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Ich ganz cool von Boie, Kirsten (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.01.2014
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
eBook (ePUB)
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Ich ganz cool

Ganz cool? Bikerträume, Schulfrust und riskante Spielchen Ab, ganz cool, auf einer Honda oder Kawasaki, das wär's. Wenn Steffen achtzehn ist, dann macht er das auch. Dann wär er weg von hier, weg von Mama, die nur Stütze kriegt. Weg von ihrem Typen, der immer vor der Glotze hängt und weg von seinem Alten, der ein Loser ist. Obwohl der sogar Filialleiter im Supermarkt ist. Vielleicht wird Steffen das später auch. Oder er geht zu BMW in die Entwicklungsabteilung. Und bis dahin? Da gibt's eben Schule, auch wenn die keinen Spaß macht. Und nachmittags Mutjoggen mit den anderen ...

Kirsten Boie ist eine der renommiertesten, erfolgreichsten und vielseitigsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie wurde 1950 in Hamburg geboren, machte dort ihr Abitur und studierte Germanistik und Anglistik. Zwei Semester besuchte sie, gefördert durch ein Auslandsstipendium der Hamburger Universität, die Universität Southampton/Großbritannien. Nach dem ersten Staatsexamen in den Fächern Deutsch und Englisch promovierte sie im Fach Literaturwissenschaft über die frühe Prosa Bertolt Brechts. Sie arbeitete als Lehrerin in einem Gymnasium, wechselte auf eigenen Wunsch später an eine Gesamtschule. 1983 adoptierte sie mit ihrem Mann ihr erstes Kind. Auf Verlagen des vermittelnden Jugendamtes musste sie ihre Berufstätigkeit aufgeben, um sich ganz dem Kind widmen zu können. In dieser Zeit schrieb sie, inspiriert durch die eigene Situation, ihr erstes Kinderbuch mit dem Titel 'Paule ist ein Glücksgriff'. Ihr Debüt wurde ein beispielloser Erfolg ((Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis, Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach; Ehrenliste des Österreichischen Staatspreises für Kinder- und Jugendliteratur). Und Kirsten Boie selbst erwies sich als Glücksfall für die deutsche Kinder- und Jugendliteratur. Inzwischen sind von Kirsten Boie weit mehr als hundert Bücher erschienen und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden, Bücher, die keinen Zweifel daran lassen, dass die Autorin auf Seiten der Kinder steht. Dass sie dabei auch die Erwachsenen nicht vergisst, macht ihre Figuren so wahrhaftig und sympathisch, ihre Bücher so liebens- und lesenswert. Neben Kinder- und Jugendbüchern schreibt Kirsten Boie auch kleinere Drehbücher fürs Kinderfernsehen, außerdem Vorträge und Aufsätze zu verschiedenen Aspekten der Kinder- und Jugendliteratur. In den letzten Jahren unternimmt Sie zunehmend Reisen ins europäische und nichteuropäische Ausland im Auftrag des Goethe-Institutes. 2007 wurde sie für ihr Gesamtwerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet. Kirsten Boie lebt mit ihrem Mann im Einzugsbereich von Hamburg. Zwei Dinge sind Kirsten Boie beim Schreiben besonders wichtig: Zum einen, dass Literatur für Kinder immer auch Literatur sein sollte; zum anderen, dass darüber nicht vergessen wird, an wen sie sich richtet, dass sie also Literatur für Kinder ist: 'Bei dem Spagat zwischen beiden Anforderungen rutsche ich sicherlich einmal mehr zur einen, einmal zur anderen Seite hin aus. Aber hier die richtige Balance zu suchen, ist es gerade, was das Schreiben für Kinder für mich so aufregend macht.' kirsten-boie.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 29.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862740765
    Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
    Größe: 898 kBytes
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Ich ganz cool

-1-

S chule, also logisch, das bockt nicht so, aber was sollst du machen, ich geh trotzdem meistens hin. Und zurück denn immer, also zurück ist logisch besser, geh ich meistens mit Holger und Recep, und denn machen wir noch Mutjoggen auf dem Weg.

Also Mutjoggen, nä, darfst du erst losrennen, wenn das Auto voll auf der Kreuzung ist; der Kühler muss hinter der Fensterscheibe von Edeka, sonst gilt das nicht. Gibt es auch keine Ausnahme, Recep sagt, egal, ob einer kleiner ist oder was und kürzere Beine hat, ganz egal. Wer mitmachen will, gleiche Spielregeln.

Der Trick ist, du musst an der Stelle rennen, wo die Baustelle ist, da können die Autos nicht ausweichen. Bremsen können sie da auch nicht mehr, haben wir alles abgecheckt. Entweder du bist schnell genug rüber oder bommmppp!, ist es gewesen. Alles nur noch Matsche. Ja Pech.

Ich hab immer echt Muffe dabei, ich bin voll klein für mein Alter, kann ich echt nicht so rennen. Bin ich schon immer gewesen, zu klein, hat meine Alte in der Schwangerschaft vielleicht zu viel gesoffen oder was oder zu viel geraucht Sagen die doch immer, nä? Im Fernsehen immer und Radio. Also vielleicht deshalb, dass ich so klein bin, nä. Aber bin ich schon immer gewesen, darum kann ich auch nicht so schnell, aber Recep sagt, das gilt nicht, alles egal. Ich denk, vielleicht ist es darum für mich noch geiler, kann doch sein, ich weiß ja nie, ob ich es bis rüber schaff. Recep weiß das, logisch, der kann echt rennen, da bockt das doch ehrlich nicht mehr.

"Los, Steffen!", brüllt Recep. "Ist was oder was?"

War aber zu schnell, das letzte Auto, konnte man schon bei Edeka sehen, das wissen die ja, dass es hier gleich auf die Schnellstraße geht. Da fahren die denn schon volle Pulle, manche, musst du im Blick haben. Hab ich aber. Selbstmörder bin ich ja keiner.

"Jetzt!", schreit Recep. Ist schon zweimal gerannt, der Typ, Holger auch. Der jetzt kommt, das ist ein Mazda, neues Modell, nicht schlecht, würd ich mir aber nicht kaufen. Überhaupt keine Japaner, sieht doch jeder, dass du keine Kohle hast, höchstens BMW , die sind ganz geil. Oder Benz. Ich kauf mir aber sowieso eine Maschine, später, sowieso kein Auto, Kawasaki oder Honda vielleicht, mal sehen, ziemlich schwer, 100 PS . Mal sehen.

"Los, du Hirni!", schreit Recep. "Bist du behindert oder was?"

Mazda war aber zu schnell, bestimmt mindestens achtzig, gucken die Bullen natürlich logisch nicht hin. Aber wenn der mich jetzt Matsche gemacht hätte, nä, beim Rüberrennen, wetten, der hätte noch nicht mal die Schuld gekriegt? Wetten, die hätte ich gekriegt, auch wenn ich im Arsch gewesen wäre oder was, für die Bullen sind wir sowieso immer schuld. Der im Mazda hatte auch Anzug an, hab ich gleich gesehen, und Krawatte, also, da wäre immer gleich ich schuld gewesen, echt. Da lass ich mich nicht drauf ein. Recep kann das ja logisch egal sein, ob ich hin bin, mir aber nicht.

"Los, du Arsch!", schreit Recep. "Was ist jetzt?"

Ich hab aber Glück, das ist ein Lada, steinalt, seh ich gleich. Da hab ich nicht mal richtig Muffe, also, das bockt echt nicht mal richtig. Aber Leben ist auch kein Scheiß, alles kannst du nicht haben.

"Das gilt nicht!", schreit Recep. "Willst du uns verarschen oder was? Erst warten, bis so ein Schrotthaufen kommt, das gilt nicht!"

Ist aber ganz egal, was er sagt, nämlich der Typ hat jetzt angehalten, Typ im Lada, voll mit Bremsen und alles. Der kommt jetzt angerannt, Mann, ist der stinkig. Schleudert der seine Fäuste, echt geil, brüllt wie Sau, ich lach mich tot. Klar hat der keine Chanc

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