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Flammen im Schnee von Ambjørnsen, Ingvar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.01.2014
  • Verlag: hey! publishing
eBook (ePUB)
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Flammen im Schnee

Schwul, na und? Warum manche es hassen, wenn andere sich lieben, können Peter und der Prof so gar nicht nachvollziehen. Die Taten eines mysteriösen Feuerteufels zu ergründen, ist da schon eher ihr Fall. Es war dunkel, er konnte ganz in der Nähe sein - ich hörte keine Schritte mehr. Ich blieb stehen und ging in die Hocke, denn jetzt quälte mich der Rauch und ich wusste, dass die Luft am Boden besser sein würde. Es ist nicht meine Aufgabe, diesen Typen festzunehmen, dachte ich. Aber es ist meine verdammte Pflicht, einen Blick auf ihn zu werfen oder es wenigstens zu versuchen, damit die Bullerei brauchbare Anhaltspunkte hat. Während sich Oslos jüngste Privatdetektive mutigen Herzens auf Pyromanenjagd begeben, kommen ihnen Zweifel an der Courage von Gøran. Profs älterer Bruder arbeitet für die größte Zeitung der Stadt und schafft es nicht, die üble Schmutzkampagne gegen einen schwulen Prominenten zu verhindern - und das, obwohl es sich bei dessen Partner um Gørans und Profs Bruder Leif handelt. Als in die Wohnung des Paares eingebrochen wird, offenbaren sich Zusammenhänge, denen Peter und der Prof unbedingt auf den Grund gehen wollen ... "Flammen im Schnee" ist der sechste Band der Jugendkrimi-Reihe Peter und der Prof - wo Rauch ist, da ist auch Feuer! Aus dem Norwegischen übersetzt von Gabriele Haefs.

Ingvar Ambjørnsen wurde 1956 in Norwegen geboren. Nach einer kurzen Schulkarriere begannen lange, unruhige Jahre in den Randgruppen der Gesellschaft, seiner informellen Ausbildung zum Schriftsteller. Inzwischen gilt er nicht nur in Norwegen als erfolgreicher Autor. Seit 1985 lebt er in Hamburg und erhielt u. a. nach dem Hamburger Literaturstipendium 1986 das Literaturstipendium 1988 der Stadt Lübeck mit Stadtschreiberwohnung im Buddenbrook-Haus, darüber hinaus wurden seine "Elling"-Romane verfilmt. Zuletzt erschien von ihm der Roman "Die Nacht träumt vom Tag" im Hamburger Nautilus Verlag. (C) Autorenfoto: Christine Poppe

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 142
    Erscheinungsdatum: 31.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783942822831
    Verlag: hey! publishing
    Originaltitel: Flammer i sno
    Größe: 986 kBytes
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Flammen im Schnee

Schneeschmelze im Dezember

Es war wirklich Zeit, nach Hause zu gehen. Es war fast halb zwei und ich kriegte so langsam die richtige Bettschwere. Bjørn und Morten hatten sich schon davongemacht, zusammen mit Trude. Gro hatte sich René gekrallt und sich mit ihm im Schlafzimmer der Eltern eingeschlossen. Der Prof und Jorun hatten sich im Badezimmer verbarrikadiert, ich konnte hören, dass sie in der Badewanne Wal und Stockente spielten. Draußen auf dem Balkon machte Jon sich für seine übliche Fassadenkletterernummer bereit, das machte er immer, wenn er zwei Bier zu viel intus hatte. Diesmal hatte ich keinen Bock auf den Versuch, ihm das auszureden. Gros Wohnung lag schließlich im ersten Stock und außerdem war seit gestern ganz schön viel Schnee gefallen.

Um mich herum herrschte das Chaos. Es war kein wildes Fest gewesen, aber es passiert ja so leicht, Kartoffelchips in den Teppich zu treten und Aschenbecher und Gläser rumzustoßen, wenn man tanzt und ein bisschen aufgekratzt ist. Wer einen aufgeblasenen Gummi an die Lampe gehängt hatte, wusste ich allerdings auch nicht.

Ich stand auf, ging in die Küche und warf schnell zwei Löffel kaltes Chili con Carne ein, dann machte ich mich auf den Weg zum Badezimmer.

Ich klopfte an.

"Prof. Könnt ihr nicht mal bald den Stöpsel rausziehen? Diese Party scheint zu Ende zu sein. Und ich will jetzt nach Hause und ins Bett."

Kichern und Platschen.

"Der Prof sagt, ihr hättet Platz im Taxi?", fragte Jorun.

"Aber sicher doch", antwortete ich. "Aber die Badewanne könnt ihr nicht mit auf den Rücksitz nehmen. Und ich bin da nicht mal zu einem Versuch bereit."

"Sei doch nicht so ungeduldig!", mahnte der Prof.

"Es ist halb zwei", sagte ich. "Und ich kipp gleich um. Ich ruf jetzt ein Taxi. Um diese Zeit dauert das meistens eine Viertelstunde bis zwanzig Minuten, aber vielleicht geht es ja auch schneller. Mit anderen Worten: Ihr solltet euch ganz schnell den Rücken abtrocknen."

Sie versuchten ein paar Proteste, aber die waren ziemlich halbherzig. Es hörte sich jedenfalls so an, als ob sie aus der Badewanne stiegen.

Ich rief die Zentrale an und die Frau dort versprach mir ein Auto, das in einer halben Stunde kommen sollte.

"Zehn Minuten!", rief ich den beiden Badelöwen zu. "Wir haben Glück!"

Irgendwas da drinnen kippte um und die Laune des Prof näherte sich dem Nullpunkt. Das entnahm ich den Worten, mit denen er Jorun erzählte, was ich für ein Langweiler wäre.

Draußen war es sternenklar und einige Grad minus.

"Und wo steckt jetzt das Taxi?", fragte der Prof und starrte mich skeptisch an, während er die rechte Hand als Handtuch für seine nassen Haare benutzte.

"Tja ...", sagte ich.

Jorun lachte. Sie lachte fast immer. Ihre munteren blauen Augen wanderten vom Prof zu mir und wieder zurück. "Du kapierst doch wohl, dass er uns verarscht hat, Prof?"

Der Prof stellte seine Fingerfrottiererei ein und fragte eiskalt: "Stimmt das, Pettersen?"

"Verarscht? Ich hab ja wohl niemanden verarscht!"

"Und was hat die Taxizentrale dir gesagt, Peter?"

"Weiß ich nicht mehr genau", behauptete ich. "Aber ich hatte den Eindruck, dass es schnell gehen würde."

Er stöhnte und drehte sich zu Jorun um, die wieder losprustete. "Hast du das gehört, Jorun? Peter Pettersen hat mit der Taxizentrale gesprochen und einen Eindruck bekommen! Ich glaube, ich ticke aus! Meine Haare sind bis in die Wurzeln gefroren, raffst du das nicht?"

"Da ist es doch

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