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Felis Überlebenstipps (2). Zettelkram und Kopfsalat Freundschaftskribbeln im Bauch von Einwohlt, Ilona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.07.2015
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Felis Überlebenstipps (2). Zettelkram und Kopfsalat

Endlich hat Feli zwei gute Freundinnen gefunden. Und als ihr Lehrer Herr Pilz Unterstützung für den Gnadenhof sucht, sind Feli, Kiki und Mira sofort dabei und kümmern sich mit Feuereifer um die Tiere. Doch eines Tages gibt es Streit, und Feli merkt, wie einsam sie ohne ihre Freundinnen ist. Kann die stille Silvija vermitteln? Ist es vielleicht sogar zu viert noch schöner? Ilona Einwohlt ist ihren Lehrern schon als Schülerin mit etwas anderen Aufsätzen aufgefallen. Sie schreibt mit viel Liebe, Witz und Leidenschaft - und fällt mittlerweile mit erfolgreichen Büchern auf, nicht zuletzt deshalb, weil sie mit ihrem locker-einfühlsamen Ton über Themen schreibt, die Mädchen wirklich interessieren. Dass sie sich gerade in 'Mädchensachen' bestens auskennt, hat sie unter anderem in ihren Ratgeberromanen bewiesen. Der Bestseller 'Mein Pickel und ich' sowie die Folgebände sind inzwischen zur Pflichtlektüre in Sachen Pubertät geworden. Ilona Einwohlt, 1968 geboren, hat Germanistik und Romanistik studiert, bevor sie das Schreiben für sich entdeckt hat. Sie lebt mit ihrer Familie in Darmstadt. Foto © privat

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 14.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401804736
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 32263 kBytes
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Felis Überlebenstipps (2). Zettelkram und Kopfsalat

Neues Jahr, neue Freundinnen
ODER:
Ehrlich ist am schwersten

"Mmmpf, köstlich!" Mein Bruder Paco schleckt sich genüsslich die Sahne von den Fingern und greift nach einem weiteren Stück Roscón de Reyes .

"Pfoten weg, das ist meins!", zische ich und schubse ihn zur Seite. Wie immer am Dreikönigstag sitzen wir alle gemeinsam bei meiner Abuela oben im Wohnzimmer und futtern Kuchen um die Wette. Und Paco hatte bereits drei fette Stücke!

"Nicht streiten, Felicitas, es ist genug für alle da", ermahnt mich Mama und schiebt Siri auf ihrem Schoß ein paar Krümel in den Mund.

"Klar! Und Paco findet dann wieder die Figur im Kuchen - wie letztes Jahr!", maule ich. Wer nämlich das Figürchen im Kuchen entdeckt, wird der König und hat ein Jahr lang nur Glück. Und Glück könnte ich gebrauchen! Aber typisch! Seit meine kleine Schwester Siri auf der Welt ist und mein großer Bruder Paco einen auf Baby-Beschützer macht, habe ich das Nachsehen. In unserer spanisch-deutschen Familie ist es nämlich Tradition, den Dreikönigstag am 6. Januar mit Geschenken und Festtagskuchen zu feiern. Da bleibt unser Friseurladen Kopfsalat geschlossen, selbst wenn in unserem Bundesland kein Feiertag ist. Bisher fand ich das immer toll, nur heute nervt mich das alles tierisch.

Weil Mama sich nur um Siri kümmert.

Weil Abuela wie ein aufgescheuchtes Huhn um uns alle herumschwirrt.

Weil Paco mir alles wegnimmt.

Weil Papa ständig villancicos hört und von diesen altmodischen spanischen Weihnachtsliedern nicht genug kriegen kann. Dabei sind wir schon mitten im neuen Jahr!

Höchste Zeit, dass ich morgen in der Schule meine Freundinnen endlich wiedersehe. Kiki und Mira ist es nämlich egal, wer das größte oder beste Stück bekommt, und sie hören auch keine beknackten villancicos . Ich überlege gerade, mit welcher Ausrede ich mich am geschicktesten aus dieser trauten Familienrunde schleiche, um mit ihnen zu chatten, da unterbricht Mama meine Gedanken.

"Wie möchtest du denn dieses Jahr deinen Geburtstag feiern, Feli? In ein paar Wochen ist es ja so weit ...", fragt sie und reicht Siri ihren Trinkbecher. Immerhin ist meine kleine Schwester schon so groß, dass sie keine Nuckelflasche mehr braucht.

Dankbar strahle ich Mama an, auf die Frage habe ich schon längst gewartet und ich weiß auch schon die Antwort. Letztes Jahr durfte ich überhaupt nicht feiern, weil sich Mama wegen ihres Babybauchs nicht so fühlte und Papa wegen all der Arbeit rund um unseren Friseurladen keine Zeit hatte. Das Jahr davor waren wir mit allen Kindern im Schwimmbad und davor im Kino und ...

"Mit einer Übernachtungsparty", rufe ich und gucke meine Eltern erwartungsvoll an. "Mit Kiki, Mira, Silvija, Ellen, Pia ..."

"Hilfe, lauter verrückte Weiber!" Paco rollt die Augen und angelt nach einem weiteren Stück Kuchen.

"Also, ich passe nicht auf euch alle auf", erklärt Abuela entschlossen.

Pah, was denkt die denn! Als ob wir einen Babysitter bräuchten! Wir sind ja keine Wickelkinder wie Siri. Immerhin werde ich schon elf Jahre alt.

"Wie stellst du dir das denn vor?", fragt Mama kopfschüttelnd. "In deinem Zimmer hast du doch überhaupt keinen Platz!"

"¡Ni hablar del peluquín! Kommt nicht infrage", meint auch Papa und spätestens nach dieser Bemerkung schießen mir die Tränen in die Augen.

Wenn du bei deinen Eltern etwas erreichen möchtest, falle nicht gleich mit der Tür ins Haus und schmolle auch nicht, falls sie dir nicht sofort jubelnd um den Hals fallen. Überlege dir vorher in Ruhe passende Argumente und überzeuge sie mit einem vernünftigen Plan.

"Ihr seid fies! Ihr seid so ungerecht!" Wütend springe ich auf, mir doch egal, dass dabei die Tischdecke verrutscht und der Kakao überschwappt. Dann sollen sie mich auch nicht fragen, wenn sie mir sowieso nichts erlauben! Jetzt kann mir mein Geburtstag

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