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Die Wilden Küken Band 1 von Schmid, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2011
  • Verlag: Dressler Verlag GmbH
eBook (ePUB)
5,99 €
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Die Wilden Küken

Frisch geschlüpft. kükencoole Bandenabenteuer Lilli, Bob und Very sind die 'Wilden Küken'. Doch was ist eine Bande ohne Bandenquartier und echte Abenteuer? Ole, Little und Mitch machen sich schon lustig über die drei. Wie gut, dass Sprotte und die anderen 'Wilden Hühner' ihnen eine alte Schatztruhe schenken. Doch die Küken haben kaum Zeit, sich über deren rätselhaften Inhalt zu wundern - denn jetzt überschlagen sich die Ereignisse. Was führen die Jungen im Schilde? Welches Geheimnis verbirgt der Besitzer des Hausboots, das ihr perfektes Quartier sein könnte? Viel zu tun für die Wilden Küken! Die Fortsetzung der Kultserie von Cornelia Funke - perfekt für die neue Bandengeneration. Nach Ideen und Motiven aus 'Die Wilden Hühner'. Thomas Schmid, 1960 in Landshut/Bayern geboren, wollte als Kind entweder Stuntman oder Schriftsteller werden. Dann studierte er Literatur-, Theater- und Kommunikationswissenschaften und ist heute als freier Autor tätig. Außer Büchern für Kinder und Jugendliche schreibt er auch Drehbücher fürs Fernsehen, u.a. für 'Marienhof', und für den Hörfunk, u.a. für das satirische Kindermagazin 'Sonntagshuhn' des Bayerischen Rundfunks. Er lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Niederbayern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 01.06.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862727612
    Verlag: Dressler Verlag GmbH
    Serie: Die Wilden Küken Bd.1
    Größe: 2337 kBytes
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Die Wilden Küken

Mitten auf der Brücke blieb Lilli stehen. Der Schulrucksack klebte ihr am Rücken, keuchend stützte sie sich auf ihren Knien ab und verschnaufte erst mal. Die Hühnerfeder, die sie an einem Lederband um den Hals trug, baumelte vor ihren Augen. Kurz schoss Lilli der Gedanke durch den Kopf, die Feder einfach in den Fluss zu werfen.

Sie strich sich die verschwitzten Locken aus der Stirn und erschrak. Wo war ihre Haarspange? Hastig fuhr sie sich durch die Haare. Die Igelhaarspange - sie war weg.

"Mama", murmelten Lillis Lippen. Und das taten sie nur, wenn es Lilli richtig schlecht ging.

Am liebsten hätte sie geweint. Aus Wut über das, was passiert war, und aus Angst davor, was passiert sein könnte - und wegen der Igelspange.

Aber ein Wildes Küken weint nicht. Und die Anführerin der Wilden Küken erst recht nicht. Und Lilli war doch das Oberküken, oder?

Wieso hatte sie auch gleich am ersten Schultag schon wieder ihre Klappe nicht halten können?

Auf dem Wasser trieb ein einsamer Ast flussabwärts. Erst jetzt fiel Lilli ihr Fahrrad ein. Das hatte sie glatt vergessen! Einfach an der Schule stehen gelassen. Was sollte sie jetzt tun?

Ich hätte auf Bob und Verena warten sollen, dachte Lilli und fügte in Gedanken noch schnell hinzu: Ole wird schon nichts passiert sein.

Lilli sperrte die Haustür auf, ließ ihren Schulrucksack neben dem Schuhregal fallen und ging dann nicht nach links in die Wohnung, sondern gleich weiter durch die Hintertür Richtung Garten.

"Und?" Mit einem Schreinerbleistift in der Hand kam Lillis Vater aus seiner Werkstatt. "Wie war der erste Tag in der 5 a?"

Seine langen Haare waren zu einem Zopf zusammengebunden und voller Sägemehl.

"Wir haben Bobs Tante als Klassenlehrerin!"

Ihr Vater zog eine Augenbraue hoch.

Lilli schwieg.

Ein winziger Sägespan zitterte auf einer seiner Wimpern. "Ist was passiert? Sonst sprudelst du doch immer gleich drauflos, wenn du aus der Schule kommst."

"Ich kümmer mich um die Hühner, ja?" Lilli drehte den Wasserhahn vor der Werkstatt auf und ließ Wasser in die Gießkanne laufen.

"Über die Hühner müssen wir uns sowieso mal unterhalten." Lillis Vater kratzte sich mit dem Bleistift im Nacken, steckte ihn hinters Ohr und verschwand in seiner Werkstatt.

Lilli schleppte die Gießkanne zum Gewächshaus. Zusammen mit Bob und Verena hatte sie die vordere Hälfte des alten Gewächshauses zu einem Hühnerstall umgebaut. Mit einem Ächzen hob Lilli die Gießkanne über den Zaun des Freigeheges, das sie aus den Metallgittern vom Komposthaufen errichtet hatten. Gut für die Hühner, schlecht für den Kompost, der ohne die Gitter ein wachsender Hügel war, der sich bis ins Gras ausbreitete.

Lilli goss Wasser in die Hühnertränke. Emma, Isolde, Huberta, Dolli und Kokoschka drängten sich gackernd um ihre Beine. Die freche Huberta pickte an Lillis Sandalen herum. Nur Klara blieb wie immer erst mal auf Abstand und lief nervös nickend auf und ab.

Im Gackern und Glucken der Hühner lösten sich Lillis Sorgen auf. Am liebsten hätte sie leise mitgegackert.

Eigentlich gehörten die Hühner ja Sprotte, Frieda, Trude, Melanie und Wilma. Und diese fünf waren die coolste Mädchenbande der Welt. Die Wilden Hühner eben.

Aber auf ihrer letzten Klassenfahrt hatten die Wilden Hühner beschlossen, erwachsen zu werden. Lilli fand das total doof. Wer wollte schon lieber zu den Erwachsenen gehören als zu einer Bande? Gar nicht doof hingegen fand Lilli, dass Bob, Verena und sie jetzt so etwas wie die Nachfolgerinnen der Wilden Hühner waren. Und weil Sprotte in den Sommerferien mit Fred nach Amerika hatte fliegen wollen, Trude mit Steve nach Dänemark gefahren war, um ihren gemeinsamen Freund Torte zu besuchen, Wilma einen Theaterworkshop in Hamburg absolvierte, Melanie im Kosmetiksalon jobbte und Frieda mit Willi du

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