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Even Closer. Schicksalsnacht Band 6 von Sara, Pia (eBook)

  • Verlag: Oetinger34
eBook (ePUB)
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Even Closer. Schicksalsnacht

Während eines gemeinsamen Camping-Ausflugs an die Ostsee platzt die große Bombe und Feli gesteht Lucy alles. Danach ist nichts mehr wie es war - die WG droht auseinanderzufallen. Während Lucy verbissen für die Monday Night Performance an der Stage School trainiert, zieht Feli ihre Konsequenzen und trifft eine folgenschwere Entscheidung. Featured by Sara Bow, einer der erfolgreichsten Bloggerinnen und Youtuberinnen Deutschlands, und in Kooperation mit der Stage School Hamburg. Feli & Lucy: Zwei Perspektiven, zwei Geschichten, die untrennbar miteinander verwoben sind. Das große Finale der knisternden E-Book-only-Reihe! Tine Körner wurde 1984 als zweites von vier Kindern geboren und wuchs in der Nähe von Karlsruhe auf. Nach dem Abitur zog sie 2003 nach Köln und machte dort eine Ausbildung zur Kauffrau für audiovisuelle Medien bei einer großen TV-Produktionsfirma. Sie arbeitete in der Produktion und Redaktion verschiedener TV-Shows und konnte so endlich Thomas Gottschalk für die langen Samstagabende ihrer Kindheit danken. Nach einigen Monaten in Italien studierte sie Romanistik sowie Deutsche Sprache und Literatur in Hamburg und Venedig. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie heute zwischen Kuhweiden und Apfelplantagen in einem kleinen Ort vor den Toren Hamburgs. Dass sie einmal Bücher schreiben möchte, wusste sie seit dem Tag, an dem sie das erste Mal ein Buch aus der Dorfbücherei ausleihen durfte. Das erhabene Gefühl, mit diesem Buch eine ganze Welt in den Händen zu halten, hat sie nie vergessen. Pia Sara wurde 1996 in Nürnberg geboren. 2014 erlangte sie die allgemeine Hochschulreife. Im Moment studiert sie an der Universität Regensburg Anglistik (englische Literatur und Kulturwissenschaft) im ersten Semester. Richtig glücklich ist sie, wenn sie als Backpacker mit ihrer Schwester durch einsame Gegenden wandert und für Tage keinen anderen Menschen sieht. Dabei hat sie immer einen Stift und ein Notizbuch, damit sie einzelne Verse aufschreiben kann, die ihr durch den Kopf gehen. Außerdem liebt sie Musik, die sie immer wieder zum Schreiben inspiriert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 120
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959270274
    Verlag: Oetinger34
    Größe: 3462 kBytes
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Even Closer. Schicksalsnacht

Feli

Endlich haben wir das Ende der Baustelle erreicht. Ben drückt das Gaspedal durch und zieht haarscharf an einem Wohnmobil vorbei auf die linke Spur. Ich schaue aus dem Fenster und sehe, wie der Fahrer ärgerlich seine Hand hebt und flucht. Auch Ben wirkt genervt.

"Drei Stunden für zweihundert Kilometer", stöhnt er und fährt sich mit der Hand durch die Haare, bevor er in den sechsten Gang schaltet und das Radio lauter dreht. Mit meiner Reisetasche auf dem Schoß sitze ich zwischen Klara und Lucy eingeklemmt in der Mitte des edlen Mercedes, den Bens Vater uns geliehen hat. In den Ledersitzen hängt der Geruch von kaltem Zigarrenrauch. Ich denke an Bens Vater, den ich heute zum ersten Mal gesehen habe. Er hat eine stattliche Figur, braun gebrannte Haut, einen makellosen, ganz sicher maßgefertigten Anzug. Es hat mich verwirrt, dass in seinem Gesicht beim Lachen genau die gleichen schelmischen Grübchen aufblitzen, mit denen Ben mich schon so oft um den Verstand gebracht hat. Als er uns begrüßt hat, hat er uns allesamt so fest und herzlich gedrückt, als ob er uns seit Jahren kennen würde. Dabei kennt er von mir bisher vermutlich nur meinen Namen auf seinen Kontoauszügen, weil ich die Miete an ihn überweise. Jedenfalls ist mir jetzt sonnenklar, woher Ben sein charmantes Wesen hat. Ob er irgendwann auch mal wie sein Vater aussehen wird? Allein der Gedanke ist verstörend. Nicht, weil Bens Vater hässlich ist, das ist er ganz und gar nicht, aber er ist alt, und ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand wie Ben irgendwann alt sein wird.

Ich schaue über Klara hinweg aus dem Fenster. Eigentlich wollten wir längst da sein, aber wir hängen nun schon im dritten Stau fest und kommen nur in Schrittgeschwindigkeit voran. Eben standen wir so lange an einem Fleck, dass die Typen aus dem Auto neben uns angefangen haben, auf der Fahrbahn Volleyball zu spielen. Supernervig, so wird das noch Stunden dauern! Gut, dass Ben das Radio aufgedreht hat und wenigstens Pharell Williams und Robin Thicke anscheinend gute Laune haben. Irgendwie scheinen alle ein bisschen angespannt zu sein. Vor allem Ben ist gereizt und hat den ganzen Stau über nervös mit seinen Fingern auf dem Lenkrad rumgetrommelt. Ich bin froh, wenn wir endlich auf dem Campingplatz ankommen, sogar der Zeltaufbau erscheint mir gerade als eine willkommene Abwechslung.

Jonas, der neben Ben sitzt, versucht andauernd, den Sitz ein Stück zurückzuschieben, aber Klara bemerkt es jedes Mal und drückt ihn unter wilden Drohungen mit ihrem Knie nach vorne, was Jonas wohl so sehr amüsiert, dass er es immer wieder tut. Klara schafft es aber auch wie niemand sonst, den kleinen Jungen in Jonas zu wecken. Ich weiß nicht, was genau das zwischen den beiden ist, aber ich schätze, es handelt sich bei diesem merkwürdigen Spielchen um irgendeine paradoxe Form der Zuneigungsbekundung.

Ansonsten ist jeder in seine eigenen Gedanken versunken. Hinter uns hupt ein Lastwagen. Ich drehe mich, um zu sehen, ob das Hupen berechtigterweise Ben galt, der sich ziemlich rücksichtslos in jede Lücke drängelt und alle paar Sekunden auf die vermeintlich schnellste Spur wechselt. Bei meinem Blick nach hinten pralle ich versehentlich heftig mit Lucys Schulter zusammen.

"Oh mein Gott, entschuldige!", stammele ich und merke, wie mir sofort Tränen in die Augen schießen. Verdammt. Lucy sieht mich verwirrt an.

"Alles gut, Feli. Entspann dich. Es tut nicht mehr weh."

Schnell reibe ich über meine Lider und täusche vor, etwas in den Augen zu haben. In beiden. Wie unlogisch!

Aber Lucy scheint es zu schlucken und sieht mir besorgt dabei zu, wie ich ein nicht existentes Sandkorn aus meinen tränenden Augen wische. Mir ist klar, dass diese Reaktion völlig übertrieben ist, aber nach wie vor wissen nur Jonas, Ben und ich, dass Lucy ohne meine Dummheit völlig unversehrt wäre. Dieses Geheimnis fühlt sich wie ein

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