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Hannah startet durch von Birkigt, Marion (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2007
  • Verlag: Verlag der Francke-Buchhandlung
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Hannah startet durch

'Bloß nicht ins Internat!' Das war Hannahs erste Reaktion, als sie auf den 'Eichenhof' sollte. Inzwischen hat sie ihre Meinung geändert, und sie freut sich besonders auf die Highlights: die Pyjamaparty zu ihrem Geburtstag, die Wahl zur 'Miss Eichenhof' und die Sommerfreizeit. Aber sie hat nicht nur das Internatsleben für sich entdeckt, sondern auch den Glauben an Gott. Müsste man die 'Gute Nachricht' nicht auch an andere weitergeben? Ab 10 Jahren Marion Birkigt ist die Mutter der Krimi-Kinder. Ihre Leidenschaft sind Serien. Jeden Abend, auch im Urlaub. Früher sogar noch am Herd: 'Mit der einen Hand rührte ich um, mit der anderen machte ich Notizen.' erinnert sie sich. Marion Birkigt stapft durch ihren Garten in Wellingsbüttel bei Hamburg, unter einem Arm den Laptop, unter dem anderen einen Stapel Taschenbücher. Sie ist Autorin, schreibt Kriminalromane für Kinder, und das gleich serienweise. 17 Bände hat die Hamburgerin seit 1991 veröffentlicht, ein weiterer ist beim Verlag in Arbeit, einer steckt im Computer und zwei hat sie noch im Kopf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 01.02.2007
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783868278743
    Verlag: Verlag der Francke-Buchhandlung
    Serie: Internat Eichenhof Bd.2
    Größe: 259 kBytes
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Hannah startet durch

1. Die Mädchen-WG

"Weißt du schon das Neueste?!" Leonie knallt unsere Zimmertür hinter sich zu und wirft sich auf ihr Bett. "Vincent ist nicht mehr mit Theresa zusammen!"

Vincent ist unser heimlicher Schwarm - er war der Hauptdarsteller des Theaterstückes, das wir im November aufgeführt haben -, und mit Leonie teile ich mir das "Amselzimmer" im "Haus Linde".

"Ich habe es von Jenny, die hat eine Freundin, die mit Theresa zusammen wohnt. Es ist definitiv aus zwischen den beiden!"

"Das ist ja 'n Hammer! Hat er eine Neue?"

"Ne, angeblich nicht. Und Theresa hat auch keinen anderen, sagt Jenny. Sie haben sich einfach nicht mehr verstanden und fast nur noch gestritten."

Das kann ich mir bei dem freundlichen und immer hilfsbereiten Vincent gar nicht vorstellen, er ist der absolute Sonnyboy des Internats. Dass er jetzt wieder solo ist, ist echt eine Neuigkeit!

"Los, komm, das müssen wir Conny erzählen!"

Conny, die eigentlich Constanze heißt, ist ebenso wie wir in Vincent verknallt - ohne, dass er es weiß, natürlich. Wir haben auch gar keine Chance, dazu ist die Konkurrenz bei den älteren Mädchen zu groß: Leonie, Conny und ich gehen erst in die Neunte, aber trotzdem ist es ein angenehmer Gedanke, dass Vincent wieder zu haben ist.

Conny bewohnt zusammen mit Vanessa das "Nachtigallenzimmer", doch das ist an diesem Samstagnachmittag Ende Januar leer. Es gleicht unserem durch die identische Möblierung - zwei Betten, zwei Schreibtische, zwei schmale Kleiderschränke - und unterscheidet sich nur durch persönliche Gegenstände auf den Regalen und herumliegende Klamotten.

"Wahrscheinlich sitzt sie im Gruppenraum und puzzelt wieder!"

Leonie nickt. Zu Weihnachten hat Conny zwei Mordillo-Puzzles mit je tausendfünfhundert Teilen geschenkt bekommen und ist jetzt regelrecht süchtig nach den kleinen Knollennasenmännchen, die sich im Dschungel oder auf einer einsamen Südseeinsel tummeln.

Das "Lindenhaus" hat im ersten Stock vier Zweibettzimmer, einen Waschraum mit Toiletten und am Ende des Flures den Gruppenwohnraum. Und richtig, hier finden wir Conny im Schneidersitz auf dem Boden, wo sie die einzelnen Teile nach Farbhäufchen sortiert und mit den Eckstücken und glatten Kanten begonnen hat.

Auf dem großen Sofa sitzt Vanessa und blättert in einem exklusiven Modemagazin, wie man an dem Glanzumschlag erkennen kann. Gegenüber brütet Ann-Kathrin über einem Kreuzworträtsel, wird aber immer wieder von ihrer Zimmergenossin Maja unterbrochen, die neben ihr einen Psychotest in einer Zeitschrift ankreuzt.

"Sag mal: Wenn du ein Tier sein müsstest - welches würdest du wählen? Und warum?"

Als ich vor einem guten halben Jahr ins Internat kam, hatte Ann-Kathrin eine ausgesprochen unvorteilhafte Frisur - Mittelscheitel und Krisellocken von einer viel zu starken Dauerwelle -, dazu noch einen sehr unreinen Teint. Nachdem wir sie zum Frisör geschleppt und dafür gesorgt haben, dass sie ein hautfreundliches Make-up aufträgt, sieht sie sehr viel besser aus. Eine gute Figur hatte sie sowieso, was man von der rundlichen Maja nicht behaupten kann. Immerhin trägt sie nach unserem "Verschönerungsprogramm" weder ihre zeltartigen schwarzen Klamotten noch ihre Brille, sondern hat Kontaktlinsen, die ihr wesentlich besser stehen. Eine Schönheit wird Maja nie sein - es sei denn, sie nimmt ungefähr zwanzig Kilo ab - im Gegensatz zu Vanessa mit ihren langen blonden Haaren und Kleidergröße 36/38. Dafür ist Vanessa die Zicke in unserer Wohngemeinschaft, weil sie immer das letzte Wort haben muss. Egal, wenn acht Mädchen zusammenleben, kann es nicht ohne Reibereien abgehen. Am Anfang war es richtig hart für mich, aber das lag mehr an mir als an den anderen. Ich wollte mich auch gar nicht eingewöhnen. Doch das ist Schnee von gestern, jetzt verstehe ich mich mit Leonie und Conny bestens, und die anderen sind bis auf Ness auch ganz brauchbar.

"Katze", sagt Ann-Kathr

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