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Die Zeitdetektive 23: Hannibal, Herr der Elefanten von Lenk, Fabian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.08.2014
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Die Zeitdetektive 23: Hannibal, Herr der Elefanten

Ein Krimi aus der Zeit der Römer Julian, Kim und Leon reisen auf den Spuren von Verbrechern durch die Zeit. Doch die Zeitreisen sind alles andere als ungefährlich ... In den Alpen - 218 vor Christus. Hannibal, der Karthager, will Rom unterwerfen und dazu müssen ihm seine Truppen durchs Gebirge folgen. Als sie von unheimlichen Wolfsmenschen angegriffen werden, nehmen die Zeitdetektive mitten in Eis und Schnee die Ermittlungen auf. Ich war schon immer ziemlich neugierig und auf der Suche nach Geheimnissen, Rätseln und Verborgenem.' Fabian Lenk, geboren 1963, studierte in München Diplom-Journalistik und ist seitdem als Redakteur tätig. Zuerst veröffentlichte er Krimis für Erwachsene, doch inzwischen schreibt er nur noch für Kinder und Jugendliche. Fabian Lenk mag alle Texte, die sehr spannend, witzig und zugleich informativ sind. Deswegen schreibt er bevorzugt Bücher, die mit Geschichte oder spannenden Orten zu tun haben - wie die erfolgreiche Reihe 'Die Zeitdetektive'. Gerne bezieht Fabian Lenk seine Leser auch in die Handlung mit ein: In seinen Ratekrimis beteiligen sich die jungen Leser an der Jagd nach dem Täter, indem sie Rätsel lösen. Fabian Lenk wohnt mit Frau und seinem Sohn in der Nähe von Bremen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 28.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473474875
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Serie: Die Zeitdetektive Bd.23
    Größe: 4321 kBytes
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Die Zeitdetektive 23: Hannibal, Herr der Elefanten

Im Zoo

"Mann, ist der groß!", rief Julian begeistert. Er deutete auf einen stattlichen Elefantenbullen, der in seinem weitläufigen Gehege den Kopf pendeln ließ und ab und zu den Rüssel in Richtung der Gefährten ausstreckte. Doch den Zweig mit den großen grünen Blättern, den Julian ihm hinhielt, konnte der Elefant nicht erreichen. Ein tiefer Graben trennte ihn von den Zoo-Besuchern. Julian machte heute zusammen mit Kim, Leon und dem Rest seiner Klasse einen Schulausflug - und der hatte sie geradewegs in den Zoo einer Großstadt geführt, die nur eine knappe Stunde mit dem Bus von ihrer Heimat Siebenthann entfernt lag.

Die Leitung der Exkursion hatte ihre Biologie-Lehrerin Irmtraud Wellenberg-Otenbröck übernommen, eine Frau Mitte fünfzig mit Pagenschnitt und randloser Brille. Sie stand gerade neben den Gefährten.

"Nein, das ist er nicht", korrigierte die Lehrerin Julian. "Es gibt viel größere Elefanten."

Mag ja sein, dachte Julian, aber ich habe noch nie einen größeren gesehen.

Die Lehrerin klatschte in die Hände und sorgte so dafür, dass alle zweiundzwanzig Augenpaare der Schüler auf sie gerichtet waren.

"Wer weiß, was das für eine Art ist?", fragte sie und deutete auf den Bullen.

"Ein Elefant!", brüllte Torsten, der sich zu den Gefährten gesellt hatte.

Großes Gejohle war die Folge.

Nur Irmtraud Wellenberg-Otenbröck lachte nicht. Sie verzog das Gesicht, als habe sie entsetzliche Zahnschmerzen.

"Das ist nicht komisch!", rief sie. "Welche Elefantenart, meine ich selbstverständlich."

"Danach haben Sie aber nicht gefragt", verteidigte sich Torsten. Er klang beleidigt.

"Wenn du doch immer so spitzfindig wärst", sagte die Lehrerin und dozierte: "Es handelt sich um einen Indischen Elefanten. Diese Tiere sind mit ihrer Größe von drei Metern und einem Gewicht von bis zu fünftausend Kilo die zweitgrößten Landlebewesen. Erheblich größer und schwerer sind die ..."

Sie schaute Torsten herausfordernd an. Dessen Gesicht war ein einziges Fragezeichen.

"... Afrikanischen Elefanten", wisperte Julian ihm zu.

Über Torstens Gesicht ging ein Leuchten. "Afrikanischen Elefanten!"

"Sehr gut!", lobte Irmtraud Wellenberg-Otenbröck. "Diese Elefanten werden bis zu siebentausendfünfhundert Kilo schwer und vier Meter hoch. Es gibt aber noch andere Unterschiede zwischen den Elefantenarten: Der Afrikanische Elefant hat viel größere Ohren, und am Rüsselende besitzt er zwei Finger, der Indische Elefant nur einen. An den Vorderfüßen trägt er meist nur vier und an den Hinterfüßen meist drei Zehen. Der Indische Elefant dagegen hat fünf Zehen vorn und vier Zehen an den Hinterfüßen. Und noch eine interessante Zahl: Bei der Geburt wiegt das Kalb einer afrikanischen Kuh schon hundert Kilo!"

"Was für ein dickes Baby!", staunte Torsten.

Die Klasse jubelte über diesen klugen Kommentar.

"Schwer, nicht dick", korrigierte die Lehrerin, nachdem sie mühsam für Ruhe gesorgt hatte. "Ein ausgewachsener Elefant braucht zweihundert Kilo Futter am Tag. Um diese Menge zu bewältigen, muss er täglich etwa siebzehn Stunden fressen. Sehr groß sind beim Afrikanischen Elefanten übrigens auch die Stoßzähne. Sie können beim Bullen bis zu drei Meter lang und hundert Kilo schwer sein. Die Stoßzähne werden in erster Linie zum Graben benutzt."

"Und zum Kämpfen, oder?", hakte Julian nach.

"Das auch", erwiderte Irmtraud Wellenberg-Otenbröck. "Vor allem Afrikanische Bullen können während der Musth sehr aggressiv werden."

"Der was?", fragte jemand.

"Das ist so etwas wie die Pubertät", erklärte die Lehrerin. "Nur taucht sie bei Elefanten alle Jahre wieder auf."

Julian dachte spontan an ihren Widersacher Nils aus Siebenthann und musste grinsen. Nils schien sich in einer ewig währenden Musth zu befinden. "Wurden Elefanten nicht auch im Krieg eingesetzt?", fragte er die Biologie-Lehrerin.

Frau Welle

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