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Engelsträne Die Arena Thriller von Berger, Tamina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.02.2014
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)

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Engelsträne

Ida wollte es dieses Jahr im Internat ruhig angehen lassen. Aber seit ihre Freundin Jassi sie zur Theater-AG überredet hat, muss sie nicht nur mitansehen, wie Luisa mit ihrem Schwarm Lukas flirtet. Sie soll auch noch das Schul-Theaterstück schreiben! Als Ida bei ihren Recherchen schließlich auf die Story zweier verschwundener Internatsschülerinnen stößt, gerät sie plötzlich in Lebensgefahr.

Tamina Berger, geboren 1969, hat das Schreiben schon früh für sich entdeckt - schon immer schlug ihr Herz besonders für Krimis und Thriller. Neben dem Schriftstellerdasein arbeitet sie in einem Wohnprojekt mit Jugendlichen und lebt mit ihrer Familie in Niederösterreich. Foto © Günther Berger

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 264
    Erscheinungsdatum: 11.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401803388
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 3394 kBytes
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Engelsträne

Kapitel 1

I da, büüüüüüte!" Jassi klimperte mit den Wimpern und zog einen Schmollmund, dass ich lachen musste.

"Okay, okay!", rief ich. "Also gut. Aber ich frage mich echt, was ich in diesem Theaterworkshop soll. Ich kann ja nicht mal lügen, ohne rot zu werden."

Jassi hüpfte vor Begeisterung vom Bett und klatschte in die Hände. "Egal. Du musst ja nicht spielen. Es gibt auch noch Requisite, Technik, Kostüme, Maskenbildner ..."

"Maske? Superidee, ich bekomm nicht einmal einen geraden Lidstrich hin."

Jassis Begeisterung blieb ungetrübt. "Dann schreibst du halt. Genau. Du schreibst die Dialoge oder gleich das ganze Stück. Du wirst sehen, das wird total cool!"

"Schreiben? Na, ich weiß nicht." Ich kaute auf meiner Unterlippe herum. Schreiben war zwar meine absolute Leidenschaft - aber bisher reines Privatvergnügen für die berühmte, von Spinnweben umrankte Schreibtischschublade. Auf keinen Fall für ... die Allgemeinheit. Das wäre ja so, als würde ich Herz und Hirn gleichzeitig für jedermann offenlegen. Auf diesen Seelenexhibitionismus konnte ich gern verzichten.

"Warum denn nicht? Die Hälfte deiner Freizeit kritzelst du ohnehin irgendwelche Ideen in dein Notizbuch und deine Texte sind der Oberhammer."

Wenn davon eines stimmte, dann dass Jassi mein größter Fan war. Ich schrieb zwar schon, seit ich alle Buchstaben kannte, kleine Geschichten. Aber gleich ein ganzes Theaterstück? Das traute ich mir echt nicht zu.

"Hey, wir finden schon was, was du machen kannst", versuchte Jassi, mich weiter zu überzeugen.

Ich war immer noch skeptisch, aber nicht mehr ganz so abgeneigt wie vorher. Vielleicht sollte ich es einfach versuchen. Requisite oder Souffleuse wäre etwas, das ich machen könnte, ohne auf der Bühne zu stehen. Seit Marlies vor zwei Jahren an unsere Schule gekommen und im Internat Betreuerin geworden war, bot sie Theaterworkshops an - und jedes Jahr nahm die Teilnehmerzahl zu. Letztes Schuljahr kam noch Raul hinzu, der sie seitdem tatkräftig unterstützte. Die zwei bisherigen Aufführungen waren richtig toll gewesen. Alles hatten die Internatsschüler selber gemacht - von den Kostümen bis zu den Bühnenbildern.

Nun bekniete Jassi mich schon seit einer Woche, dass ich mich für den Theaterworkshop anmelden sollte. Jetzt hatte sie mich so weit. Warum ließ ich mich von ihr immer zu Sachen überreden, die gar nicht mein Ding waren? Weil sie deine beste Freundin ist, beantwortete ich mir meine eigene Frage.

"Jetzt guck doch nicht so", sagte sie. "Ist halt einfach mal was anderes." Dann stellte sie sich in Pose und setzte einen ernsten Gesichtsausdruck auf. Das allein war schon echte Schauspielleistung. "Wir müssen unseren Horizont erweitern", sprach sie mit erhobenem Zeigefinger und ahmte dabei Kasparek, unseren Deutschlehrer, bis hin zum leichten Lispeln so perfekt nach, dass ich einen Lachkrampf bekam.

"Ist ja gut", kicherte ich. "Von wegen Horizont erweitern. Du willst nur dahin, weil Marc auch mitmacht."

Marc war Jassis absoluter Traumtyp. Leider hatte er sie bisher noch nicht wirklich beachtet. Sie hoffte, er würde sie im Workshop endlich bemerken.

Ich sah es schon vor mir. Entweder würden sie und Marc ein Paar werden, dann wäre ich das fünfte Rad am Wagen. Oder er hatte kein Interesse an ihr, dann würde ich sie für den Rest des Schuljahres trösten müssen. Meine Aussichten waren demnach so oder so alles andere als rosig. Ich bereute schon jetzt, dass ich mich zum Theaterworkshop hatte breitschlagen lassen. Was tat man nicht alles für die beste Freundin?

Jassi grinste und zuckte mit den Schultern. "Er sieht aber auch einfach sooo gut aus, gib es zu. Außerdem hat er die schönsten braunen Augen, die ich kenne, und ..."

Ich winkte ab. "Jaja, und das schwärzeste Haar und die sportlichste Figur ... ich weiß. Das hast du mir nur ungefähr an die hundert Mal erzählt ... heute. Und gestern und vorges

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