text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Eine für vier von Brashares, Ann (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.06.2015
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Eine für vier

Es ist ein Sommer wie kein anderer. Carmen, Bridget, Lena und Tibby werden süße 16 und zum ersten Mal trennen sich ihre Wege. Um in Kontakt zu bleiben, schicken sie eine Jeans auf Reisen - von einer zur anderen, um die halbe Welt, in einer Zeit, in der sich alles verändert und die vier ganz unterschiedliche Erfahrungen machen mit Liebe, Verlust, Trauer und Freundschaft. Ann Brashares wuchs mit drei Brüdern in der Nähe von Washington D.C. auf. Sie studierte Philosophie an der Columbia University in New York, unterbrach jedoch das Studium aus finanziellen Gründen und begann, in einem großen amerikanischen Verlag zu arbeiten. Die Arbeit dort gefiel ihr so gut, dass sie nicht mehr an die Uni zurückging und stattdessen einige Jahre als Lektorin tätig war. Seit 2000 widmet sich Ann Brashares ganz dem Schreiben - ihre Serie "Eine Jeans für vier" über vier Freundinnen um die 16 ist weltweit ein durchschlagender Erfolg. Ihr erstes Buch für Erwachsene, "Unser letzter Sommer", war ein New-York-Times Bestseller in den USA. Brashares lebt mit ihrem Mann, dem Porträtmaler Jacob Collins, und ihren drei Kindern in Brooklyn, New York.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 30.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641180706
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Serie: Eine für vier Bd.1
    Originaltitel: The Sisterhood of the Traveling Pants
    Größe: 1247 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Eine für vier

Nicht jeder Verirrte verliert sich.

J. R. R. Tolkien
PROLOG

E s war einmal eine Hose. Und zwar eine von der absolut perfekten, unentbehrlichen Sorte - Jeans, das ist ja klar. Sie war blau, aber nicht dieses steife, neue Blau, das man am ersten Schultag so oft zu sehen kriegt. Es war ein sanftes, schillerndes Blau, an den Knien und am Hosenboden noch ein bisschen zusätzlich ausgebleicht und mit kleinen weißen Wellen an den Aufschlägen.

Sie hatte vor uns ein gutes Leben gehabt. Das merkte man sofort. Ich schätze, ein Secondhandladen ist in mancher Hinsicht so ähnlich wie ein Tierheim. Was man dort bekommt, hängt sehr vom vorigen Besitzer ab. Unsere Hose war kein neurotisches kleines Hündchen, das von seinem Herrchen allein gelassen wurde und sich von morgens bis abends heiser bellte. Sie war eher so wie der ausgewachsene Hund, dessen Familie ihn liebte, jetzt aber in ein Mietshaus umziehen musste oder vielleicht nach Korea (das ist doch Korea, oder?), wo die Leute manchmal Hunde essen.

Ich konnte auf Anhieb erkennen, dass die JEANS nicht durch eine Tragödie in unser Leben getreten war. Sie hatte nur eine von diesen Veränderungen im Leben durchgemacht, die zwar schmerzlich sind, aber in regelmäßigen Abständen auftreten. So ist nun mal der Lauf der Hosen.

Es war eine edle Jeans, aber sie war unauffällig. Man konnte sie mit einem flüchtigen Blick streifen und einfach nur denken:"Okay, eine Hose." Oder man konnte stehen bleiben und sich diese wunderbare Kombination aus Farben und Säumen genauer ansehen. Die Jeans drängt sich niemandem auf und ist nicht darauf aus, bewundert zu werden. Sie ist glücklich und zufrieden damit, ihrer grundlegenden Aufgabe nachzukommen, nämlich deinen Hintern zu bedecken, ohne dass er dicker aussieht, als er ohnehin schon ist.

Ich hab sie in einem Vorort von Georgetown gekauft, in einem Secondhandladen, der zwischen einem Geschäft liegt, in dem Wasser verkauft wird (ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist, aber ich krieg das zu Hause kostenlos), und einem Bio-Laden, der Yes! heißt. Wenn eine von uns Yes! erwähnt (und wir flechten das bei jeder passenden Gelegenheit ein), schreien wir jedes Mal alle aus vollem Hals: Yes!

Ich war mit Lena, ihrer jüngeren Schwester Effie und ihrer Mutter unterwegs. Effie wollte sich ein Kleid für den Schulball kaufen. Und Effie ist nicht der Typ, der sich bei Bloomingdales einen roten Fummel mit Spagettiträgern kauft, so wie alle anderen das machen. Für sie muss es was Ausgefallenes sein.

Hauptsächlich hab ich die Jeans deshalb gekauft, weil Lenas Mutter solche Secondhandläden nicht ausstehen kann. Sie sagt, gebrauchte Kleidung ist nur was für arme Leute. "Ich glaube, das ist schmutzig, Effie", sagte sie jedes Mal, wenn Effie irgendetwas vom Kleiderbügel nahm. Insgeheim war ich derselben Ansicht wie Mrs Kaligaris und dafür schämte ich mich ein wenig. Ehrlich gesagt sehnte ich mich nach der blitzblanken Seelenlosigkeit der Kaufhäuser, aber irgendwas musste ich ja kaufen. Die Jeans lag, säuberlich zusammengelegt, in aller Unschuld in einem Regal neben der Kasse. Ich sagte mir, dass man sie vielleicht doch gewaschen hatte. Außerdem kostete sie nur drei Dollar neunundvierzig inklusive Mehrwertsteuer. Ich hab sie noch nicht mal anprobiert, daran könnt ihr schon merken, dass ich nicht ernsthaft vorhatte, sie wirklich zu besitzen. Mein Hintern stellt nämlich sehr spezielle Ansprüche an Hosen.

Effie suchte sich

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen