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Heartbeat. In your arms von Drake, Harper (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.07.2019
  • Verlag: Oetinger Taschenbuch
eBook (ePUB)
9,99 €
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Heartbeat. In your arms

Du und ich für alle Zeit. Spell führt ein unabhängiges Leben an der kalifornischen Küste. Mit ihrem Hund Spock lebt sie in einem Wohnhwagen, tagsüber fertigt sie Schmuck und abends arbeitet sie in einer Strandbar. Ihre Freiheit ist ihr wichtiger, als alles andere. Doch als sie sich in den Künstler Arthur verliebt, scheint Spell ihre Unabhängigkeit auf einmal nicht mehr ganz so wichtig zu sein. Aber kann sie ihm wirklich vertrauen? Arthurs Werben und ihre Gefühle sind schließlich stärker als ihre Furcht und sie lässt all ihre Mauern fallen - bis ein Verrat alte Wunden aufreißt. Die 'Heartbeat'-Reihe bietet sinnliche Lovestorys voll prickelnder Leidenschaft. Harper Drake ist das Pseudonym von Daniela Hartig. Sie ist 1976 in Aschaffenburg geboren und Bücher sind ihre große Leidenschaft. Ob Lesen oder Schreiben, ohne Bücher wäre das Leben nur halb so schön. Seit 2016 ist sie als Autorin tätig, hat seitdem zwei Romane erfolgreich im Genre New Adult veröffentlicht, ans Aufhören denkt sie noch lange nicht. In ihren Romanen verarbeitet sie all das, was sie bewegt und berührt, immer mit dem Ziel, ein kleines Stückchen Welt mit ihren Worten und Gedanken ein bisschen besser zu machen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 18.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864180842
    Verlag: Oetinger Taschenbuch
    Serie: Heartbeat
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Heartbeat. In your arms

Vorsichtig blase ich den Staub von dem Anhänger, angele blind nach dem passenden Lederband und ziehe es behutsam durch das Loch am oberen Ende.

Zufrieden betrachte ich die letzte Kette, die ich fertiggestellt habe, und säubere sie noch einmal sorgfältig. Darauf bedacht, den filigranen Draht, der die Muschel auf dem Holz fixiert, nicht zu beschädigen, entferne ich Fingerabdrücke von mir und lege mein handgemachtes Schmuckstück zu den anderen.

Nacheinander packe ich die Ketten, Haarspangen, Armbänder und Schlüsselanhänger in die extra dafür geschnitzten Holzkästchen und verstaue alle bis auf ein Teil in der schon bereitstehenden Kiste, die noch mehr selbst gemachte Kostbarkeiten von mir enthält. Als ich fertig bin, widme ich mich dem Anhänger, den ich übrig gelassen habe.

Er ist ein besonders schönes Stück. Das Treibholz muss mindestens eine so lange Reise hinter sich haben wie ich, denn es ist schon ganz ausgebleicht und glatt geschliffen. In die Oberfläche habe ich eine Feder geschnitzt und die entstandenen Vertiefungen in Türkis ausgemalt. Die Farbe bildet einen wunderbaren Kontrast zu dem verwitterten Holz und erinnert mich an seine Augen. Die haben auch gestrahlt wie das Meer in unserer Bucht, in der wir so oft baden waren.

"Papa", flüstere ich leise und streiche über die Feder. Es ist eine ganze Weile her, dass ich die Blechkiste, die ich unter der Arbeitsbank verstaut habe, zuletzt geöffnet habe. Aber jetzt ziehe ich sie hervor, öffne sie, und obwohl ich spät dran bin, betrachte ich meinen ganz persönlichen Schatz.

Meine Vergangenheit, die ich stetig mit meiner Zukunft auffülle. Ganz zuunterst liegt ein gefaltetes T-Shirt, dessen Schwarz mit den Jahren zu einem dunklen Grau geworden ist. Darauf ein kleines Buch, auf dem ein Hase abgebildet ist, daneben eine Kiste mit Fotos. Polaroids, vergilbt und verblasst und doch mein kostbarstes Gut.

Ganz zuoberst allerlei Krimskrams. Ein Taschenmesser, rostig und unbrauchbar, ein Zippo-Feuerzeug, ebenfalls mit der Gravur einer Feder, eine digitale Taucheruhr, die längst nicht mehr funktioniert. Neben diesen Dingen, die der Vergangenheit angehören, die Dinge, die ich nach dem großen Unglück gesammelt habe: eine Mappe mit meinen besten Schularbeiten. Klassenfotos, auf denen ich die meisten Gesichter nie wirklich gekannt habe, Sportauszeichnungen und mein erster eigens verdienter Dollar. Briefe, die ich ihm geschrieben habe, über Ereignisse, die er nie erlebt hat.

Vorsichtig lege ich den Anhänger dazu und schließe schnell den Deckel der Kiste. In meinem Hals kratzt und brennt es verdächtig. Entschlossen schlucke ich das Gefühl herunter, schiebe meine Schatzkiste wieder in die Ecke und lasse mich in den Stuhl zurückfallen. Ich betrachte das Chaos, das ich in meiner kreativen Hochphase hinterlassen habe, und seufze.

Mich als besonders ordentlich zu bezeichnen, wäre die Übertreibung des Jahrhunderts, aber gerade sieht es in meinem Trailer aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Überall stehen leere Kaffeebecher herum, das Gebräu ist mein absolutes Lebenselixir, wenn ich arbeite, schmutziges Geschirr stapelt sich in der Spüle, das zerwühlte Bett, das die gesamte hintere Ecke des Trailers ausfüllt, wartet eindeutig auf frische Wäsche.

Ich sehe zu Mister Spock, meinem Hund, der hässlichsten Promenadenmischung der Weltgeschichte. Er liegt zu meinen Füßen, den Kopf auf den Pfoten, und blinzelt träge zu mir hoch. Die spitzen Ohren zucken leicht, als ich ihn anspreche.

"Wie wär's? Wir teilen uns auf? Du übernimmst die Küche und ich das Bett?", frage ich und hebe die Brauen. Das ist Mister Spock nicht mal eine Antwort wert. Er gähnt herzhaft, schmatzt und rollt sich mit geschlossenen Augen zur Seite.

"War ja klar. Das süße Leben genießen und nichts dafür tun wollen", grummele ich und erhebe mich aus dem Stuhl. Ich beuge mich hinunter und kraule Mister Spock das verfilzte Fell, was er mit einem wohligen Grumme

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