus. Ich schoss die Bälle, die Willi mir zuwarf, knallhart und todsicher in die Kisten und Fässer und ich duckte mich unter den Knock-out-Pendeln hindurch. Das waren die fiesesten Hindernisse im Lancelot-Test. Sie schwangen kreuz und quer durch den Teufelstopf . An ganz langen Leinen flogen sie in den Himmel hinauf, verschwanden im gleißenden Licht der Flutlichtanlage und sausten dann buchstäblich unsichtbar auf uns herab: riesige, aus nassen Lumpen gerollte Kugeln pfiffen an unseren Köpfen vorbei. Ja, und wenn sie uns trafen, war das wie ein Faustschlag von Lennard Lewis und Mike Tyson zusammen. Dann war alles vorbei. Dann hieß es: Sorry. Game Over. Alle drei Leben verwirkt.

Beim Santa Panther und Jaguar! Dieser Parcours verlangte meine tausendprozentige Konzentration. Doch für Jojo war es noch schwerer. Er kämpfte mit den selben Schikanen wie ich und er musste dabei den Wilde Kerle -Ball führen. Mit diesem Ball musste er an den Hindernissen vorbei. Mit ihm musste er die andere Seite des Spielfelds erreichen. Erst dann war er Sieger im Lancelot-Test und das, das hatte ich ihm versprochen, würde ich mit allen Mitteln verhindern.

Dafür musste Jojo nämlich an mir vorbei. Er musste mich ausspielen, mich, Rocce, den Zauberer, und ich war, das hab ich doch schon gesagt, in der Form meines Lebens.

Beim heiligen Donnerschlagvogel! Jojo schaffte noch nicht einmal den halben Parcours. Er kam noch nicht einmal bis zur Mitte. Da luchste ich ihm das Leder schon ab. Gerade, als er über einen Maschendraht klettern wollte, stibitzte ich mir die Kugel, lupfte sie über das Hindernis und stürmte in die entgegengesetzte Richtung davon.

"Ra-hanzige Ke-ha-bap-Bude!", fluchte Deniz, die Lokomotive.

Er raufte sich seinen Irokesen-Haarkamm und Vanessa, die Unerschrockene, stampfte mit dem Fuß auf den Boden.

"Jojo, das reicht. Ich warne dich! Hol dir die Pille gefälligst zurück."

"Worauf du Gift nehmen kannst!", grinste der, der mit der Sonne tanzt, und setzte hinter mir her. Er hing sich an meine Fersen, als wäre er Juli "Huckleberry" Fort Knox. Terrier-hartnäckig-wadenbeißerisch folgte er mir wie mein eigener Schatten und immer wieder schnellten seine Beine nach vorn, versuchten sie, mir das Leder vor den Füßen zu stehlen.

"Flitzkackendes Hängebauchschwein!", schimpfte ich. Und ich dachte schon, Jojo wäre eine sechzehnarmige Krake - so bedrängte er mich. Da schrie Felix entsetzt: "Jojo, pass auf!"

Das Knock-out-Pendel pfiff durch die Luft. Es sauste an meiner rechten Wange vorbei. Es streifte mir über die Schulter und es hätte Jojo hinter mir knallhart erwischt, hätte der sich nicht in allerletzter Sekunde und von Felix gewarnt auf den Boden geworfen. Ja, und das reichte mir aus. Ich lief die letzten paar Schritte, ich schob das Leder ins Ziel und stellte mich triumphierend darauf.

"Das war dein erster Versuch! Der erste von dreien."

Ich versuchte, so cool wie möglich zu bleiben, doch ich schaffte es nicht. Mein Herz pochte und schlug mir bis in den Hals. Mein Herz wusste es besser. "Das war verflixt noch mal knapp", pochte es. "Und wie knapp das war. Jojo hat dich beinah gehabt."

Und das wusste er auch.

"Du hast Recht!", zischte der, der mit der Sonne tanzt, und stand wieder auf. "Der erste von dreien. Deshalb bleiben noch zwei. Also, worauf wartest du noch?"

Der Mantel des Schweigens, der über dem Teufelstopf lag, war jetzt aus faustdickem Samt. Willi wartete, bis ich zurückgerannt war, dann gab er das Zeichen. Er zündete ein Streichholz an und schnippte es in die Luft. Jojo und ich ließen die Fl

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