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His Dark Materials: Der Goldene Kompass - Band 1-3 der Fantasy-Serie im Sammelband von Pullman, Philip (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.04.2014
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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His Dark Materials: Der Goldene Kompass - Band 1-3 der Fantasy-Serie im Sammelband

Die Waise Lyra, Hauptfigur in 'Der Goldene Kompass', lebt in einer Parallelwelt - der unseren ganz ähnlich -, in der Wissenschaft, Theologie und Magie eng miteinander verwoben sind. Als ihr bester Freund verschwindet, macht Lyra sich auf die Suche nach ihm und kommt einer finsteren Verschwörung auf die Spur. Sie muss herausfinden, was es mit dem seltsamen 'Staub' auf sich hat. In 'Das Magische Messer' bekommt sie dabei Unterstützung von Will, der ein besonderes Messer besitzt: Mit ihm kann er Fenster zwischen den Welten öffnen. Nach und nach entdecken Lyra und Will die Wahrheit über Lyras Herkunft. Und über ihre Rolle in der großen Schlacht, die nicht nur eine Welt umfasst und die in 'Das Bernstein-Teleskop' ihren spannenden Abschluss findet. Drei großartige Bände in einer E-Box - Fantasie, Spannung und Lesespaß pur! Endlich geht es weiter! Lies die spannende Vorgeschichte zur Serie, 'Über den wilden Fluss'. Und ganz neu: Band 4, 'Ans andere Ende der Welt', in dem wir Lyra als junge Studentin wiedertreffen.

Philip Pullman wurde 1946 in Norwich, England, geboren. Er wuchs in Zimbabwe und Wales auf. Viele Jahre arbeitete er als Lehrer, bevor er sich ganz auf das Schreiben konzentrierte. Mit der 'His Dark Materials'-Trilogie wurde er weltweit bekannt. Sie wurde in über 40 Sprachen übersetzt und Pullman erhielt zahlreiche Preise, darunter den Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis für sein Gesamtwerk. Er lebt in Oxford.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1400
    Erscheinungsdatum: 03.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646926798
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Originaltitel: His Dark Materials
    Größe: 3290 kBytes
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His Dark Materials: Der Goldene Kompass - Band 1-3 der Fantasy-Serie im Sammelband

1

Die verzauberte Schläferin

DERWEIL AUS
TIEFER HÖHLE
DUNKELHEIT DER
WILDEN TIERE
AUG ERSPÄHT
DIE SCHLAFEND
MAID 

WILLIAM BLAKE

In einem von Rhododendren überschatteten Tal nahe der Schneegrenze, durch das schäumend ein Bach mit grünem Schmelzwasser floss und unter dessen gewaltigen Pinien sich Tauben und Bergfinken tummelten, lag unter einer Felsnase, halb versteckt hinter den schweren, harten Blättern der Büsche, eine Höhle.

Der Wald war voller Geräusche, voll vom Tosen des Baches zwischen den Felsen, vom leisen Wispern des Windes in den Nadeln der Pinien, von dem Zirpen der Insekten, den Lauten kleiner Waldtiere und dem Gezwitscher der Vögel. Hin und wieder fuhr ein Windstoß durch eine Zeder oder Tanne, und die Äste rieben aneinander und stöhnten wie ein Cello.

Glänzendes Sonnenlicht verwandelte den Wald in einen Ort der Helligkeit und nirgends fand sich eine Stelle ohne leuchtende Sprenkel. Zitronengelbe Strahlen teilten längliche und runde braungrüne Schatten auf dem Boden. Das Licht befand sich ständig in Bewegung und stand nie still, denn oft trieben Nebelschleier zwischen den Wipfeln. Sie dämpften das Sonnenlicht zu einem milchigen Schein und überzogen die Pinienzapfen mit einem feuchten Film, der, wenn der Nebel aufriss, in der Sonne glitzerte. Zuweilen verdichtete sich der Dunst auch zu feinen Tröpfchen, schon nicht mehr Nebel und noch nicht ganz Regen, die mehr nach unten schwebten als fielen und auf den Millionen Nadeln ein leises Rascheln erzeugten.

Am Bach entlang zog sich ein schmaler Pfad, der von einem Dorf oder eigentlich mehr einer Ansammlung von Hirtenhütten am Boden des Tales zu einem halb verfallenen Schrein nahe dem Gletscher am Talschluss führte. Dort flatterten verblichene Seidenfahnen in den immerwährenden Winden, die vom Gebirge herabwehten, und fromme Dorfbewohner brachten Gerstenfladen und getrocknete Teeblätter als Opfergaben. Sonnenlicht, Eis und Dunst bewirkten, dass über dem Anfang des Tales ständig Regenbogen leuchteten.

Die Höhle lag etwas oberhalb des Pfades. Vor vielen Jahren hatte hier betend und fastend ein Einsiedler gelebt und seinetwegen galt die Höhle als heilig. Sie führte etwa zehn Meter tief in den Berg hinein und ihr Boden war trocken, ein idealer Unterschlupf für Bären oder Wölfe, doch lebten dort seit langem nur Vögel und Fledermäuse.

Das Wesen, das in diesem Augenblick am Eingang hockte, den Blick aus den schwarzen Augen wachsam umherwandern ließ und die spitzen Ohren lauschend aufgestellt hatte, war freilich weder Vogel noch Fledermaus. Golden glänzte die Sonne auf seinem weichen Fell und seine Affenhände drehten einen Pinienzapfen hin und her, rissen mit scharfen Nägeln die Schuppen ab und kratzten die süßen Nüsse heraus.

Hinter ihm saß knapp außerhalb der Reichweite der Sonnenstrahlen Mrs Coulter und erhitzte in einem kleinen Topf auf einem Naphthakocher Wasser. Ihr Dæmon gab ein warnendes Geräusch von sich und sie sah auf.

Auf dem Weg näherte sich ein kleines Mädchen aus dem Dorf. Mrs Coulter kannte sie. Ama versorgte sie schon seit einigen Tagen mit Essen. Mrs Coulter hatte ihr bereits, als sie zum ersten Mal gekommen war, zu verstehen gegeben, sie sei eine Heilige, die ihr Leben dem Gebet und der Meditation geweiht habe und nicht mit Männern sprechen dürfe. Ama war die einzige Besucherin, die sie empfing.

Diesmal war das Mädchen allerdings nicht allein gekommen, sondern in Begleitung seines Vaters. Er wartete dann aber in einiger Entfernung, während Ama zur Höhle hinaufstieg.

Am Eingang verneigte sie sich.

»Mein Vater schickt mich mi

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