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Heidi von Stoker, Bram (eBook)

  • Verlag: Nexx
eBook (ePUB)
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Online verfügbar

Heidi

Das fünfjährige Waisenmädchen Heidi wird zu ihrem einsiedlerischen Großvater auf eine Alp im Schweizer Kanton Graubünden gebracht, wo es in Zukunft leben soll. Der ist zunächst wenig davon begeistert, sich um ein kleines Mädchen kümmern zu sollen. Aber das sonnige Gemüt des Kindes weckt in ihm nach und nach wieder die abhanden gekommene Freude am Leben. Eines Tages soll Heidi plötzlich wieder weg - ins weit entfernte Frankfurt. Beide leiden sehr unter der Trennung aber als es Heidi immer schlechter geht, hat man schließlich ein Einsehen. Heidi darf wieder glücklich zu ihrem Großvater auf die Alm. Im Winter ziehen die beiden ins Dorf, damit Heidi zur Schule gehen kann. Nach langem Warten kommt dann endlich Heidis Freundin Klara aus Frankfurt zu Besuch und blüht zum Erstaunen aller gesundheitlich auf. Bei einem Ausflug zur Alp hinauf geschieht dann ein richtiges Wunder ... Die emotionale und aufmunternde Geschichte der kleinen Heidi ist zu Recht seit über hundert Jahren eines der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbücher der Welt. Die vorliegende Ausgabe wurde komplett sorgsam überarbeitet. Johanna Spyri (1827-1901) war eine schweizer Jugendschriftstellerin und die Schöpferin der bekannten Romanfigur Heidi. Angeregt durch den großen Erfolg von "Heidis Lehr- und Wanderjahre" schrieb Spyri zwei Jahre später eine Fortsetzung: "Heidi kann brauchen, was sie gelernt hat". In diesem Buch wurden beide Titel vereint.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958706408
    Verlag: Nexx
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Heidi

Zum Alm-Öhi hinauf

Vom freundlichen Dorf Maienfeld führt ein Fußweg durch grüne, baumreiche Fluren bis zum Fuße der Höhen, die von dieser Seite groß und ernst auf das Tal herniederschauen. Wo der Fußweg anfängt, beginnt bald das Heideland mit kurzem Gras und kräftigen duftenden Bergkräutern, denn der Fußweg geht direkt und steil zu den Alpen hinauf.

Auf diesem schmalen Bergpfad stieg an einem hellen, sonnigen Juni-Morgen ein großes, kräftig aussehendes Mädchen diesen Pfad hinauf, ein Kind an der Hand führend, dessen Wangen so glühend waren, dass sie selbst die sonnengebräunte Haut des Kindes flammend rot durchleuchteten. Es war auch kein Wunder: Das Kind war trotz der heißen Juni-Sonne so verpackt, als müsste es sich eines bitteren Frostes erwehren.

Das kleine Mädchen mochte kaum fünf Jahre alt sein - was aber seine natürliche Gestalt war, konnte man nicht sehen, denn es hatte offensichtlich zwei, wenn nicht drei Kleider übereinander angezogen und darüber noch ein großes, rotes Baumwolltuch umgebunden, so dass die kleine Person eine völlig formlose Figur hatte, die, in zwei schwere, mit Nägeln beschlagene Bergschuhe gesteckt, sich heiß und mühsam den Berg hinauf arbeitete. Eine Stunde vom Tal aufwärts mochten die beiden gestiegen sein, als sie zu dem Weiler kamen, der auf halber Höhe der Alm liegt und 'Im Dörfli' heißt.

Hier wurden die Wandernden fast von jedem Haus aus angerufen, einmal vom Fenster, einmal von einer Haustür und einmal vom Weg her, denn das Mädchen war in seinem Heimatort angelangt.

Es machte aber nirgends Halt, sondern erwiderte alle zugerufenen Grüße und Fragen im Vorbeigehen, ohne still zu stehen, bis es am Ende des Weilers bei dem letzten der zerstreuten Häuschen angelangt war. Hier rief es aus einer Tür: "Wart' einen Augenblick, Dete, ich komme mit, wenn du weiter hinauf gehst."

Die Angeredete stand still; sofort machte sich das Kind von ihrer Hand los und setzte sich auf den Boden.

"Bist du müde, Heidi?", fragte die Begleiterin.

"Nein, es ist mir heiß", entgegnete das Kind.

"Wir sind jetzt gleich oben, du musst dich nur noch ein wenig anstrengen und große Schritte machen, dann sind wir in einer Stunde oben", ermunterte die Gefährtin.

Jetzt trat eine breite gutmütig aussehende Frau aus der Tür und gesellte sich zu den beiden. Das Kind war aufgestanden und wanderte nun hinter den zwei alten Bekannten her, die sofort in ein lebhaftes Gespräch gerieten über allerlei Bewohner des 'Dörfli' und vieler umherliegender Behausungen.

"Aber wohin willst du eigentlich mit dem Kind, Dete?", fragte jetzt die neu Hinzugekommene. "Es wird wohl das Kind deiner Schwester sein, das hinterlassene."

"So ist es", erwiderte Dete, "ich will mit ihm hinauf zum Öhi, es muss dort bleiben."

"Was, beim Alm-Öhi soll das Kind bleiben? Du bist, glaube ich, nicht recht bei Verstand, Dete! Wie kannst du so etwas tun! Der Alte wird dich aber sowieso heimschicken mit deiner Idee!"

"Das kann er nicht, er ist der Großvater, er muss etwas tun, ich habe das Kind bis jetzt gehabt, und das kann ich dir sagen, Bärbel, dass ich auf einen Platz, wie ich ihn jetzt haben kann, nicht verzichte um des Kindes willen. Jetzt ist der Großvater dran, das Seinige tun."

"Ja, wenn der wäre wie andere Leute, dann schon", bestätigte die kleine Bärbel eifrig; "aber du kennst ihn doch. Was wird der mit einem Kind anfangen und dann noch einem so kleinen! Das hält es nicht aus bei ihm! Aber wo willst du denn hin?"

"Nach Frankfurt", erklärte Dete, "da bekomme ich eine hervorragende Stelle. Die Herrschaft war schon im vorigen Sommer unten im Bad, ich habe ihre Zimmer auf meinem Gang gehabt und sie betreut, und schon damals wollten sie mich mitnehmen, aber ich konnte nicht weg, und jetzt sind sie wieder da und wollen mich mitnehmen, und ich will auch gehen, da kannst du sicher sein."

"Ich möchte nicht in der Haut von dem Kind stecken", rie

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