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Heartbeat. Truly Yours von Chapel, Julie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.10.2018
  • Verlag: Oetinger Taschenbuch
eBook (ePUB)
9,99 €
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Heartbeat. Truly Yours

Prickelnd wie Schnee auf warmer Haut.
Die 17-jährige Harley ist Sportfotografin der Highschool-Zeitung. Sam, 18, ist der neue Star des Eishockey-Teams: breite Schultern, blaue Augen, arrogantes Lächeln, unglaublich attraktiv. Während eines Auswärtsspiels kommen Sam und Harley sich näher. Sie spürt, dass sich hinter Sams cooler Fassade eine andere, verletzliche Seite verbirgt. Auf eine erste gemeinsame Nacht folgt ein Hin und Her aus Nähe und Rückzug, bis Harley sich enttäuscht von ihm trennt. Zum Abschied schenkt sie ihm ein Fotoalbum, das den verletzlichen Sam zeigt, den Sam, den nur sie kannte. Tief berührt versucht Sam, ihr Herz zurückzuerobern.

Julie Chapel, 1977 in Thüringen geboren, ist das Pseudonym der Autorin Juliane Käppler. Sie schreibt seit sie weiß, was Buchstaben sind und ist in vielen literarischen Genres zu Hause, so auch im Jugendbuch. In verschiedenen Verlagen hat sie zahlreiche Romane veröffentlicht und leitet neben dem fiktionalen Schreiben die Redaktion eines Print- und Online-Magazins, das sich mit dem Thema Hochzeit befasst. Seit 2013 lebt sie mit ihrem Sohn in Mainz am Rhein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 18.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864180668
    Verlag: Oetinger Taschenbuch
    Serie: Heartbeat .3
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Heartbeat. Truly Yours

An Weihnachten ist Pittsburgh am schönsten.

Keine andere Zeit im Jahr ist so voll von Magie, von Freude und Liebe. Wie verzaubert von Lichterglanz in der Dunkelheit kommen die Gedanken zur Ruhe, und die Seele atmet durch. Die Düfte von Zimt und Anis, Piment und Vanille schwängern die Luft und verwirbeln sich im Schneegestöber. Wie ein goldener Nebelstrom wabern sie durch die Straßen und lassen uns lächeln.

Seit Anfang Dezember ist Pittsburgh ein funkelndes Lichtermeer. Die eiskalte Steel City ist über Nacht sanft und warm geworden. Downtown funkeln die Wolkenkratzer. Tausend Vorgärten, zehntausend Fenster, hundert Plätze und Millionen Bäume sind erleuchtet, jedes Schaufenster und jede Straße. Inmitten der Eisbahn am PPG Place glitzert der große Weihnachtsbaum, und am Point State Park spiegeln sich die Lichter verheißungsvoll im Flusswasser.

Im Radio besingt George Michael sein einfach so weiterverschenktes Herz, als ich auf die Liberty Street biege und der Bahnhof in Sicht kommt. Auf der Fahrspur zum Parkhaus reihe ich mich in eine kleine Warteschlange und stelle mein Auto wenig später ab. Fünfzehn Uhr zwölf, sagt die Uhr - noch eine Viertelstunde, bis Grannie Carols Zug eintrifft. Bis dahin bin ich locker am Bahnsteig.

Während ich mir den Weg durch die Menschenmassen vor dem Parkhaus bahne, muss ich über die Diskussion grinsen, die meine Eltern heute Mittag geführt haben. Ursprünglich war geplant, dass wir Grannie zu dritt in Empfang nehmen, aber der Weihnachtsbaum hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.

"Das ist keine Tanne", höre ich Mom wieder schimpfen. "Das ist eine Fichte, und die nadeln, wenn man sie nur anguckt."

"Was weiß ich denn?", verteidigt sich Dad. "Ich bin Arzt, kein Botaniker. Der Kerl hat mir gesagt, es sei eine Tanne."

"Dann hat er dich verarscht." Mom rüttelt am Baum und Nadeln rascheln zu Boden. "Das könnte ein Kind, eine Tanne von einer Fichte unterscheiden."

"Na gut!" Kurzerhand reißt Dad die Terrassentür auf und Mom den schon halb nackten Baum aus der Hand. Mit Schwung befördert er ihn in den Garten und knallt die Tür wieder zu. "Dann haben wir in diesem Jahr eben keinen Baum."

"Meine Mutter wird in vier Stunden hier sein." Moms Stimme bebt vor Ärger. "Und dann haben wir sehr wohl einen Baum. Einen fix und fertig geschmückten. Und du wirst dich darum kümmern."

"Den Teufel werd ich."

"Du wirst. Und zwar sofort. Ich komme mit und zeige dir, was eine Tanne ist."

Dad sieht auf die Uhr. "Das schaffen wir nicht, wenn wir rechtzeitig Downtown am Bahnhof sein wollen."

"Wir schaffen das." Sie dreht sich zu mir um. "Hol du Grannie allein ab."

Da bin ich nun. Und mir ist es ganz recht so. Ich glaube, nach der Baumaktion wäre die gemeinsame Fahrt zum Bahnhof nur halb so beschaulich gewesen. Bis ich mit Grannie im Schlepptau zurück bin, sind die Harmonie und der Geist von Weihnachten, die sich vor lauter Schreck verzogen hatten, ganz sicher wieder in unser Haus eingekehrt.

Vor dem Eingang des Bahnhofs hat eine Gruppe als Weihnachtsmänner verkleideter Jungs Aufstellung bezogen. Mehr schlecht als recht, aber mit offenbar einer Menge Spaß, singen sie Good King Wenceslas und sammeln Geld, von dem sie sich laut einem Pappschild Tickets für ein Spiel der Penguins leisten wollen. In der Halle tauche ich in einen nach draußen fließenden Strom von Passagieren und zugehörigen Nicht-Passagieren ein. Arm in Arm gehende Paare, die beseelte Blicke tauschen und knutschen, Väter in Business-Kleidung, die von ihren Kindern umschwärmt werden, und ältere Paare mit ihren erwachsenen Kindern.

Am Bahnsteig angekommen, werfe ich einen Blick auf das Display der Zuganzeige. Grannies Zug hat zehn Minuten Verspätung. Also zurre ich den Reißverschluss meines Parkas bis ganz nach oben, wickele meinen Schal ein

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