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Gangster School - Gruffel in Gefahr von Wiseman, Kate (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2019
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
8,99 €
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Gangster School - Gruffel in Gefahr

Milly und Charlie besuchen die Gangster School, die Schule, in der die Kinder berühmter Gangsterfamilien ausgebildet werden. Doch Milly und Charlie sind anders als die anderen, denn sie wollen weder Kunstfälscher noch Betrüger oder Erpresser werden. Sie wollen Gutes tun. Und das müssen sie natürlich vor allen anderen geheimhalten. Als Milly und Charlie zur Gangsterkonferenz an die unheimliche Schule Crumley's reisen müssen, wird dieser Trip zu einem gefährlichen Abenteuer. Denn Hunde sind dort nicht erlaubt, wohin also mit ihrem vierbeinigen Schützling Gruffel? Der finstere Schulleiter Dr. B.L. Zeebub verabscheut Hunde, und als Gruffel entdeckt wird, gerät der in größte Gefahr. Können Milly und Charlie ihren Verbündeten retten und ganz nebenbei noch die dunklen Geheimnisse von Crumley's aufklären? Kate Wiseman entdeckte ihre Leidenschaft fürs Schreiben spät, aber rechtzeitig genug. Nachdem sie sich jahrelang mit unterschiedlichsten Jobs über Wasser gehalten hatte, begann sie, humorvolle Gedichte und Geschichten zu verfassen. Als die Texte länger und länger wurden und ihr dennoch die Ideen nicht ausgingen, wusste sie, dass es Zeit war, einen Roman zu schreiben - mit großem Erfolg: "Gangster School" wurde bereits vor Erscheinen für bedeutende Kinderbuchpreise nominiert. Kate Wiseman lebt mit ihrem Mann, ihrem Sohn und drei Katzen in England.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 01.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492993784
    Verlag: Piper Verlag
    Originaltitel: The School for Scumbags
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Gangster School - Gruffel in Gefahr

Kapitel 4

Krimikon war die jährliche Konferenz für vielversprechende junge Straftäter. Sie fand weltweit an verschiedenen kriminellen Orten statt und es war eine große Ehre für aufstrebende Schurken, als Teilnehmer ausgewählt zu werden. Üblicherweise herrschte unter den Blaggardianern, die bei der Wahl gegeneinander antraten, ein erbittertes Hauen und Stechen.

Doch als verkündet wurde, dass in diesem Jahr Crumley's der Gastgeber wäre, blieb die sonst übliche Begeisterung aus. Als das Ereignis näherrückte, häuften sich die Krankmeldungen bei Mrs Christie, der Hausmutter. Mit Blaggard's Schulleiterin sprach sie sogar schon darüber, ob man den nationalen Notstand ausrufen oder die ganze Schule unter Quarantäne stellen sollte. "Von Lepra bis Beulenpest scheinen sie so ziemlich alles zu haben", erklärte sie besorgt und zupfte an den Druckknöpfen ihres geblümten Hauskleids.

Griselda Martinet schnaubte und trug Mrs Christie auf, jedem kranken Schüler eine Riesendosis Lebertran zu verabreichen. Nachdem die ersten ihre Medizin geschluckt hatten und würgend zu den Toiletten gestürzt waren, kam es an der Schule zu einer wundersamen Massenheilung.

Der Grund für diese Zurückhaltung lag auf der Hand: Crumley's und Blaggard's waren Todfeinde und die Crumleianer wollten bestimmt Rache für die Demütigung üben, die sie erlitten hatten, als die Krimikon vier Jahre zuvor in Blaggard's stattgefunden hatte. Damals waren drei Crumleianer mit schweren Schürfwunden vom Teppich im Krankenhaus gelandet und Crumley's Lehrer für Rache und Demütigung hatte einen Nervenzusammenbruch erlitten. Er arbeitete jetzt angeblich in einer Igelstation.

Nun bedachte Miss Vipond Crumley's Direktor mit ihrem grimmigsten Blick. "Ihre kleine Demonstration ist vermutlich eine kindische Rache dafür, dass wir damals die Krimikon ausgerichtet haben. Lassen Sie sich gesagt sein, Zeebub, dass wir nicht beeindruckt sind. Und wir haben auch keine Angst."

Der Gargoylenmann linste an seiner knochigen Nase entlang. Er zeigte den gleichen verächtlichen Gesichtsausdruck, wie Milly ihn vor Kurzem bei Miss Vipond gesehen hatte. Auf einem Schulausflug nach London, bei dem Theorien für den Raub der Kronjuwelen erarbeitet werden sollten, war sie von einem Hippie in einem orangefarbenen Pullover angetanzt worden, der ihr ein Gänseblümchen hingehalten und sie gebeten hatte, für den Weltfrieden zu spenden. Miss Vipond, der der Abscheu ins hübsche Gesicht geschrieben stand, hatte die welkende Blume an sich gerissen, sie dem Hippie in die Nase gesteckt und ihm gesagt, dass sie sich eher die Nasenlöcher mit einer stumpfen Nadel zunähen würde.

"Er schon", sagte Zeebub und deutete mit dem Kopf auf Edgar Borgia. "Er hatte solche Angst, dass er sich fast in eine Pfütze auf dem Rasen aufgelöst hätte. Und was den Rest Ihrer Teilnehmer betrifft, sehen sie zu dumm aus, um sich vor irgendetwas zu fürchten. Sie werden wohl kaum die Grenzen des Verbrechens erweitern." Er ließ den Blick über sie alle hinwegwandern, bis er schließlich bei Jet Mannington hängen blieb. "Ich gebe es nur ungern zu, aber dieser junge Straftäter sieht vielversprechend aus. Dein Name?"

Jet antwortete ihm mit selbstgefälliger Miene. "Ich halte am letzten Tag die Ansprache für Blaggard's. Für diesen Anlass habe ich mir extra diese Maske gekauft", fügte er hinzu und vollführte eine kleine Drehung, damit Zeebub das silberne JM sehen konnte, das ihm vom Hinterkopf herabbaumelte.

Jede Schule hatte einen Abgesandten bestimmen müssen, der eine Rede hielt, und Jet hatte Ms Martinet irgendwie dazu überredet, ihm diese Aufgabe zuzuweisen. Millys Vermutung, dass Bestechung im Spiel war, hatte sich später bestätigt.

"Sehr einprägsam." Zeebub rieb sich so kräftig die Hände, dass sein Gehstock wackelte. "Mister Mannington. Ich hätte es wissen sollen. Willkommen."

Milly kniff die Augen zusamme

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