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Goodbye Bellmont Roman von Quick, Matthew (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.10.2015
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Goodbye Bellmont

Was im Leben wirklich zählt Der Tag, an dem Russ Allen kommt, ist der Tag an dem Finleys Traum von einer besseren Zukunft platzt. Er muss fürchten, das einzig wirklich Wichtige in seinem Leben - Basketball und seine Freundin Erin - zu verlieren. Doch Russ Allen steckt voller Überraschungen. Matthew Quick , 1973 in Oaklyn, New Jersey geboren, studierte Anglistik, arbeitete als Englischlehrer, schmiss seinen Job und reiste so lange durch Südamerika und Afrika, bis er endlich den Mut aufbrachte, das zu tun, was er schon immer machen wollte: einen Roman schreiben. Die Verfilmung seines Debüts ?Silver Linings? gewann einen Golden Globe und wurde mit einem Oscar ausgezeichnet und für weitere 7 nominiert. Matthew Quick lebt mit seiner Frau in Holden, Massachusetts.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 23.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423428811
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Serie: dtv junior
    Originaltitel: Boy21
    Größe: 911 kBytes
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Goodbye Bellmont

6

Ich schlüpfe in meine schwarze Hose und mein hellblaues Hemd, bevor ich mit dem Coach das Haus verlasse und mein Vater mich ermahnt, mich gut zu benehmen. Er steht in der Tür und sieht müde aus, hat aber diese offizielle Wir-haben-Gäste-Miene aufgesetzt, die er stets zur Schau stellt, wenn andere Leute als Pop und ich auftauchen.

Erin hat immer noch feuchte Haare und trägt ein farbenfrohes Sommerkleid, als sie dem Coach und mir entgegenschlendert. Die beiden begrüßen sich.

"Würde es dir etwas ausmachen, mir Finley für ein paar Stunden zu überlassen?", fragt der Coach.

"Überhaupt nicht", antwortet Erin, doch als ich mit ihr Blickkontakt aufnehme, sieht sie enttäuscht und etwas verwirrt aus, also zucke ich die Schultern, um ihr zu zeigen, dass auch ich keine Ahnung habe, was hier vor sich geht. Natürlich würde ich meine Zeit gern mit Erin verbringen, aber ich sehe sie ohnehin jeden Abend. Außerdem versteht sie bestimmt, dass irgendwas Wichtiges im Busch ist, wenn mein Coach mir einen Besuch abstattet. Erin fragt: "Wann bringen Sie Finley zurück, Coach?"

"Ach, wahrscheinlich so um neun herum."

"Dann bis später", sagt Erin zu mir und geht wieder nach Hause.

"Du kannst wirklich froh sein, eine Freundin wie Erin zu haben", sagt der Coach, als wir in seinen Wagen steigen und uns anschnallen. "Jeder braucht Freunde. Wahre Freunde . So wie Erin", fügt er hinzu.

Als der Motor hustend anspringt, bläst mir die Klimaanlage sofort ins Gesicht.

Echt ein cooles Gefühl, aber der Coach fährt nicht los.

Sein Gesicht ist so dunkel und entschlossen wie immer, doch er schluckt mehrmals. Das Auf und Ab seines Adamsapfels signalisiert mir, dass irgendwas nicht in Ordnung ist.

"Du weißt ja", beginnt er, "dass ich dem Team stets sage, dass Basketball viel über das Leben lehrt und dass diese Lehren wichtiger sind als Siege oder Niederlagen oder persönliche Statistiken. Dass sie wichtiger sind als das Spiel selbst, weil wir auf dem Feld das Leben verstehen lernen und dies der wichtigste Teil der ganzen Erfahrung ist."

"Yeah."

Das sagt mein Coach ständig.

"Nun, ich glaube, dass du dieses Jahr sehr viel lernen wirst, Finley."

Etwas an der Art, wie er das sagt, löst in mir ein seltsames Gefühl aus. Als könnte er in die Zukunft blicken oder als wäre dieses Abendessen noch wichtiger, als ich gedacht habe.

Ich sehe dem Coach ins Gesicht und versuche, in seinen Augen zu lesen. Ich erkenne Verzweiflung, Frustration, Erschöpfung - all die Dinge, die ich in den Augen derer sehe, die schon zu lange in dieser Gegend gelebt haben.

"Wir sind in einer besonderen Situation, Finley. Weil ich dir vertraue, werde ich dir heute Abend so einiges erzählen, und ich will, dass du diese Dinge für dich behältst. Was ich dir jetzt sage, muss unter uns bleiben. Weder Erin noch dein Vater oder Großvater dürfen davon erfahren. Deine Teamkameraden auch nicht. Und vor allem niemand auf der Schule. Versprichst du mir, dass du absolutes Stillschweigen bewahren wirst?"

Ich hab nicht den blassesten Schimmer, was der Coach mir erzählen will. Mein Herz schlägt sehr schnell, und ich merke, dass ich ebenfalls schlucke. Ich nicke, um den Coach wissen zu lassen, dass ich kein Sterbenswörtchen verraten werde.

"Also gut. Sagt dir der Name Russell Allen etwas?"

Ich schüttele den Kopf.

"Also hör zu: Russel hat drei Jahre lang für ein Highschoolteam in L. A. gespielt. In seinem letzten Mittelstufenjahr hat er sich dann landesweit einen Namen gemacht. Er gilt als eines der größten Talente in den USA . Mit seinen siebzehn Jahren hat er bereits die physischen Voraussetzungen eines Profis. Ich hab mir mehrere Videos angesehen und bin davon überzeugt, dass er schon jetzt für jedes NBA -Team spielen könnte. Ein knapp zwei Meter großer Point Guard, der das Inside- und Outsid

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