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Emotion Das Zeichen der Auserwählten von Alonso, Ana (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.01.2013
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Emotion

Nachdem Jana und Alex das Buch der Schöpfung gelesen haben, sind die Grenzen des Totenreichs verschoben und die Zahl derjenigen, die versuchen, den Lebenden die Magie zu entreißen, steigt. Einzig Jana und Alex könnten die entfesselten Kräfte jetzt noch aufhalten. Doch dafür müssen sie sich erneut trennen - ohne zu wissen, ob sie sich je wiedersehen werden.

Ana Alonso arbeitet als Schriftstellerin und Übersetzerin. Ihr Mann Javier Pelegrín ist Lehrer für spanische Sprache und Literatur. Gemeinsam haben sie bereits mehrere in Spanien hoch erfolgreiche Jugendbücher geschrieben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 15.01.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401802015
    Verlag: Arena Verlag
    Serie: Jana und Alex Bd.3
    Originaltitel: Resurrección
    Größe: 2996 kBytes
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Emotion

Kapitel 1

"Wieso sind die Bäume eigentlich schon so gelb?", sagte Jana, den Blick versonnen auf das Buchenwäldchen hinter dem Rugbyplatz der Schule gerichtet. "Es ist doch erst Mitte September, der Herbst hat noch nicht mal angefangen."

"Die Zeit vergeht eben immer schneller", erwiderte Alex lächelnd. "Oder zumindest kommt es mir so vor."

Sie durchquerten den hinteren Teil der Grünanlage von Los Olmos und waren gerade am Lehrerparkplatz vorbeigekommen. Dort standen nur drei Autos. Alex erinnerte sich, dass er früher immer überfüllt gewesen war; teilweise hatten die Lehrer ihre Fahrzeuge außerhalb des Schulgeländes abgestellt, weil sie keinen freien Platz gefunden hatten. Aber auch das hatte sich offensichtlich geändert.

Die Schulleitung hatte ein halbes Dutzend Lehrer entlassen. Da es zu Beginn des neuen Schuljahrs nur wenige Anmeldungen gegeben hatte, konnte man nicht mehr das gesamte Kollegium bezahlen. So lautete zumindest die offizielle Erklärung.

"Was meinst du, was die neue Rektorin von uns will?", fragte Jana. "David hatte sie letztes Jahr in Geschichte. Als Lehrerin ist sie anscheinend nicht schlecht, aber sie soll ziemlich streng sein."

"Bestimmt will sie uns gratulieren", antwortete Alex spöttisch. "Wie jeder weiß, sind wir ein super Team."

Jana blieb auf dem weißen Kiesweg stehen und sah ihren Freund an. "Bitte fang du jetzt nicht auch noch an. Mir reichen schon die blöden Sprüche meines Bruders. Was wir in Venedig geschafft haben, war ein echtes Wunder. Wie hätten wir damals ahnen sollen, was das für Folgen hat? Außerdem hat Argo uns keine Wahl gelassen."

"Man hat immer eine Wahl." Alex, der kurz neben Jana stehen geblieben war, setzte sich wieder in Bewegung. Er ging mit gesenktem Kopf und starrte so aufmerksam auf den Boden, als hoffte er, zwischen den Kieselsteinen eine Goldmünze zu finden. "Aber egal, jetzt kann man sowieso nichts mehr ändern. Weißt du, was ich am liebsten gemacht hätte?" Er sah Jana in die Augen. "Am liebsten wäre ich in dem Haus am Strand geblieben, mit dir, meiner Mutter und Laura. Ich wollte überhaupt nicht zurück. Ich hasse diesen Ort. Hätte ich meine Mutter doch nur überreden können, mich auf eine andere Schule zu schicken."

"Rektorin Lynn hätte sich sicher gefreut", erwiderte Jana ironisch. "David meint, man gibt uns die Schuld daran, dass so viele Schüler wegbleiben."

"Dir und mir?" Alex verzog ungläubig den Mund.

"Ja, uns beiden. Alle haben Angst vor uns. Überleg doch mal, wie es war, als wir aus Venedig zurückkamen. Wir sind ja praktisch auf einer Wolke aus Magie geschwebt. So was ist den Leuten unheimlich."

"Sogar den Medu?"

"Ganz besonders den Medu. Für viele bist du noch immer ein Feind. Sie geben dir die Schuld daran, dass wir fast alle unsere magischen Fähigkeiten verloren haben. Und mir misstrauen sie genauso, weil ich mit dir zusammen bin."

"Aber sie wissen doch überhaupt nicht, was passiert ist. Sie reimen sich irgendwas zusammen, dabei haben sie eigentlich keine Ahnung."

"Da irrst du dich. Sie wissen genau, dass wir das Buch der Schöpfung gelesen haben und deswegen eine Zeit lang sehr mächtig waren. Sie wissen, dass danach nichts mehr so war wie vorher. Und dass vieles schlimmer geworden ist."

Alex schüttelte den Kopf, ohne Jana anzusehen. "Das können sie uns nicht in die Schuhe schieben. Wir wissen ja selbst nicht mal sicher, ob es einen Zusammenhang gibt."

"Ach komm, Alex. Natürlich gibt es einen Zusammenhang", seufzte Jana matt, als hätte ihre Stimme den melodiösen und lebhaften Klang von früher verloren. "Wir sind schuld, dass alles schlimmer geworden ist. Die Leute haben Angst, was ehrlich gesagt kein Wunder ist. Sogar ich habe Angst vor den Geistern. Wer hätte gedacht, dass das, was wir getan haben, die Grenze zwischen Leben und Tod dermaßen verändern würde?"

"Dann sind aber nicht wir schuld, sondern eure bescheu

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