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Glutrot (Elfenblüte, Teil 3) von Knoll, Julia Kathrin (eBook)

  • Verlag: Impress
eBook (ePUB)
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Glutrot (Elfenblüte, Teil 3)

Glutrot versinkt die Sonne am Horizont. Die Tage werden wärmer. Romantik liegt in der Luft. Genau die richtige Zeit für lange Spaziergänge und kuschelige Filmabende. Das kommt Lillian gerade recht, denn so nah waren Alahrian und sie sich noch nie. Dennoch wird sie das Gefühl nicht los, dass Alahrian etwas Entscheidendes vor ihr verbirgt. Und leider gibt es nur eine Person, die sie fragen kann: seinen arroganten Bruder, den Frauenschwarm und Rockmusiker Morgan...
//Alle Bände der fantastischen Bestseller-Reihe:
-- Himmelblau (Elfenblüte, Teil 1)
-- Sonnengelb (Elfenblüte, Teil 2)
-- Glutrot (Elfenblüte, Teil 3)
-- Nebelgrau (Elfenblüte, Teil 4)
-- Wiesengrün (Elfenblüte, Teil 5)
-- Elfenblüte. Alle fünf Bände in einer E-Box
-- Nachtschwarz (Elfenblüte, Spin-off)//
Die Elfenblüte-Reihe ist abgeschlossen.

Julia Kathrin Knoll ist im Großraum München geboren und aufgewachsen. Sie hat in Regensburg Germanistik, Italianistik und Pädagogik studiert und arbeitet heute als freiberufliche Museumspädagogin. Mit dem Schreiben begann sie schon mit dreizehn Jahren, am liebsten mag sie Fantasy und Historisches. "Elfenblüte" ist ihr Debütroman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 203
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646601138
    Verlag: Impress
    Größe: 2046kBytes
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Glutrot (Elfenblüte, Teil 3)

MEMENTO

Alahrian spürte eine sonderbare Wärme durch seine Adern strömen - eine Wärme, die nicht vom Licht in seinem Inneren herrührte. Er war glücklich. Vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben war er wirklich glücklich.

Er hatte sich auf seinem Bett ausgestreckt, die Arme locker hinter dem Kopf verschränkt. Sein Blick jedoch wanderte immer wieder hin zum Nachttischchen, auf dem sein Handy lag. Ein Geschenk von Lilly - und zugleich noch so viel mehr: eine Verbindung zu ihr und ihrer menschlichen Welt, wie er sie bis vor kurzem nicht für möglich gehalten hätte.

Nein, er würde sie nicht anrufen, jetzt, mitten in der Nacht. Aber es war ein gutes, ein beruhigendes Gefühl, zu wissen, dass er es hätte tun können . Dass jemand dort draußen in der Dunkelheit auf ihn wartete, gar nicht weit von ihm entfernt.

Schon morgen würde er sie wiedersehen. Morgen ...

Sein ganzes Leben lang hatte ihm das Verstreichen der Zeit nichts bedeutet. Es hatte schlicht und ergreifend nichts gegeben, woran er den Zeitfluss hätte festmachen können. Das war jetzt anders. Jetzt gab es etwas, worauf er warten konnte. Er trieb nicht mehr einfach so dahin im Ozean der Zeit; er schwamm auf etwas zu. Lilly war sein Anker, sein Fixpunkt geworden.

Morgen früh schon, allerspätestens in der Schule, würde er Lilly wiedersehen. Und vielleicht würde er sie vorher anrufen, nur um ihre Stimme zu hören.

Was für eine entzückende Erfindung der Sterblichen, so ein Handy! Im Gegensatz zu seinem Bruder Morgan hatte es ihn nur bisher nie interessiert. Es hatte keine Stimmen gegeben, die er unbedingt hören wollte.

Ja, ganz bestimmt würde er sie anrufen, gleich morgen früh ...

Sein Herz machte einen freudigen Hüpfer. Einige seiner Rosen, die ihre Kelche längst geschlossen hatten, öffneten sich daraufhin noch einmal, und als er sich auf die Seite drehte, die Wange in das seidene Kissen geschmiegt, da krochen sie so nah zu ihm hin, als wollten sie ihn umarmen. Alahrian störte sich nicht daran. Die Augen fielen ihm zu und er glitt mit glückseliger Leichtigkeit in einen tiefen Schlaf hinüber.

Alahrian träumte in dieser Nacht. Zuerst war es nichts weiter als eine Erinnerung, ein Bildfetzen, der - angelockt durch den Tag auf dem Dachboden leise aus seinem Unterbewusstsein emporgekrabbelt kam.

Er lief mit der Königin durch die Gärten von Versailles, vorbei an den Rosen, die er für sie gezüchtet hatte, an munter klingelnden Wasserspielen entlang, getragen von flirrenden Sonnenstrahlen, die durch das satte Grün der Bäume flossen. Die Königin lachte. Anmutig sprang sie über die taufrischen Wiesen, dicke Strähnen hatten sich aus ihrer kunstvollen Frisur gelöst und glitten ihr golden-ungezähmt über den Rücken. Ihr Lachen sprudelte im Wind und wurde davongetragen.

Bis es erstarb.

Abrupt blieb die Königin stehen und drehte sich um, die Augen vor Schreck geweitet, das Haar plötzlich nicht mehr golden, sondern schneeweiß.

Alahrian folgte ihrem Blick und da sah er, dass der Garten verschwunden war. An seiner Stelle thronte ein hölzerner Aufbau, einer Bühne gar nicht so unähnlich. Und darauf erhob sie sich die Todesmaschine des Monsieur Guillotin. Die stählerne Klinge glänzte im Sonnenlicht, das Gesicht der Königin spiegelte sich darin, bleich vor Entsetzen, die Augen nun dunkel vor Angst.

Dann fiel das Beil.

Alahrian schrie auf, doch die Klauen des Albtraums waren fest in seinen Kopf geschlagen. Er konnte nicht erwachen, war gefangen in den schrecklichen, grässlichen Bildern. Einen Moment lang stürzten sie auf ihn ein wie Splitter eines gewaltsam aufgebrochenen Kaleidoskops, dann erst konnte er wieder etwas erkennen.

Zuerst glaubte er, er sei dazu verdammt, ein und denselben Traum immer und immer wieder zu träumen, denn es war fast dasselbe Bild: Er lief durch einen schmerzhaft schönen Garten, von

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