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Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1) von Lim, Elizabeth (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.06.2020
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)

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Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1)

Nur für kurze Zeit! Bis zum 15.07. kannst du dir dieses faszinierende, romantische Fantasy-Epos für nur ? 4,99 sichern. Tauche ein in eine ganz besondere Welt - viel Spaß beim Lesen! Eine neue, atmosphärische Fantasy-Welt und eine umwerfende Liebesgeschichte. Mulan trifft auf Project Runway! Maia Tamarin träumt davon, die beste Schneiderin des Reiches zu werden. Sie lernt diese Kunst von ihrem Vater und ist sehr begabt, aber als Mädchen ist ihr die Ausübung dieses Berufes untersagt. Als der Kaiser einen Wettbewerb um den Posten des Hofschneiders ausruft, fasst sie einen gewagten Plan: Verkleidet als Junge reist sie unter dem Namen ihres Bruders an den Hof, um für ihren Traum zu kämpfen. Unter den zwölf Schneidern, die sich bewerben, herrscht hohe Konkurrenz, das Leben am Hof ist von Intrigen bestimmt - und keiner darf Maias Geheimnis erfahren, denn dann erwartet sie der Tod. Doch schon bald zieht sie die Aufmerksamkeit des geheimnisvollen Magiers Edan auf sich: Er scheint ihre Verkleidung zu durchschauen. Und Maia braucht seine Hilfe, um die schier unmögliche letzte Aufgabe des Wettbewerbs zu erfüllen: Sie muss drei magische Kleider für die kaiserliche Prinzessin nähen, die aus Elementen der Sonne, der Sterne und des Mondes gewirkt sind. Zusammen mit Edan begibt sich Maia auf eine gefährliche Reise, die sie fast alles kostet, was ihr lieb und teuer ist ... Ein Wettkampf, eine gefährliche Reise, zauberhafte Kleider - und eine große Liebe. Elizabeth Lim entführt ihre Leserinnen und Leser in eine Welt voller Magie und Abenteuer, die an das alte China erinnert! 'Der gnadenlose Konkurrenzkampf einer Modelshow, kombiniert mit den aufregenden Ereignissen einer epischen Queste - hier wird eine umwerfend abenteuerliche Atmosphäre erschaffen!' The Washington Post 'Was für ein umwerfender Roman! Immer, wenn ich dachte, ich wüsste, was als nächstes kommt, war ich im Irrtum. Eine atemlose Lektüre.' Tamora Pierce, New-York-Times-Bestseller-Autorin Elizabeth Lim wuchs in der Nähe von San Francisco auf und kam schon früh mit Märchen, Mythen und Liedern in Berührung. Nach ihrem Studium an der Juilliard School und am Harvard College arbeitete sie zunächst als Komponistin für Filme und Computerspiele, bevor sie sich an ihren ersten Roman wagte. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in New York.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 18.06.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646931341
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Originaltitel: Spin the Dawn
    Größe: 3753 kBytes
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Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1)

KAPITEL EINS

Ich hatte einmal drei Brüder.

Finlei war der älteste - der mutige. Nichts machte ihm Angst, weder Spinnen noch Nadeln noch eine Tracht Prügel mit Babas Spazierstock. Er war der Schnellste von uns vier Geschwistern, flink genug, um eine Fliege nur mit dem Daumen und einem Fingerhut zu fangen. Doch mit seiner Unerschrockenheit ging die Sehnsucht nach Abenteuern einher. Er verabscheute es, in unserer Werkstatt zu arbeiten, das kostbare Tageslicht mit dem Nähen von Kleidern und Ausbessern von Hemden vergeuden zu müssen. Und er ging achtlos mit der Nadel um, hatte aufgrund kleiner Stichwunden ständig die Finger verpflastert, und seine Nähte waren unregelmäßig. Ich trennte sie immer wieder auf und setzte sie neu, um Finlei vor Babas Standpauken zu bewahren.

Finlei besaß nicht die Geduld, um ein Schneider wie Baba zu werden.

Sendo besaß Geduld, aber nicht fürs Nähen. Mein zweiter Bruder war der Poet in der Familie, und das einzige Spinnen, das er liebte, war das Spinnen von Geschichten, besonders über das Meer. Er erzählte in solch vortrefflichen Einzelheiten von den schönen Gewändern, die Baba nähen konnte, dass alle Damen in der Stadt lautstark danach verlangten - nur um zu erfahren, dass sie gar nicht existierten.

Zur Strafe hieß Baba ihn auf dem Pier hinter unserer Werkstatt Fäden aus den Kokons der Seidenraupen zupfen. Oft stahl ich mich hinaus, um mich zu ihm zu setzen und seinen Geschichten über all das zu lauschen, was hinter diesem endlosen Horizont aus Wasser lag.

"Welche Farbe hat das Meer?", fragte Sendo mich dann.

"Es ist blau, Dummkopf, was sonst?"

"Wie willst du die beste Schneiderin in A'landi werden, wenn du keine Farben unterscheiden kannst?" Sendo schüttelte den Kopf und wies auf das Wasser. "Schau noch einmal hin. Schau in die Tiefe."

"Saphir", sagte ich, während ich die Wellenberge und -täler des Ozeans ins Auge fasste. Das Wasser funkelte. "Saphir, wie die Steine, die Lady Tainak um den Hals trägt. Aber es ist auch ein Hauch von Grün dabei ... Jadegrün. Und die Schaumkronen sind wie Perlen."

Sendo lächelte. "Schon besser." Er legte mir den Arm um die Schultern und zog mich an sich. "Eines Tages werden wir zur See fahren, du und ich. Und du wirst das Blau der ganzen Welt sehen."

Um Sendos willen wurde Blau meine Lieblingsfarbe. Es bemalte jeden Morgen das Weiß meiner Wände, wenn ich mein Fenster öffnete und das Meer im Sonnenlicht glitzern sah. In Saphir- oder Himmelblau. Azurblau. Indigo. Sendo schulte meine Augen darin, die Schattierungen der Farben zu erkennen, sie vom dunkelsten Braun bis zum hellsten Rosa schätzen zu lernen. Zu entdecken, dass Licht etwas tausendfach brechen und zu etwas anderem machen konnte.

Sendos Herz war für die See gemacht, nicht dafür, ein Schneider wie Baba zu werden.

Keton war mein dritter Bruder, und er stand mir vom Alter her am nächsten. Seine Lieder und Witze brachten alle zum Lachen, gleichgültig, in welcher Stimmung wir waren. Er bekam immer Schwierigkeiten, weil er unsere Seide grün statt purpurn färbte, weil er achtlos mit schmutzigen Sandalen auf frisch gestärkte Kleider stieg, weil er vergaß, die Maulbeerbäume zu gießen, und weil er nie ein Garn spann, das fein genug war, dass Baba es zu einem Pullover hätte verstricken können. Geld rann ihm wie Wasser durch die Finger. Aber Baba liebte ihn am meisten - obwohl Keton nicht diszipliniert genug war, um Schneider zu werden.

Dann war da noch ich - Maia. Die folgsame Tochter. Meine früheste Erinnerung ist, dass ich stillvergnügt bei Mama saß, die am Spinnrad arbeitete, und Finlei, Sendo und Keton lauschte, die draußen spielten, während Baba mir beibrachte, Mamas Garn aufzurollen, damit es sich nicht verknotete.

Mein Herz schlug tatsächlich fürs Schneidern: Ich war imstande, mit Nadel und Faden umzugehen, bevor ich gehen, und eine Naht aus perfekten Stichen zu setzen, bevor ich sprechen konnte

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