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Doing it von Burgess, Melvin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.12.2010
  • Verlag: Carlsen
eBook (ePUB)
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Doing it

Ben und Alison tun es nicht mehr. Jonathon und Deborah tun es endlich. Dino und Jackie werden es vielleicht nie tun. So einfach ist das. Ist es das? Was denkt er, was fühlt sie? Was fühlt er, was denkt sie? Sechs Jugendliche im Wirrwarr der Gefühle, Gedanken, Bedürfnisse - Doing It. Melvin Burgess wurde in London geboren und ist in Surrey und Sussex aufgewachsen. Er hat als Journalist gearbeitet, bevor er sich der Schriftstellerei zuwandte. Seine Jugendbücher wurden unter anderem mit dem Guardian Fiction Award und mit der Carnegie Medal ausgezeichnet. Burgess lebt in Hebden Bridge, in der Nähe von Manchester.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 28.12.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646921823
    Verlag: Carlsen
    Größe: 464 kBytes
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Doing it

ENTWEDER ODER "Okay", sagte Jonathon. "Ihr habt die Wahl: Entweder müsst ihr Jenny Gibson vögeln - oder diese Obdachlose, die vor Cramners Bäckerladen die Leute um Kleingeld anbettelt."
Dino und Ben zuckten angewidert zurück. In der ganzen Schule gab es kein hässlicheres Mädchen als Jenny, aber die Pennerin war völlig runtergekommen. Diese Zähne!
"Du bist so was von widerlich!", sagte Ben angeekelt.
Jonathon nahm das Kompliment mit einem selbstgefälligen Nicken entgegen. Bei diesem Spiel machte ihm keiner was vor.
"Wenigstens sind sie beide weiblich", sagte Dino.
"Ich würde die Obdachlose nehmen", sagte Ben nach kurzem Überlegen. "Wenn man sie erst mal richtig gewaschen hat, ist sie wahrscheinlich gar nicht mehr so schlimm."
Jonathon schüttelte den Kopf."Ihr müsst sie so nehmen, wie sie ist."
"Bäh! Du denkst dir vielleicht ein Zeugs aus", sagte Dino anklagend. Aber genau das gab dem Horror ja diesen köstlichen Beigeschmack. Du musstest eine Wahl treffen, die kein anderer dir abnehmen konnte.
Ben wand sich wie ein Wurm bei dem Versuch, sich die Sache auszumalen. Das hier war viel mehr als bloß eine Geschmacksfrage. Hier kamen Krankheiten ins Spiel.
"Kann ich es ihr von hinten besorgen?"
"Nein, von vorn. Bei voller Beleuchtung. Mit Knutschen und allem Drum und Dran. Und mit dem Mund machen musst du es ihr außerdem."
"Jonathon!", zischte Dino.
"Davon war aber vorher nicht die Rede", sagte Ben.
"So lange mit dem Mund machen, bis es ihr kommt."
In Ben zog sich alles zusammen, wie eine Schnecke, auf die Salzgestreut wurde. "Du bist abartig. Aber gut, wenn sie vorher gewaschen wird, nehme ich die Pennerin. Aber wenn sie dreckig bleiben muss, nehme ich Jenny. Außer ...
Wenn ich Jenny erst nehmen muss, nachdem sie ein paar Monate draußen rumgehangen hat und genauso dreckig ist wie die Pennerin, bleibe ich gleich bei der Pennerin. Und du?"
"Ich würde Jenny nehmen", sagte Jonathon, ohne zu zögern.
"Ja, aber nur, weil du sonst sowieso nie zum Vögeln kommen würdest."
"Sie ist zwar hässlich, aber ich wette, ihr Körper ist gar nicht so übel. Wenn man erst mal dabei ist, ist es bestimmt ganz okay. Und die Pennerin hätte dreckige Zähne und Mundgeruch und Döner-Stückchen zwischen den Beißern.
Wahrscheinlich offene Pickel und so. Geschwüre, all so ein Zeugs."
"Kotz."
"Okay, Ben", sagte Dino. "Wie wäre es mit ... Jenny oder Mrs Woods?"
Ihr Gelächter klang wie ein heiseres Fauchen. Das war ziemlich gerissen. Mrs Woods war mindestens sechzig, hasste offensichtlich jeden unter zwanzig und stank aus dem Hals nach Kohl - aber in irgendeiner weit entfernten Vergangenheit musste sie ein ziemlicher Hingucker gewesen sein.
Ben überlegte. "Sind sie beide gewaschen?"
"Mehr oder weniger."
"Mrs Woods", sagte Ben kühn.
"Mrs Woods?", sagte Dino in gespieltem Entsetzen. "Ich meine, Jenny ist vielleicht hässlich, aber Mrs Woods ist alt."
"Besser alt als hässlich", sagte Ben mit Bestimmtheit. Die anderen beiden sahen ihn verwundert an. Das war Ben, er wusste immer ganz genau, was er wollte. "Du bist ganz schön schräg drauf, was?", sagte Jonathon. "Was Schlimmeres als alt gibt es doch gar nicht. Und was ist mit den inneren Werten? Jenny ist immerhin ganz nett, aber Mrs Woods ist ein Monstrum."
"Kann sein, aber sie wäre kein Monstrum mehr, wenn ich sie vögelte, oder? Dann wäre sie ..."
"Entgegenkommend?", schlug Jonathon vor.
"Genau."
"Das heißt also, alt ist besser als hässlich, und innere Werte zählen nicht?", fragte Jonathon.
"Wir reden hier übers Vögeln, nicht übers Heiraten. Davon, dass man sich auch mit ihnen unterhalten soll, war nie die Rede", wandte Ben ein.
Die Jungen lachten.
"Ich würde Jenny nehmen", sagte Dino.
"Ich auch", sagte Jon.
Ben zuckte die Achseln und grinste. "Tja, aber ich würde es immerhin mit einer Lehrerin treiben", frotzelte er. "Und mit einer erfahrenen noch dazu."
"Eine Frau, die so schrecklich ist wie die, wär

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