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Gamer - Spiel um dein Leben von Bradbury, Jason (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.07.2015
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Gamer - Spiel um dein Leben

Sie wollen das Game ihres Lebens - und spielen mit dem Tod "Willkommen bei MeX": Jackson aus London, Brooke aus Kalifornien und die Kojima-Zwillinge aus Tokio sind geniale Gamer - und der Online-Einladung des mysteriösen Lear gefolgt, um im Cyberspace das Spiel ihres Lebens zu spielen. Doch was als spannendes Kriegsspiel mit den von MeX gebauten Dot.robots beginnt, entpuppt sich bald als tödlicher Ernst. Denn als Jackson hinter die wahre Absicht von Lear kommt, wird Brooke entführt ... Jason Bradbury ist die britische Technik-Ikone. In den letzten 10 Jahren moderierte er mehrere Wissenschafts- und Techniksendungen für Kinder und Erwachsene im Fernsehen - zurzeit leitet er die preisgekrönte TV-Wissenschaftssendung für Kinder 'Gross!'. Nebenbei veröffentlicht er Artikel für die führenden britischen Technikzeitschriften und hält regelmäßig Beiträge im Radio.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 30.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641182205
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Originaltitel: DOT.Robot
    Größe: 3302 kBytes
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Gamer - Spiel um dein Leben

2

Um etwa 3:00 Uhr morgens begann es unter seinem Kopfkissen zu summen.

Jackson nahm das schnurlose Telefon darunter hervor, stellte den Wecker aus und benutzte das bläuliche Display als Taschenlampe. Vorsichtig leuchtete er mit dem Strahl herum, bis er im Glanz der auf dem Regal über dem Monitor stolz aufgestellten Trophäen den Schreibtisch sah. Sie standen von links nach rechts ihrer Bedeutung nach aufgereiht: Buffy-Statuette, ein Lichtsuchroboter, den er im Schweiße seines Angesichts nach einer Bauanleitung aus dem Internet mit Hilfe einer alten Maus und des Motors aus einem Modellauto zusammengebastelt hatte, eine limitierte Ausgabe eines Dr.-Who-Schraubenziehers von Sonic, den er bei eBay ersteigert hatte, die schwerere und wesentlich realistischere Nachbildung von Yodas Lichtschwert und - der Stolz der Sammlung - der Preis für die Schachmeisterschaften. Der blaue Lichtschein des Telefondisplays war hell genug, um die Worte ERSTER PLATZ durch den hohen Plexiglaskörper an die Wand dahinter zu werfen. Es war ein hart errungener Titel gewesen. Nicht das Schachfinale - das hatte Jackson so nebenbei gemacht -, sondern dessen Folgen. Was nach dem Sieg kam, war schwierig gewesen, die Verkündigung in der Schulaula und die ungewollte Aufmerksamkeit von Tyler Hughes und seiner Gang. Jackson kannte die Sprüche: "Die sind ja nur neidisch." "Sie fühlen sich von dir bedroht, weil du so klug bist." "Du wirst schon sehen, die werden alle noch eine Verwarnung wegen asozialen Verhaltens bekommen." Doch solche gut gemeinten Ratschläge halfen einem gar nichts, wenn man im Schwitzkasten saß und jemand auf seinem iPod herumsprang.

Jackson taumelte zum Bildschirm und wartete, bis er statt seines eigenen Spiegelbildes das leuchtende Bild seines Desktops sehen konnte. Mitten darauf prangte das Fenster des Systemscanprogramms, das er zuvor hatte durchlaufen lassen. Jetzt betrachtete er das Ergebnis.

Letzter Angriff: keiner
Neues versuchtes Eindringen: keines
Neue abgewehrte Viren: keine

Keine? Nie? Nicht die Spur von irgendetwas? Jackson grübelte nach. Wie konnte das sein? Sein Virenschutzprogramm war bombensicher, es hätte eine solche Infizierung bestimmt nicht übersehen.

Wenn seine eigenen hohen Sicherheitseinstellungen diesen Virus, der sich als Nachricht tarnte, nicht aufhalten konnten, wenn er unerkannt an der besten verfügbaren Anti-Virus-Software vorbeikam, was konnte Jackson dann tun? Wenn es sich um ein neues Rätsel oder eine besonders knifflige Prüfungsaufgabe in Whisper gehandelt hätte, hatte er im Web nach Hilfe gesucht, ein paar Foren befragt oder wäre auf dem einen oder anderen Message-Board herumgesurft.

Jackson startete den Internet-Browser und wartete nicht einmal, bis alle Bilder geladen waren, bevor er "Elan Drivel" eingab und SUCHE drückte. Eine Millisekunde später hatte er Zehntausende von Weblinks auf dem Schirm. Eine kostenlose Liste irischer Babynahmen. "Fehlt Ihrem Kind der Elan? Besuchen Sie unsere Elternkurse!" "Kaufen Sie den Stadtführer Dublin und Sie erhalten ein kostenloses Video über irischen Tanz dazu!""Probieren Sie unser Online-Anagram-Programm aus!" Endlose Zeilen solch völlig nutzloser Verweise. Aber nirgendwo wurde ein Virus erwähnt. Jedenfalls keiner, der diesen Namen trug.

Vielleicht suchte er nach der falschen Sache? Was hatte er noch? Da war diese Frage, die immer und immer wieder alle seine Barrieren überwunden und sich in sein Gedächtnis eingebrannt hatte: "Kennst du irgendwelche Geheimnisse?"

Jackson gab den Satz ein und stöhnte auf. Wieder bekam er seitenweise unnütze Links geboten. Eine Anzeige für einen neuen Schokoriegel: "So gut, dass Sie ihn für sich behalten wollen!" "Meine Katze wurde von einer geheimen außerirdischen Macht entführt!"

Arme Katze , dachte Jackson.

Und gerade,

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