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Fußballgötter gewinnen jedes Spiel von Wold, Kjersti (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2011
  • Verlag: Carlsen
eBook (ePUB)
6,99 €
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Fußballgötter gewinnen jedes Spiel

Das Endspiel der Fußball-WM! Da will Exakt unbedingt hin. Am liebsten mit Embla. Um an Tickets zu kommen, füllt er gleich mehrere Gewinnscheine aus. Einen natürlich auf Emblas Namen und einen sogar für King, seinen Hund. Und dann gewinnt Emblas Schein tatsächlich. Nur leider hat Exakt vergessen, ihr zu sagen, dass er es war, der die Karten für sie gewonnen hat. Verflixterweise fährt sie nun mit ihrer Mutter. Und Exakt? Der ist am Boden zerstört. Aber wer ihn kennt, weiß, dass es ihm gelingen wird, auch noch zum Endspiel zu kommen. Und dass er es vielleicht sogar schafft, Embla einen Kuss zu geben.

Kjersti Wold, geboren 1962 in Skien in Norwegen, fing schon früh an zu schreiben und hat sich in ihrer Heimat inzwischen als Autorin für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Erwachsene einen Namen gemacht. Von ihr sind inzwischen bereits vier Bücher über Exakt und Zweimeter, genannt die Fußballgötter, bei CARLSEN erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 01.03.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646922431
    Verlag: Carlsen
    Serie: Fußballgötter Bd.5
    Größe: 528 kBytes
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Fußballgötter gewinnen jedes Spiel

Ich, Babysitter?

Ähm. Na ja, ja ...

Zweimeter hatte so was mal in meiner Gegenwart erwähnt. Und es sehr ernst gemeint. Babysitter zu sein war eine große Ehre, so viel hatte ich begriffen. Aber wäre ich dem auch gewachsen?

Und würde ich Geld dafür kriegen?

Und Süßigkeiten?

Weingummis und Würstchen im Schlafrock vielleicht?

Zweimeter hatte Geld dafür bekommen, dass er auf mich aufgepasst hatte. Und Würstchen. Und Süßigkeiten. Aber er war auch ein Profi-Babysitter. Mit eigener Firma: Sicher & Zuverlässig Kinderbetreuungsservice . Sollte ich mir auch einen Firmennamen zulegen? Exakt Jensen, Kinderbetreuung de luxe . Oder wie wär's mit: Exakt Jensen, Profikicker und Kinderbetreuung. Übernimmt alle Aufgaben, bis auf Windelnwechseln .

"Muss ich da etwa Windeln wechseln!!?"

"Es sind doch nur ein paar Stunden", versuchte Mama mich zu beruhigen.

"Babys können in ein paar Stunden bestimmt eine Menge scheißen", entgegnete ich. Signe und Zweimeter schnupperten alle naselang an Viktorias Hinterteil.

Mama lief an mir vorbei. "Das machst du mit links", sagte sie. "Papa fährt dich am Freitag zu ihm."

Als ich Signes und Zweimeters Wohnung betrat, überkamen mich Zweifel. Ob das wirklich so eine gute Idee war?

Mag ja sein, dass Mama an mich glaubte, aber ich war mir nicht ganz sicher, ob Zweimeter von meinen Babysitterfähigkeiten auch so überzeugt war. "Ich hab das Handy auf Vibration eingestellt", sagte er mindestens viermal. "Es steckt in meiner Hosentasche. Wenn irgendwas ist, rufst du einfach an."

"Das wird wunderbar laufen", sagte Signe.

Sie rannte durch die Wohnung und zog sich ständig was anderes an. Zuerst kam sie in einem türkisfarbenen Rock angelaufen und stellte sich vor den Spiegel. "Da drin seh ich ja aus wie eine Tonne", stöhnte sie und lief zurück ins Schlafzimmer. Eine Minute später kam sie mit etwas an, das sehr an das orangefarbene Hauszelt erinnerte, das sie kurz vor Viktorias Geburt getragen hatte. "Himmel, hilf", sagte Signe zu ihrem Spiegelbild. "Ich brauche schwarze Klamotten, ich muss Sport machen und ich brauche ..." Sie lächelte Zweimeter an. "Einen Abend ganz allein mit meinem Liebsten."

"Das sind aber nur ein paar Stunden", sagte Zweimeter. Er schien keine besondere Lust zu haben, auszugehen. "Exakt, ich schreib dir meine Handynummer hier auf."

Ich hatte Zweimeters Nummer natürlich in meinem Handy gespeichert. Aber ich ließ sie ihn aufschreiben, und ich ließ ihn auch mindestens vierzehn Mal in Viktorias Zimmer nachschauen, ob alles in Ordnung war, bis Signe ihn hinter sich her ins Treppenhaus zog.

Ich machte die Tür hinter ihnen zu und atmete erleichtert auf. Puh, endlich Ruhe. Viktoria lag in ihrem Gitterbett und schlief. Sie war frisch gewickelt und Signe hatte gesagt, dass sie wahrscheinlich schlafen würde, bis die beiden wieder zu Hause waren. Super! Dann wollte ich doch mal die Versorgungslage checken.

Auf dem Wohnzimmertisch stand eine Schale Kartoffelkringel und eine Schale Schokolinsen, daneben Prinzenrolle und eine Tüte saure Weingummis. Genug, um sich den Wanst vollzuschlagen.

Gerade, als ich mich nach den Weingummis ausstreckte, klingelte mein Handy. Es war Zweimeter. Ob ich mal bitte kontrollieren könnte, ob Viktoria auch gut zugedeckt war? Sie strampelte ab und zu die Decke weg und sie war ein bisschen erkältet. Würde ich das für ihn tun? "Ja", sagte ich. "Tausend Dank", sagte Zweimeter und klang mindestens so erleichtert, als hätte ich ihm gerade versprochen, einen Brand zu löschen, der in der Wohnung ausgebrochen war.

Ich ging ins Schlafzimmer, in dem eine Lampe mit Tintenfischen und Seepferdchen drauf heimeliges, warmes Licht verbreitete.

Viktoria lag so still da wie eine Schlafpuppe, perfekt bis unters Kinn zugedeckt. Ab und zu machte sie ein fiepsendes Geräusch, wahrscheinlich, weil sie

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