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ELFENKRONE Die Elfenkronen-Reihe 01 von Black, Holly (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.11.2018
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
11,99 €
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ELFENKRONE

Sie sind schön wie das Feuer und gnadenlos wie Schwerter - bis ein Mädchen ihnen Einhalt gebietet ... "Natürlich möchte ich wie sie sein. Sie sind unsterblich. Cardan ist der Schönste von allen. Und ich hasse ihn mehr als den Rest.Ich hasse ihn so sehr, dass ich manchmal kaum Luft bekomme, wenn ich ihn ansehe..." Jude ist sieben, als ihre Eltern ermordet werden und sie gemeinsam mit ihren Schwestern an den Hof des Elfenkönigs verschleppt wird. Zehn Jahre später hat Jude nur ein Ziel vor Augen: dazuzugehören, um jeden Preis. Doch die meisten Elfen verachten Sterbliche wie sie. Ihr erbittertster Widersacher: Prinz Cardan, der jüngste und unberechenbarste Sohn des Elfenkönigs. Doch gerade ihm muss Jude die Stirn bieten, wenn sie am Hof überleben will ... Holly Black lebt mit ihrem Mann in Massachusetts. Seit sie 2002 den Roman "Elfentochter" veröffentlichte, der von der American Library Association als "Best Book for Young Adults" ausgezeichnet wurde, lebt sie als freischaffende Autorin. Zusammen mit dem Illustrator Tony DiTerlizzi ersann und schrieb sie die Bestseller-Kinderbuchreihe "Die Spiderwick-Geheimnisse". Holly Black schlägt die internationale Presse und ein riesiges Fanpublikum mit jedem neuen Roman in ihren Bann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 19.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641227302
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Serie: Elfenkrone .1
    Originaltitel: Folk of the Air #1 - The Cruel Prince
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ELFENKRONE

P ROLOG

A n einem verschlafenen Sonntagnachmittag stand ein Mann in einem langen dunklen Mantel vor einem Haus in einer von Bäumen gesäumten Straße. Er hatte kein Auto geparkt und war auch nicht mit dem Taxi gekommen. Kein Nachbar hatte beobachtet, wie er über den Bürgersteig gegangen war. Er war einfach aufgetaucht, als wäre er zwischen zwei Schatten getreten.

Der Mann ging zur Tür, hob die Faust und klopfte.

Drinnen saß Jude auf dem Teppich im Wohnzimmer und aß matschige Fischstäbchen aus der Mikrowelle, die sie durch einen Klecks Ketchup zog. Ihre Zwillingsschwester Taryn, die mit dem Daumen im Mund auf dem Sofa döste, hatte die Decke um sich geschlungen. Ihre Lippen waren rot vom Fruchtpunsch. In der anderen Sofaecke fixierte ihre ältere Schwester Vivienne mit ihren unheimlichen längs geteilten Pupillen den Fernseher, in dem eine Zeichentrickmaus vor einer Zeichentrickkatze davonflitzte. Vivi lachte, weil die Katze die Maus im nächsten Moment fressen würde.

Sie entsprach nicht dem üblichen Bild einer großen Schwester, doch da die siebenjährigen Zwillinge sich mit ihren verwuschelten braunen Haaren und herzförmigen Gesichtern glichen wie ein Ei dem anderen, waren sie ebenso wenig normal. Für Jude waren Vivis Augen und die mit hellem Fell besetzten spitzen Ohren nicht fremder als sie selbst, die sie das Spiegelbild eines anderen Mädchens war.

Und wenn sie manchmal merkte, dass die Nachbarskinder Vivi aus dem Weg gingen oder ihre eigenen Eltern leise und besorgt über sie sprachen, maß Jude dem keine Bedeutung zu. Erwachsene machten sich andauernd Sorgen und flüsterten miteinander.

Taryn reckte sich gähnend und schmiegte die Wange an Vivis Knie.

Draußen schien die Sonne sengend auf die asphaltierten Einfahrten. Rasenmäher surrten und Kinder planschten in den Swimmingpools hinter den Häusern. Dad war im Anbau, wo er eine Schmiede eingerichtet hatte, und Mom briet in der Küche Hamburger. Langweilig, das alles. Und gut.

Als es klopfte, sprang Jude auf und ging zur Tür, da sie hoffte, es wäre vielleicht ein Mädchen von der anderen Straßenseite, das mit ihr Videospiele spielen oder sie zum Schwimmen nach dem Abendessen einladen wollte.

Der große Mann stand auf der Fußmatte und blickte von oben böse auf Jude herab. Obwohl es so heiß war, trug er einen braunen Ledermantel. Seine Schuhe waren silbern beschlagen und klirrten laut und hohl, als er über die Schwelle trat. Jude sah in sein Gesicht, das nun im Schatten lag, und erschauerte.

"Mom!", rief sie. "Mooooooom! Hier ist jemand."

Ihre Mutter kam aus der Küche und wischte sich die nassen Hände an der Jeans ab. Als sie den Mann sah, wurde sie blass. "Geh in dein Zimmer", befahl sie Jude in einem Tonfall, der ihr Angst machte. "Sofort!"

"Wessen Kind ist das?", fragte der Mann und zeigte auf sie. Er hatte einen komischen Akzent. "Deins? Seins?"

"Niemandes." Mom schaute nicht einmal in Judes Richtung. "Sie ist niemandes Kind."

Das stimmte nicht. Die Zwillinge sahen ihrem Vater sehr ähnlich, das sagte jeder. Jude ging zur Treppe, doch sie wollte nicht allein in ihrem Zimmer sein. Vivi , dachte sie. Vivi weiß bestimmt, wer der große Mann ist. Vivi weiß, was wir tun sollen.

Aber irgendwie konnte Jude sich nicht dazu durchringen weiterzugehen.

"Ich habe schon viele ungeheuerliche Dinge gesehen", sagte der Mann. "Ich habe die Eichel vor dem Baum gesehen. Und den Funken vor dem Feuer. Aber eins habe ich noch nie gesehen: eine tote Frau, die lebt. Ein Kind, das aus dem Nichts geboren ist."

Mom war offenbar sprachlos, vor Anspannung zitterte sie am ganzen Körper. Jude wollte ihre Hand nehmen und drücken, doch sie traute sich nicht.

"Ich habe Balekin nicht geglaubt, als er behauptete, ich würde dich hier finden", sagte der Mann in sanfterem Ton. "Die Knochen einer irdischen

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