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Dreamkeeper Meister der Träume von Winter, Joyce (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.01.2019
  • Verlag: Oetinger Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Dreamkeeper

Origineller als in den kühnsten Träumen. Allegra trainiert Tag und Nacht an der Akademie der Träume, seit sie weiß, dass die Seelen ihrer Eltern noch in der Traumzeit umherirren. Doch wie alle DI-Agenten ist sie in größter Bedrängnis, seit Gegenspieler Mortensen mit seinen Truppen die Träume immer mehr Unschuldiger infiltriert und manipuliert. Während die Armee des perfiden Gegners vor den Toren der Akademie aufmarschiert, steht für Allegra und Arthurs zarte Liebe eine dramatische Bewährungsprobe an. Noch schneller, noch nervenaufreibender: Der finale Band der 'Dreamkeeper'-Reihe rund um die Traum-Agenten. Joyce Winter wurde 1971 in Boston/USA geboren und wuchs in Konstanz am Bodensee auf. Sie studierte Amerikanistik und war 15 Jahre lang als Lektorin in München tätig. Heute lebt sie mit Mann und Zwillingen im Münchner Westen und arbeitet, wenn sie nicht gerade am Schreiben ist, in einer wunderbaren kleinen Buchhandlung. Unter anderem Namen hat Joyce Winter bereits zwei Mysterythriller für Erwachsene veröffentlicht. Dreamkeeper ist ihr erstes Jugendbuch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 17.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864180729
    Verlag: Oetinger Taschenbuch
    Serie: Dreamkeaper .2
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Dreamkeeper

Prolog

Dichter Nebel waberte in kühlen Schwaden über den Boden, hüllte ihre Beine ein. Das Weiß erstreckte sich in alle Richtungen, immer in Bewegung, alles einnehmend, was sich ihm in den Weg stellte. In dieser unermesslich weiten Ebene reihten sich milchig schimmernde Kugeln aneinander, manche ganz klein, manche mit einem Durchmesser von mehreren Metern: Träume, so weit das Auge reichte. Trübes Dämmerlicht warf ein Schattenspiel auf ihre Haut, als verstecke sich eine milchige Sonne knapp unter dem Horizont.

"Bewege deine Hände ganz langsam! Ja, genau so. Träume und ihre Schutzhüllen sind sehr empfindlich. Wenn du mehr Druck ausübst, zerbricht die Membran ..."

Wenn Lehrer etwas beschreiben, klingt es immer ganz einfach, dachte Allegra und stöhnte unterdrückt. Aber die haben auch gefühlt hundert Jahre Vorsprung. Sie hatte ihre Hände ausgestreckt und tastete mit steifen Fingern über die Schutzhülle, die den Traum vor ihr umgab. Wer diesen Traum geträumt hatte, wusste sie nicht - und wollte es auch gar nicht wissen. "Ich. Mach. Ja. Schon!" Bereits seit Stunden, so kam es ihr vor, versuchte sie ganz, ganz vorsichtig, die Schutzhülle einen Spalt weit zu öffnen, ohne das fragile Gebilde zu zerstören. Sie hatten sich Träume herausgesucht, in der sich bestimmt keine träumende Seele mehr befand, weil deren Träumer gerade erwacht war, und doch tat es ihr jedes Mal weh, wenn die Traumhülle zusammenschnurrte wie ein kaputter Luftballon oder in tausend kleine Fetzen zerplatzte und ihr damit zeigte, dass sie schon wieder zu viel Energie verwendet hatte. Auch der Traum, an dem sie gerade arbeitete, wurde in diesem Moment merklich kleiner. Allegra zog ruckartig ihre Hände weg und trat ihrem Lehrer auf den Fuß.

"Hm. Bitte noch etwas sanfter", kommentierte Ruben Corlaeus unbeirrt, während er ihr über die Schulter sah und an dem weißen Bart herumzupfte, der sein Gesicht umrahmte. "Lass es fließen. Stell dir vor, du hältst eine Stimmgabel, keine Laserkanone! Wir haben das doch geübt. Sieh mal!" Er trat neben sie und fuhr mit der Handfläche in einem Abstand von vielleicht zwei Zentimetern an der Traummembran entlang. Sofort glühte sie dort bläulich auf. Wie einfach das bei ihm aussah!

Allegra atmete tief durch, lockerte ihre Schultern und hob dann erneut die Hände, folgte seiner Bewegung, ließ sich von ihm leiten, und da! Da war sie endlich! Eine leuchtende Linie, die sich auf der Traumhülle von oben nach unten zog und ihr zeigte, dass die Membran auf sie reagierte. "Hey", sagte sie überrascht.

Corlaeus lächelte wissend. "Mach weiter", forderte er sie auf, "ganz vorsichtig. Sieh mal hier. Der Traum öffnet sich für dich. Und wenn du unten angekommen bist, dann verschließe den Riss wieder. Am besten legst du die Hände übereinander und bewegst sie in einer Wellenlinie nach oben, als würdest du den Riss wieder zunähen wollen."

Wie gut, dass Ruben Corlaeus hier war, als ihr Beschützer - und als ihr Mentor. Mit seinem weißen Lockenschopf und dem Bart hätte man den Wächter der Akademie Adair auf den ersten Blick für den Weihnachtsmann halten können, doch da hörte die Ähnlichkeit auch schon auf. Allegra hatte noch keinen seiner Wutanfälle erlebt, aber sie hatte von mehreren Mitstudenten gehört, sie seien legendär. Jetzt klang er zum Glück überaus zufrieden.

"Sehr gut, Allegra", sagte er, als Allegra seinen Anweisungen folgte und sich die Membran langsam, ihren Handbewegungen folgend, wieder schloss. "Du hast in den letzten Tagen enorm viel gelernt. Arbeit in der Traumebene ist zur Hälfte Technik und zur Hälfte Vorstellungskraft. Komm, wir gehen zurück. Die Sanduhr ist ohnehin fast durchgelaufen. Du brauchst eine Pause."

Allegra nickte. Kurz stemmte sie die Hände auf die Oberschenkel, ließ den Kopf hängen und atmete tief durch. Sie konnte ihre Füße nicht sehen. Unter ihren Sohlen spürte sie zwar festen Boden, doch der Nebel reichte ihr bis über die Kn

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