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Forever Five - Fabelhafte Freundinnen für immer von Moses, Jennifer A. (eBook)

  • Verlag: cbj
eBook (ePUB)
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Forever Five - Fabelhafte Freundinnen für immer

Schon wieder umziehen! Justine hat die Nase voll, immer wieder von vorn anzufangen, und mit ihrem schrägen Outfit erntet sie prompt nur Spott an der neuen Schule, allen voran bei Becka, dieser versnobbten Fashionista. Doch als Justine sie und ihre Freundinnen näher kennenlernt, merkt sie, dass auch bei ihnen nicht alles so rosig ist, wie es scheint. Becka leidet unter ihrer Therapeuten-Mom, die ihr Teenie-Leben in ihren Erziehungsbüchern verwurstet, und Anna träumt sich in bunten Vintage-Klamotten aus ihrer spießigen Familie fort. Sport-Ass Polly findet sich zu dick und verzichtet ihrer alleinerziehenden Mutter zuliebe aufs Shoppen, während die modebesessene Robin jedes Mal in einen Kaufrausch verfällt, wenn es daheim wieder mal kracht. Doch die coolsten Klamotten helfen nicht, wenn es hart auf hart kommt ... dann zählen nur beste Freundinnen!

Jennifer Ann Moses schreibt schon seit vielen Jahren Essays, Short-Stories und Kolumnen, die regelmäßig unter anderem in der New York Times, dem Wallstreet Journal und der Washington Post erscheinen. "Forever Five" ist ihr erstes Jugendbuch. Jennifer Ann Moses lebt in der Nähe von New York - mit einem Schrank voller Kleider zum Niederknien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641146566
    Verlag: cbj
    Originaltitel: Tales From My Closet
    Größe: 1966kBytes
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Forever Five - Fabelhafte Freundinnen für immer

Ich hasse es, in der Schule die Neue zu sein. Ich. Hasse. Es.

Aber ich bin es. Immer. Okay, nicht immer. Nicht jedes Jahr. Aber fast. Jedenfalls kommt es mir so vor. Zuerst Houston, dann Deutschland, dann Saint Louis, zurück nach Deutschland, dann zwei Jahre San Francisco, und jetzt, in der zehnten Klasse, geht alles wieder von vorn los. Dieses Mal in West Falls, New Jersey - eine Art Vorort von New York. Meine Mutter findet dieses Kaff "sooo kultiviert", mein Vater sagt: "Es liegt so zentral". Damit meint er die Nähe a) zu seiner Arbeit und b) zum Flughafen.

"Keine Sorge, Pooky", hat er mir aus seinem Büro in der City gemailt, nachdem die Entscheidung gefallen war. "Auch da kann man shoppen gehen."

Ha. Ha.

Ständig wird er versetzt und muss viel herumreisen. Wir anderen - also ich, meine Mom und unser Kater Skizz - folgen ihm. Vor meiner Geburt war meine Mom Tänzerin in einem Ensemble in Boston. Jetzt nennt sie uns scherzhaft seinen "Businesspartner" (sich) beziehungsweise "Azubi" (mich).

Unser neues Haus - "Trautes Heim", wie ich es getauft habe - hat drei Etagen (Erdgeschoss plus zwei) und eine Doppelgarage. Das Zimmer, das meine Eltern für mich ausgesucht haben, liegt im ersten Stock, genau wie ihres. Aber im Gegensatz zu ihrem ist es ganz ekelhaft rosa-violett gestrichen und riecht irgendwie süßlich, als wären mehrere Liter Cola im Fußboden versickert. Aber eine Renovierung lohnt sich nicht bei unserer ewigen Umzieherei. "Es wird dir gefallen", hat meine Mom gesagt.

Anfang August sind wir eingezogen, kurz vor meinem fünfzehnten Geburtstag, den ich zusammen mit Mom bei einem mittelprächtigen Chinesen feierte. Mein Dad hatte zwar gesagt, er wolle meinen "großen Tag" auf keinen Fall versäumen, aber dann musste er doch länger arbeiten und rief mich auf dem Handy an, als ich meine Sesamnudeln schon halb aufgegessen hatte. "Tut mir leid, Pooky", sagte er. "Ich mache es wieder gut, okay?"

Zu diesem Zeitpunkt war West Falls wie ausgestorben. Alles im Alter zwischen zwei und neunzig war ans Meer gefahren. Junge Leute, mit denen ich mich hätte anfreunden können, schienen sich in Luft aufgelöst zu haben oder von Aliens auf einen anderen Planeten entführt worden zu sein.

"Keine Sorge", sagte meine Mom. "Sobald die Ferien zu Ende sind, geht alles wieder seinen normalen Gang."

Ich hasse es, wenn sie diesen Spruch vom "normalen Gang" bringt. Was, um alles in der Welt, soll das bei unserem Nomadendasein denn heißen?

In San Francisco war ich irgendwie in eine Clique von Intelligenzbestien geraten, durch die ich wiederum meine beste Freundin Eliza kennenlernte. Meistens hingen wir am Strand ab, und am Wochenende erkundeten wir so berühmt-berüchtigte Stadtviertel wie das Castro oder das Haight, wo in grauer Vorzeit Schwule und Hippies weltweit für Aufregung gesorgt hatten. Auf einem dieser Streifzüge entdeckte ich den Vintage-Style für mich und verpasste mir einen völlig neuen Look, so eine Art Mischung aus Hippie, Flamencotänzerin und Bluessängerin. Ein Look, der mir zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl gab, wahrgenommen zu werden und vor allem eine eigenständige Person zu sein, nicht nur das Anhängsel meiner Eltern, die Verkörperung ihres Ideals von einer vorzeigbaren Tochter.

Keiner von beiden zeigte sich von meinem neuen Look besonders begeistert. Während meine Mom sagte, in "normalen" Sachen sähe ich besser aus, schien mein Dad die Veränderung nicht mal zu bemerken. Sogar am Tag meiner Abschiedsparty blickte er kaum auf. Das Wetter war kalt und neblig, deswegen trug ich meine absolute Lieblingshose aus grünem Samt, oben eng, unten mit Schlag, dazu schwarze Ballerinas und ein pinkes Seidentop, ein echt altes Teil von Pucci.

"Viel Spaß, Pooky", murmelte er hinter seinem Computerbildschirm.

Pooky, wie der Teddy von Garfield. Eigentlich heiße ich ja Justine. Noch eigentlicher sollte ich Justin

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