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Ein Sommer ohne uns von Both, Sabine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.02.2016
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
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Ein Sommer ohne uns

Eine große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue. Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben. Aber ein Gedanke lässt Verena - mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium - nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage. Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar. Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden? Mit ihrer ganz eigenen, poetischen Sprache wendet sich Sabine Both den Themen offene Beziehung, Fremdgehen und Treuebruch zu, das viele Jugendliche bewegt, und lässt es ihre Protagonisten durchleben. Sie schildert, wie vorsichtig man in einer Beziehung mit Vertrauen und den Gefühlen des Partners umgehen sollte, ohne pädagogisch belehrend daherzukommen. Eine unterhaltsame, besondere Liebesgeschichte mit Tiefgang. Bestsellerautorin Sabine Both lebt mit ihren Kindern in der Nähe von Neuss. Mit dem Schreiben von berührenden Romanen hat sie ihren absoluten Traumberuf gefunden. Unter dem Pseudonym Franziska Moll erschienen bereits Was ich dich träumen lasse und Egal wohin. Auch in ihrem neuen Buch geht es um die Spielarten der Liebe und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 15.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732004195
    Verlag: Loewe Verlag
    Größe: 1408 kBytes
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Ein Sommer ohne uns

Verena schaut gegen die Sonne zur Terrassentür, legt die Hand schützend über die Augen.

Inge balanciert die Torte. Wie immer mit Zuckerguss überzogen: halb rosa, halb hellblau. Auf der einen Hälfte Herzen aus weißer Schokolade, auf der anderen aus Vollmilch. Dreizehn Kerzen, die Flammen sind im Sonnenschein unsichtbar.

"Pustet ihr zusammen aus?"

Auch nach dreizehn Jahren wünscht sich Inge, dass Verena und Rollo etwas gemeinsam tun. Sich wie Zwillinge benehmen. Zusammenhalten, durch dick und dünn gehen. Wissen, was der andere denkt. Spüren, wie es dem anderen geht.

Verena würde ihr den Gefallen gerne tun. Aber Rollo lacht nur.

"Bis Verena Luft geholt hat, hab ich schon einen Großbrand gelöscht", sagt er.

Dann also wie immer. Verena gibt Rollo einen Stoß. Er hat nicht damit gerechnet, schwankt zur Seite, prallt gegen den Tisch, jault auf. Verena beugt sich über den Kuchen und pustet. Acht schafft sie auf Anhieb. Gleich wird Rollo ihr in die Quere kommen. Sie schnappt nach Atem, der wegbleibt. Sie wird es nicht schaffen. Da kommt unerwartete Hilfe von der Seite. Tom macht Wind für drei. Die letzten fünf Flammen erlöschen, bevor Rollo der Torte nahe kommt. Dafür ist Tom nahe. Sie sieht sein Gesicht durch den Rauch, der von den Dochten aufsteigt.

"Jetzt darf sich nur Verena was wünschen", verkündet Tom.

Verena wünscht sich etwas. Sie muss nicht nachdenken, es wünscht sich von alleine.

Rollo stößt Verena zur Seite, beugt sich über die Torte, als wollte er sie mit einem Bissen verschlingen. Zieht aber nur die Kerzen heraus und verwendet sie eine nach der anderen als Wurfgeschoss. Sie landen in den Azaleen. Rollo ist ein schlechter Verlierer. Immer schon gewesen. Und weil das alle wissen, bleibt sein Verhalten unkommentiert.

"Was wünschst du dir?" Hannes legt Verena den Arm um die Schulter. Auch wenn er nur der Nachbar ist, gehört er zur Familie. So fühlt es sich für Verena an. Hannes und Sigrid und Tom. Weil sie schon so gut wie immer da waren.

Verena weiß noch, wie sie Tom das erste Mal gesehen hat. Sie muss drei gewesen sein, als Hannes und Sigrid die Doppelhaushälfte gekauft haben. Tom auf seinem roten Fahrrad mit der Piratenflagge ist die erste Erinnerung, die Verena aus ihrem Leben vor Augen hat. Tom, der schon Fahrrad fahren konnte. Tom, der auf sie zuraste, vor ihr bremste und lächelte. Tom, von dem Verena sofort wusste, dass sie ihn mögen würde.

Weil Verena immer noch nicht geantwortet hat, ruft Bernd: "Sie wünscht sich, dass die Pubertät an uns allen glimpflich vorübergeht!"

"Dass sie sich nie wieder mit ihrem Bruder streitet", sagt Inge.

"Dass sie diese Bombenfigur behält", sagt Sigrid.

Verena sagt: "Ich lass mir doch nicht von euch meinen Wunsch vorsagen. Außerdem geht der keinen was an. Er geht nur in Erfüllung, wenn man ihn nicht verrät."

Die Erwachsenen prosten mit Sekt, die Kinder mit Apfelschorle. Inge verteilt Kuchenstücke. Rollo bekommt als Erster, damit er besänftigt ist. Essen zieht bei ihm immer. Dass er genauso alt ist wie Verena, ist schwer zu glauben. Auch wenn er größer ist als sie.

Geschenke wandern um den Tisch. Rollo reißt sofort auf, was er in die Finger bekommt. Von Bernd und Inge eine Jahreskarte fürs Stadion. Von Sigrid und Hannes ein Trikot seiner Lieblingsmannschaft. Von Tom ein Furzkissen. Jeder muss sich draufsetzen. Jedes Mal wird gelacht, als wäre es das erste Mal.

Tom ist nur zwei Monate älter. Auch Tom hat Mist im Kopf. Aber trotzdem ist er anders. Verena sieht es seit ein paar Wochen. Etwas an ihm hat sich verändert. Eher innen als außen. Es ist sein Blick. Und was er manchmal sagt. Tom war immer schon klug. Konnte immer beides. Im Schlamm catchen mit Rollo und über Filme reden mit Verena. Aber in letzter Zeit ist da in seinen Augen etwas Neues. Etwas, das Verena verlegen macht.

Tom ist an der Reihe. Zwischen ihm und Verena sit

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