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Ein Paradies für Pferdefreunde von Haas, Meike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.02.2016
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
2,99 €
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Ein Paradies für Pferdefreunde

Jana kann den ersten Ferientag auf dem Reiterhof kaum erwarten! Endlich sieht sie ihre geliebte Stute Miranda wieder - und Tim, den sie letztes Jahr beinahe geküsst hätte. Doch der Urlaub verläuft ganz anders als geplant. Miranda darf nicht geritten werden und Tim verhält sich seltsam. Liegt das an Moritz, dem neuen Reitschüler? Rosalie dagegen nutzt ihre Reiterferien für einen Imagewechsel: Plötzlich ist sie nicht mehr die Außenseiterin mit Strickpullover, sondern die coole Sally, zu der alle aufschauen! Sie darf das tollste Pferd im Stall reiten und auch der süße Jonas interessiert sich für sie. Doch dann taucht ihr Klassenkamerad Tom auf und alles droht aufzufliegen ... Meike Haas wurde 1970 in Laupheim geboren. Ihre eigene Reiterkarriere fand wegen schlechter Erfahrungen mit einem sehr störrischen Pony nach nur vier Stunden ein frühes Ende. Nach dem Studium in Regensburg, Wien und München arbeitete Meike Haas einige Jahre als Journalistin für verschiedene Zeitungen. Inzwischen lebt sie mit ihrem Freund und ihren zwei Kindern in München und widmet sich ganz dem Schreiben von Büchern. Sonja Kaiblinger wurde 1985 in Krems geboren. Sie hat als Eisverkäuferin, Museumsführerin, Werbetexterin, Nachtwächterin, Flughafen-Mitarbeiterin und Werbespot-Darstellerin gearbeitet, bevor sie als Lehrerin ihre Brötchen verdiente. In jeder freien Minute brachte sie die Geschichten zu Papier, die ihr im Kopf herumspuken, bis sie den Sprung ins Dasein als freie Autorin wagte. Sie lebt zusammen mit ihrem Freund in Wien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 15.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732006038
    Verlag: Loewe Verlag
    Größe: 1236 kBytes
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Ein Paradies für Pferdefreunde

Flucht in den Stall

Im Gegensatz zu meiner Papageien-Mutter erinnert mich meine Schwester Ida an eine Katze.

Im Gegensatz zu mir träumt sie nie. Sie liegt immer irgendwie auf der Lauer. Nur dass sie nicht auf eine Maus wartet, sondern auf eine Ungerechtigkeit. Und wenn sie die dann endlich entdeckt hat, fängt sie an zu schreien. "Gemein! Jana hat zwei Gummibärchen mehr bekommen als ich!" oder etwas ähnlich Wichtiges. Dabei kneift sie ihre grünen Katzenaugen zu ganz kleinen Schlitzen zusammen und stellt ihr rotbraunes Fell auf. So kommt es mir jedenfalls vor. Vermutlich liegt es nur daran, dass sie sich so selten kämmt und ihre Haare in alle Richtungen stehen.

Wenn sich Ida kämmen würde, hätten wir vielleicht ein bisschen Ähnlichkeit miteinander.

Äußerlich.

Darauf lege ich großen Wert. Innerlich ist natürlich kein bisschen Ähnlichkeit mit diesem kleinen Biest vorhanden. Sie ist vier Jahre jünger als ich, also 9. Mit ihr zusammen in einem Haus zu leben, ist ein weiterer Grund, sich in Träume zu flüchten. Erst recht: mit ihr in einem Auto zu fahren. Und das mussten wir ja jetzt wohl oder übel die nächsten zwei Stunden tun.

Mein Vater steckte den Schlüssel ins Zündschloss. Er erinnert mich übrigens auch an ein Tier. An einen Hund. Genauer gesagt: an einen großen gutmütigen Berner Sennenhund, der alles mit seinen freundlichen Augen beobachtet und alle zwei Tage einmal bellt, beziehungsweise etwas sagt. Jetzt war es: "Sind alle angeschnallt?"

"Jaa!", rief Ida ungeduldig.

Ich schwieg. Ich finde, mit 13 muss man auf solche Fragen nicht mehr antworten. Außerdem war das Anschnallen für mich schlichtweg unmöglich, schließlich war ich komplett eingequetscht von meinem Koffer (der lag auf meinem Schoß, weil ich angeblich so lange gebraucht hatte, dass Papa nicht mit dem Kofferraum-Packen warten konnte) und Idas neun Haupt-Kuscheltieren (warum sie die mitnehmen durfte, ist mir ein Rätsel, wahrscheinlich war Mama froh, dass nicht auch noch die 23 Neben-Kuscheltiere mitmussten). Am Rücken drückte das neue Shirt, das ich mir als Knäuel unters T-Shirt geschoben hatte, und in die Seite stach mein Schmuckkästchen, das ich mir in den Hosenbund gesteckt hatte. Nach Idas "Ungerecht!"-Schrei war Mama nämlich in mein Zimmer gestürmt und hatte aus meinem Koffer geräumt, was ihrer Meinung nach nicht hineingehörte. (Zum Glück ohne das geheime Shirt zu bemerken!)

Ich ruckelte mit dem Po herum, bis ich einigermaßen bequem saß, schaute aus dem Fenster und dann durchströmte mich wie jedes Jahr die Vorfreude.

Eine Woche lang würde ich mein Lieblingspferd Miranda jeden einzelnen Tag sehen. Ich freute mich auf alles: darauf, in den Stall zu gehen und ihr leises Wiehern zu hören. In ihre Box zu kommen und ihren Kopf an meiner Schulter zu spüren, mit meinen Fingern durch ihre Mähne zu streifen und ihr irgendwelchen freundlichen Quatsch ins Ohr zu säuseln. Am meisten freute ich mich natürlich aufs Reiten und am allermeisten auf die Ausritte. Ob wir jeden Tag ins Gelände gehen würden? Wohin sollten wir reiten? Lulu, Tim und ... Hoppla.

Beim Gedanken an Tim wurde mir klar, dass ich gar keine Zeit hatte, über mögliche Ausritts-Ziele nachzudenken. Ich musste erst mal etwas anderes planen. Das Wiedersehen.

Das Wichtigste war, dass ich zuerst Lulu traf und dann Tim. Hoffentlich war sie schon da, wenn wir ankamen! Dann wäre eigentlich alles ganz einfach. Ich würde mich mit Lulu in ihr Matratzenlager verziehen und dort alles genau besprechen.

Die Ferienwohnungen auf dem Reiterhof Staudacher sind nämlich super gemütlich. Sie sind alle drei nebeneinander in einen alten Pferdestall hineingebaut, wie klitzekleine Reihenhäuser. Und weil der alte Stall so niedrig war, sind die Kinderzimmer nur Matratzenlager unter der Dachschräge. Man muss aus der Wohnküche eine Leiter hinaufklettern und dann kann man oben einen Vorhang zuziehen. In diese Dachs

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