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H.O.M.E. - Das Erwachen von Siegmund, Eva (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2018
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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H.O.M.E. - Das Erwachen

Erwacht aus einem perfekten Traum? Die siebzehnjährige Zoë hat ein perfektes Leben: Sie besucht eine Eliteakademie, gemeinsam mit ihrer großen Liebe Jonah. Doch plötzlich findet sie sich in einem heruntergekommenen Krankenhaus wieder. Angeblich lag sie zwölf Jahre im Koma und fragt sich nun verzweifelt: War alles nur ein Traum? Gemeinsam mit Kip, dessen Bruder Ähnliches durchlebt hat, deckt Zoë ein atemberaubendes Geheimnis auf. Sie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht und ob sie ihr perfektes Leben wirklich zurückhaben will ... Eva Siegmund, geboren 1983 im Taunus, stellte ihr schriftstellerisches Talent bereits in der 6. Klasse bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb unter Beweis. Nach dem Abitur entschied sie sich zunächst für eine Ausbildung zur Kirchenmalerin und studierte dann Jura an der FU Berlin. Nachdem sie im Lektorat eines Berliner Hörverlags gearbeitet hat, lebt sie heute als Autorin an immer anderen Orten, um Stoff für ihre Geschichten zu sammeln.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 01.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641226398
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: H.O.M.E. .1
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H.O.M.E. - Das Erwachen

Zuerst war da wieder dieser Pfeifton. Nicht ganz so schrill und laut wie beim letzten Mal, dafür wieder direkt an meinem Ohr. Dann blinzelte ich und das gleißende Licht traf mich wie Tausende Scheinwerfer. Überall grelles hartes Weiß, als wollte man mich blenden. Es hatte keinen Zweck, ich musste die Augen wieder schließen. Meine Hände ballten sich zu Fäusten. Innerlich wappnete ich mich schon gegen eine quälende Verhörsituation, als ich bemerkte, dass ich gar nicht mehr fixiert war. Meine Hände und Füße ließen sich frei bewegen, obwohl ich das Gefühl hatte, dass jeder Zeh mehrere Tonnen wog.

Hastige Schritte drangen an mein Ohr und der Pfeifton verstummte.

"Sie ist aufgewacht", hörte ich eine weibliche Stimme aufgeregt flüstern.

"Ehrlich?", fragte eine zweite erstaunt. "Na so was. Ich dachte, sie würde es nicht schaffen."

"Hol den Doktor", sagte die erste, und leichte Schritte entfernten sich hastig.

"Zoë, können Sie mich hören?" Natürlich konnte ich das, ich war schließlich nicht taub.

"Haben Sie keine Angst, es ist alles in Ordnung. Der Doktor wird gleich hier sein."

Doktor? Wieso Doktor? Ich brauchte keinen Arzt, ich brauchte meine Waffe und einen sicheren Internetzugang.

Ich versuchte zu sprechen, doch mehr als ein ersticktes Röcheln war meinen Stimmbändern nicht abzutrotzen. Noch einmal versuchte ich, die Augen zu öffnen, doch erneut wurde ich zu stark geblendet, um es auszuhalten. Um wenigstens irgendetwas zu tun, begann ich, wild zu zappeln.

Kleine, aber kräftige Hände drückten mich an den Schultern nach unten. Erst jetzt nahm ich wahr, dass ich auf etwas Weichem lag.

"Sch... beruhigen Sie sich, es ist alles in Ordnung."

Das glaubte ich weniger.

Ich hörte, wie feste schnelle Schritte einen Gang entlang auf mich zukamen, das selbstbewusste Auftreten einer Autoritätsperson. Instinktiv streckte ich den Rücken durch und versuchte, Haltung anzunehmen. Dabei knackte meine Wirbelsäule bedrohlich laut. Wie dicke Äste, die unter Kampfstiefeln zerbersten.

"Mein Gott, Mädchen. Schließt die Vorhänge", hörte ich eine männliche Stimme poltern, und kurz darauf verdunkelte sich die Welt vor meinen geschlossenen Lidern.

"Sie hat ihre Augen seit einer Ewigkeit nicht geöffnet", raunte der Mann. "Daran hättet ihr denken müssen."

"Entschuldigen Sie, Doktor", sagte die Frau betreten, die vorher mit mir gesprochen hatte.

Doktor?

"Ist schon gut. Holen Sie ihr etwas zu trinken. Und reichern Sie es an!"

Ich schlug erneut die Augen auf, doch diesmal war es etwas angenehmer. Das Zimmer, in dem ich mich befand, war abgedunkelt, es bereitete mir weniger Schmerzen als zuvor, und nun konnte ich auch endlich sehen, wo ich mich befand.

Es war eindeutig ein Krankenzimmer, doch die Einrichtung war schäbig und abgegriffen, die Geräte schienen aus dem letzten Jahrhundert zu stammen, und über die vergilbten Wände zogen sich daumendicke Risse. Der Mann, der in einem abgewetzten, weißen Kittel auf der Kante meines Bettes saß, lächelte mich voller Wärme an.

"Hallo Zoë. Ich bin Doktor Akalin", sagte er und legte seine Hand auf meine. Ich zog sie augenblicklich weg.

Dann holte ich Luft, um etwas zu erwidern, doch der Arzt hob mahnend die Hand. "Nicht. Erst müssen Sie etwas trinken. Wenn Sie jetzt sprechen, könnten Sie Ihre Stimmbänder verletzen. Kommen Sie erst einmal richtig zu sich."

Ich starrte ihn wütend an, doch mir blieb nichts weiter übrig, als mich zu fügen. Meine Stimmbänder brauchte ich schließlich noch.

Endlich kam die Krankenschwester mit einem Glas Wasser in der Hand zurück. Sie war noch sehr jung, nicht viel älter als ich. Als sie das Glas auf dem kleinen Tisch neben mir abstellte, lächelte sie mir freundlich zu. Wo war ich denn hier gelandet? Wieso waren alle so nett zu mir?

Ich streckte die Hand aus, um nach dem Wasserglas zu greifen.

"Sind Sie sicher, dass Si

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