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Goethe in Geschichten erzählt in Geschichten erzählt von Schopf, Sylvia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.10.2016
  • Verlag: Kerle
eBook (ePUB)
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Goethe in Geschichten erzählt

Bis heute haben Goethes Werke nichts an Bedeutung verloren, denn sie beschäftigen sich mit den großen Fragen der Menschheit: Wahrheit und Lüge, Liebe und Leid, Gut und Böse, Leben und Tod. In größtmöglicher Nähe zum Original, jedoch behutsam gestrafft, vermitteln die Erzählungen auf kindgerechte Weise die wesentliche Bedeutung der Meisterwerke. Die fröhlichen, bisweilen ironisch-pointierten Illustrationen unterstreichen die Aussagen des Dichters vortrefflich. Ein Vergnügen für Klein und Groß! Sylvia Schopf, geboren 1956, Schriftstellerin und Schauspielerin, hat Erziehungswissenschaften, Kunst und Evangelische Theologie studiert. Sie schreibt Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Theaterstücke und Hörfunkgeschichten und ist für verschiedene Radio- und Fernsehsender journalistisch tätig (u.a. WDR, Deutschlandradio). Sylvia Schopf lebt in Frankfurt am Main und leitet dort eine Theatertruppe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 27.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783451807480
    Verlag: Kerle
    Größe: 2053 kBytes
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Goethe in Geschichten erzählt

Die Leiden des jungen Werther Tragische Geschichte einer unglücklichen Liebe

Personen

Werther, ein leidenschaftlicher junger Mann

Lotte, eine gut aussehende, lebenslustige junge Frau

Albert, Lottes Verlobter und späterer Ehemann

Wilhelm, ein sehr guter Freund von Werther
Zeit und Orte

Die Ereignisse finden zwischen dem 4. Mai 1771

und dem 24. Dezember 1772 statt,

in einer wenig angenehmen Stadt, in der Werther wohnt,

sowie an einem idyllischen Ort (genannt "Wahlheim"),

etwa eine Stunde von der Stadt entfernt

"Ach wie mir das durch alle Adern läuft, wenn mein Finger unversehens den ihren berührt, wenn unsere Füße sich unter dem Tische begegnen!"

(Brief vom 16. Julius 1771)

"Was ist unserem Herzen die Welt ohne Liebe!"

(Brief vom 18. Julius 1771)

W as ich von der Geschichte des armen Werther nur habe auffinden können, habe ich mit Fleiß gesammelt und lege es euch hier vor, denn was dem unglücklich Verliebten alles geschah, was ihn beglückte und bedrückte und wie es zu dem kam, was sich am Weihnachtstage 1772 ereignete, mag manchen Leidensgenossen trösten. Ich will versuchen, so gewissenhaft wie möglich zu erzählen, was ich aus den Briefen Werthers an seinen Freund Wilhelm erfahren habe. Den ersten schrieb er am 4. Mai 1771, kurz nachdem er fortgegangen und in eine neue Heimat gezogen war.

Die ferne Stadt, in der er nun lebt, gefällt ihm nicht sonderlich. Doch zum Glück gibt es rings umher eine unaussprechliche Schönheit der Natur, die ihm wunderbare Heiterkeit beschert. Denn sein bisheriges Leben war sehr unruhig und kummervoll: So starb vor einiger Zeit die Frau, die er sehr liebte. In der paradiesischen Landschaft findet er nun endlich Ruhe. Mehr noch, die Natur ist ihm eine Kraftquelle. Sie zieht ihn derart in ihren Bann, dass er gar nicht zum Arbeiten kommt und auch seine Leidenschaft, das Malen, vernachlässigt. Ja, selbst das Angebot seines Freundes, ihm seine geliebten Bücher nachzuschicken, schlägt er aus. Einzig die Schriften des griechischen Dichters Homer liest er, denn nur sie tragen dazu bei, sein aufgebrachtes Herz, seinen leidenschaftlichen, ungestümen Geist zu beruhigen. Unbeschwert streift Werther in seiner neuen Umgebung umher und entdeckt eines Tages einen Ort, der ganz nach seinem Geschmack ist. Ich werde ihn "Wahlheim" nennen, so wie ich alle im Original befindlichen wahren Namen verändert habe.

Fortan zieht es Werther also immer wieder nach Wahlheim, ein idyllisches Dorf nahe einem Fluss und am Fuße eines Hügels gelegen, ungefähr eine Stunde von der Stadt entfernt, in der er lebt. Wann immer Werther nach Wahlheim kommt, kehrt er im Wirtshaus ein, trinkt Kaffee und liest seinen Homer. Hier beobachtet er eines Tages zwei kleine Kinder, die am Feldrand sitzen und geduldig auf ihre Mutter warten. Er malt die beiden, deren Anblick ihn erfreut. Später lernt er auch die Mutter kennen: eine junge Frau, die in beneidenswert glücklicher Gelassenheit lebt, trotz all ihrer Schwierigkeiten. Ein anderes Mal macht er an diesem malerischen Ort die Bekanntschaft eines jungen Bauernburschen, der sich ihm anvertraut. Der Junge hat sich mit Haut und Haaren in seine Dienstherrin, eine verwitwete Bäuerin, verliebt. Die neuen Bekanntschaften und Erfahrungen erfüllen Werther zwar mit Freude, aber es fehlt ihm doch Gesellschaft, in der er sich wohlfühlt.

Dann vergehen viele Tage, in denen Werther nichts von sich hören lässt. Kein einziger Brief. Es ist bereits Mitte Juni, als er sich nach mehr als 14 Tagen wieder meldet.

"Kurz und gut, ich habe eine Bekanntschaft gemacht, die mein Herz näher angeht ", erklärt er seinem Freund ohne Umschweife und erzählt, wie es dazu kam: Ein Mädchen aus der Stadt bat ihn, sie zu einem B

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