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Ferien im Möwenweg von Boie, Kirsten (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.03.2015
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
eBook (ePUB)
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Ferien im Möwenweg

Möwenweg-Ferien für alle: Noch nie war der Sommer so schön! Tieneke soll ihre Ferien ganz allein bei entfernten Verwandten auf einem Bauernhof verbringen. Da hat sie doch schon Heimweh, bevor sie überhaupt losgefahren ist! Doch Jul hat eine gute Idee: Warum fahren nicht alle Kinder gemeinsam dorthin? Die Verwandten sind zwar etwas überrumpelt, sagen aber zu. Und damit beginnen für die Kinder aus dem Möwenweg die schönsten Ferien aller Zeiten: mit Zelten, Johannisbeersaft, Mitternachtsparties und Baden im See! Die perfekte Ferien- und Kinderidylle, unnachahmlich von Kirsten Boie erzählt und hinreißend von Katrin Engelking farbig illustriert. Band 7 der erfolgreichen Serie.

Kirsten Boie ist eine der renommiertesten, erfolgreichsten und vielseitigsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie wurde 1950 in Hamburg geboren, studierte dort Germanistik und Anglistik. Zwei Semester besuchte sie, gefördert durch ein Auslandsstipendium der Hamburger Universität, die Universität Southampton/Großbritannien. Nach dem ersten Staatsexamen in den Fächern Deutsch und Englisch promovierte sie im Fach Literaturwissenschaft über die frühe Prosa Bertolt Brechts. Sie arbeitete als Lehrerin in einem Gymnasium, wechselte auf eigenen Wunsch später an eine Gesamtschule. 1983 adoptierte sie mit ihrem Mann ihr erstes Kind. Auf Verlangen des vermittelnden Jugendamtes musste sie ihre Berufstätigkeit aufgeben - so waren die Zeiten damals - , um sich ganz dem Kind widmen zu können. Inspiriert durch die eigene Situation schrieb sie so ihr erstes Kinderbuch 'Paule ist ein Glücksgriff'. Ihr Debüt wurde ein beispielloser Erfolg (Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis, Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach; Ehrenliste des Österreichischen Staatspreises für Kinder- und Jugendliteratur). Und Kirsten Boie selbst erwies sich als Glücksfall für die deutsche Kinder- und Jugendliteratur. Inzwischen sind von Kirsten Boie weit mehr als hundert Bücher erschienen und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden, die von ihrer enormen literarischen Vielseitigkeit, großem Einfühlungsvermögen, vor allem aber von ihrem sozialen Engagement Zeugnis geben. Zwei Dinge sind Kirsten Boie beim Schreiben besonders wichtig: Zum einen, dass Literatur für Kinder immer auch Literatur sein sollte; zum anderen, dass darüber nicht vergessen wird, an wen sie sich richtet, dass sie also Literatur für Kinder ist: 'Bei dem Spagat zwischen beiden Anforderungen rutsche ich sicherlich einmal mehr zur einen, einmal zur anderen Seite hin aus. Aber hier die richtige Balance zu suchen, ist es gerade, was das Schreiben für Kinder für mich so aufregend macht.' 2007 wurde Kirsten Boie für ihr Gesamtwerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet. Katrin Engelking, 1970 in Bückeburg geboren, studierte an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg Illustration und arbeitet seit 1994 als freie Künstlerin. 1995 veröffentlichte sie bei Oetinger ihr erstes Buch, heute gehört sie zu den wichtigsten Illustratorinnen des Verlages. In Bildern voller Farben- und Lebensfreude interpretiert sie Klassiker von Astrid Lindgren neu, macht Kirsten Boies 'Kinder aus dem Möwenweg' sichtbar und erzählt eigene Geschichten - mit großem Erfolg und zum Vergnügen ihrer Leser und Leserinnen!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 20.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862741380
    Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
    Serie: Möwenweg Bd.8
    Größe: 9326 kBytes
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Ferien im Möwenweg

Petja mault rum, und Maus macht Spiegeleier

Der letzte Schultag ist vor allen Ferien immer etwas Besonderes, finde ich. Aber am allerbesondersten ist der vor den Sommerferien. Da weiß man, dass man jetzt sechs Wochen lang nicht mehr zur Schule muss und jeden Tag immer nur tun kann, wozu man Lust hat. Da braucht man gar nicht zu verreisen. Sommerferien sind sowieso schön.

Aber am Abend vor dem letzten Schultag hat Petja beim Abendessen plötzlich gesagt, gerecht ist das ja wohl nicht. In seiner Klasse haben sie in der Klassenlehrerstunde darüber gesprochen, wohin die Kinder in den Sommerferien fahren, und alle fahren sie weg. Ein Jakob fährt zu seiner Oma nach Bayern, und eine Jessy fährt zu ihrer Tante nach Thüringen, aber sonst verreisen alle richtig.

"Ist Oma nicht richtig verreisen, Petja?", hat Maus gefragt und die Wurstscheibe von seinem Brot genommen. Die hat er sich blitzschnell in den Mund gestopft. "Warum ist Oma nicht richtig verreisen?"

Aber Petja hat ihm gar nicht geantwortet.

Zwei Leute fahren auf eine Insel in der Nordsee, hat er gesagt, und vier irgendwo an die Ostsee, und ungefähr tausend fahren nach Mallorca. Da hab ich gleich gewusst, dass er schwindelt, tausend Kinder sind ja gar nicht in seiner Klasse.

"Und Clarissa fliegt nach Dubai!", hat Petja gerufen. Obwohl er den Mund voller saurer Minigurken hatte. "Und Cassius fliegt für sechs Wochen nach Neuseeland! Mann!"

"In Neuseeland ist jetzt Winter", hat Papa gesagt und sich den dritten Teller von Mamas Gazpacho aufgefüllt. Gazpacho ist so eine kalte, rote Suppe mit Tomaten und Gurke, und Papa sagt, er kann sich an einem heißen Tag nichts Besseres vorstellen als Mamas delikate, mediterrane Gazpacho. Aber Petja und Maus und ich essen lieber Brot. "In Neuseeland ist jetzt Winter, da friert man sich die Füße ab, und außerdem gibt's da Erdbeben. Und in Dubai ist es so heiß, da kannst du Spiegeleier auf den Steinen am Strand braten."

Maus hat Papa ganz begeistert angeguckt.

"Ist doch gut, ich mag Spiegeleier!", hat Petja gesagt. "Nur ich muss als Einzigster natürlich mal wieder hierbleiben!"

"Einzi ger !", hat Mama gesagt. "Einziger als einzig geht nicht."

Da war ich ein bisschen böse auf Petja. Hab ich nicht gesagt, dass die Leute mit elf manchmal komisch werden? Im letzten Jahr waren wir in den Sommerferien schließlich auch nicht verreist, das ging ja wohl nicht, wo wir uns gerade ein teures Reihenhaus gekauft hatten. Und da hatte Petja auch überhaupt nicht gemault. Sowieso hatten wir nachher im Möwenweg die schönsten Ferien, weil nämlich alle Kinder bei uns nicht verreist waren, schließlich hatten ja alle Eltern ihr Haus erst neu und hatten kein Geld für teure Reisen. Darum konnten wir jeden Tag alle acht etwas zusammen machen. (Manchmal nur sieben. Maus will man ja nicht immer dabeihaben.) Und das haben wir auch getan, Picknick und Fahrradausflug und Popkonzert und Erdbeeren pflücken und Garagenplatz-Sommerfest feiern. Bis zum Abendessen hatte ich mich eigentlich gefreut, dass wir es in diesem Sommer wieder so machen wollten.

"Wenn du das Geld hast, um zu verreisen, bitte sehr!", hat Papa gesagt. "Jederzeit, wir stoppen dich nicht! Aber ich bin jedenfalls kein Millionär."

Petja hat sich noch eine von den winzigen sauren Gurken genommen. Er hatte schon fast die ganze Schüssel alleine leer gegessen.

"Vincent und Laurin fahren auch weg!", hat er gesagt. "Die fliegen mit ihrem Vater für vierzehn Tage nach Ibiza, das liegt im Mittelmeer! In drei Wochen!"

Das hatte ich noch gar nicht gewusst. "Fritzi und Jul bleiben aber auch hier!", hab ich gesagt. Und dabei ist mir plötzlich wieder eingefallen, dass Tieneke mir vorgestern beim Inliner-Fahren erzählt hatte, dass sie nun in diesem Sommer auch verreisen darf. Zu ihrer Tante zweiten Grades auf den Bauernhof. Ich hatte nur nicht so richtig zugehört, we

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