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Heaven. Stadt der Feen von Marzi, Christoph (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2012
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Heaven. Stadt der Feen

London - das ist seine Stadt. Und über den Dächern von London - dort hat David sein zweites Zuhause gefunden. Hier oben kann er den Schatten der Vergangenheit entfliehen. Bis er eines Tages auf ein Mädchen trifft, das alles auf den Kopf stellt, woran er bisher geglaubt hat. Ihr Name ist Heaven. Sie ist wunderschön. Und sie behauptet, kein Herz mehr zu haben. Ehe David begreifen kann, worauf er sich einlässt, sind sie gemeinsam auf der Flucht. Und sie werden nur überleben, wenn sie Heavens Geheimnis lüften. Christoph Marzi erzählt mitreißend - Urban Fantasy vom Feinsten!

Christoph Marzi begann bereits im Alter von 15 Jahren zu schreiben. Sein Romandebüt "Lycidas" avancierte 2004 zu einem Überraschungserfolg: 2005 wurde Christoph Marzi mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. Seitdem schreibt er mit großem Erfolg sowohl für Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche. Er arbeitet als Lehrer und lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Saarbrücken.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 360
    Erscheinungsdatum: 01.06.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401800073
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 1071kBytes
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Heaven. Stadt der Feen

2. Kapitel
Die bösen Männer

Das Treppenhaus von Nr. 16 war alt und tief und die gusseisernen Geländer liefen spiralförmig abwärts wie die Rippenbögen eines längst vergessenen großen Tieres.

David ging voraus. Sein Entschluss stand fest. Er würde das Mädchen bis hinüber nach Marylebone und zu ihrem Hausboot bringen und dann könnte er guten Gewissens nach Hause gehen und die Sache vergessen. Sie wäre in Sicherheit, denn dort würde schon jemand sein, der sich ihrer annahm und der sich um sie kümmern würde. Mädchen, die so aussahen wie Heaven, hatten immer jemanden, der für sie da war und der sich um sie kümmerte. Das war ein ungeschriebenes Gesetz.

Ihr kaputtes Teleskop hatte sie in einen Rucksack gesteckt. Sie schien darum zu trauern wie um ein totes Haustier, so sorgsam hatte sie es angefasst.

"Langsamer, bitte", keuchte sie plötzlich hinter ihm. Ihr Atem ging schnell und ihre Hände hielten krampfhaft das Geländer umklammert.

David blieb stehen und sah sich um. "Alles okay?"

Sie schüttelte den Kopf. "Mir ist schwindlig."

Er ging die wenigen Treppenstufen zu ihr hinauf. "Du siehst ziemlich fertig aus."

"Danke." Die Kraft, schnippisch zu sein, brachte sie immerhin noch auf.

"So war das nicht gemeint."

"Entschuldige, schon gut."

David musterte sie. "Wenn ich ehrlich bin, siehst du so aus, als würdest du gleich umkippen." Er schaute nach unten. Normalerweise machte es jemandem zu schaffen, wenn er so viele Treppenstufen hinauflaufen musste, aber nicht, wenn er sie runterlief. Und Heaven sah mehr als nur ein wenig sportlich aus.

Doch irgendwelche Drogen?

"Hör mal, hast du was genommen?", fragte er.

Der Blick, der ihn traf, war so voller klirrend kalter Verachtung, dass er fast zurückgezuckt wäre.

"Okay, okay", sagte er beruhigend und überlegte. "Möchtest du dich setzen?"

Sie schüttelte energisch den Kopf. "Ich will nicht, dass jemand bemerkt, dass wir hier sind."

David schaute zu den Wohnungstüren auf dem Treppenabsatz. Der Flur davor war verlassen, im Treppenhaus herrschte Stille. "Keine Angst", sagte er. "Wenn jemand fragt, was wir hier tun, dann behaupte ich einfach, dass ich mich im Haus geirrt habe."

Sie sah ihn verständnislos an.

"Das Buch", erklärte David und war sich nicht sicher, ob er es vorher schon einmal erwähnt hatte. "Ich muss ein Buch ausliefern, mein Kunde wohnt hier gleich nebenan. In Nr. 18."

"Ach so." Sie schwieg einen Moment, dann hob sie den Blick. "Was starrst du denn so?", fragte sie. Ihre Hände zitterten sichtbar.

"Ich starre nicht."

Was gelogen war. Natürlich starrte er. Sie sah wirklich klasse aus. So unglaublich schön. Mysteriös. Sie war ein Rätsel.

"Klar starrst du."

"Ich schaue dich nur an."

"Sag ich doch."

"Nein, du hast gesagt, ich starre dich an. Ich habe nicht gestarrt. Starren wäre unhöflich."

"Du hast also nur geschaut."

Er verzog seinen Mund zu einem leichten Grinsen. "Ja."

"Und?"

"Ich frage mich bloß, was mit dir los ist."

Die Stille wurde lauter. "Ich muss nach draußen", sagte Heaven schließlich. "An die frische Luft. An der frischen Luft wird es mir gleich wieder besser gehen." Doch zweifelnd flüsterte sie: "Glaube ich." Murmelte: "Hier ist es einfach verdammt stickig."

"Okay." David verstand zwar nicht, was sie meinte, denn im Treppenhaus war es nach dem ekligen Novemberregen draußen wohlig warm, aber egal. "Komm, gib mir die Hand." Er reichte sie ihr. "Wenn du die Treppe runterfällst, dann kannst du dir alle Knochen brechen." Sein Grinsen wurde breiter. "Ich werde auch nicht starren, versprochen."

Sie musste lachen, doch als sie einen Schritt auf ihn zutrat, wurden ihr die Knie weich und sie klammerte sich mit aller Kraft ans Geländer. David schob seinen Arm unter ihre Achseln und hielt sie fest. Ihr Haar roch nach Zimt und Zitrone und ihr Ate

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