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Internat der bösen Tiere, Band 1: Die Prüfung von Mayer, Gina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.01.2020
  • Verlag: Ravensburger Verlag
eBook (ePUB)
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Internat der bösen Tiere, Band 1: Die Prüfung

Erbaut auf sechs Inseln im tosenden Meer liegt die gefährlichste Schule der Welt: das Internat der bösen Tiere. Nur die besten ihrer Art werden hier aufgenommen: königliche Leoparden, giftige Skorpione und reißende Haie. Doch auch besondere Jungen wie Noël, wenn sie die Prüfung bestehen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 10.01.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473479900
    Verlag: Ravensburger Verlag
    Größe: 8931 kBytes
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Internat der bösen Tiere, Band 1: Die Prüfung

"Siehst du, da drüben?" Bens Stimme war so leise, dass Noël ihn kaum verstand. "Das Fenster neben dem Lehrerzimmer ist auf. Die Luschen haben nicht gemerkt, dass wir es geöffnet haben."

"Und?", fragte Noël. "Was bringt uns das jetzt?"

Ben boxte ihn mit dem Ellenbogen in die Seite. "Mann, ey! Wir können da einsteigen!"

"Wieso sollten wir das machen?", fragte Noël. "Reicht doch, dass wir tagsüber in der Schule abhängen. Ich muss nicht auch noch nachts rein."

"Alter, denk doch mal nach. Wir gehen ins Lehrerzimmer. Das Türschloss ist kein Problem, das krieg ich geknackt. Nächste Woche schreiben wir Mathe und Physik. Vielleicht finden wir ja die Aufgabenzettel. Oder besser noch: die Lösungen."

"Vergiss es", sagte Noël. "Ich hab schon eine Verwarnung. Wenn die uns erwischen, flieg ich von der Schule."

"Wer soll uns denn erwischen?" Ben breitete die Arme aus und drehte sich einmal um die eigene Achse. "Die Schule ist leer, da ist niemand. Und wenn einer kommt, hauen wir einfach ab."

Noël schüttelte den Kopf. "Echt nicht."

"Komm schon", sagte Ben. "Ich steh in Mathe und Physik auf fünf, wenn wir die Arbeiten finden, rettet mir das den Arsch."

Bevor Noël etwas entgegnen konnte, fiel plötzlich ein kleiner Ball vom Himmel und landete direkt vor seinen Füßen. Unwillkürlich bückte er sich danach, hob ihn auf und betrachtete ihn im Licht der Laterne, die am Rand des Schulhofs stand.

Es war ein Wollball, grau und weich, aber aus dem zarten Gewebe ragte etwas Hartes, Weißes.

Noël zog daran und löste einen kleinen Knochen heraus. Irritiert musterte er ihn. Und dann sah er den langen dünnen Mäuseschwanz, der ebenfalls aus dem Gewölle hing.

"Was ist das denn Ekelhaftes?", fragte Ben.

Noël ließ das Knäuel fallen und starrte nach oben, in die Dunkelheit, aus der der Ball gekommen war. Er zuckte erschrocken zusammen, als er die gelben Augen sah. Auf der Regenrinne der Schule saß ein großer Vogel und starrte zu Noël herab. Trotz der schlechten Beleuchtung erkannte Noël ihn sofort wieder. Der spitze, gebogene Schnabel, die Federohren, die vom Kopf abstanden, das runde Gesicht - kein Zweifel, es war die Eule aus dem Skilager.

Der Vogel hatte den haarigen Ball zu ihm heruntergeworfen. Ein Gewölle aus Federn, Fell und Knochen, das er aus seinem Magen hervorgewürgt hatte.

Die gelben Augen schienen Noël zu durchbohren. Er hätte gerne den Kopf gesenkt, aber er schaffte es nicht, den Blick von dem Vogel abzuwenden. Und plötzlich hatte er die Stimme wieder im Kopf.

"Nooo-eeeel", krächzte sie.

Der Vogel hatte seinen Schnabel nicht bewegt, dennoch war sich Noël ganz sicher, dass es seine Stimme war .

"Hau ab!", sagte er leise.

"Hä?", fragte Ben.

"Nicht du", sagte Noël.

"Ist da was?" Ben schaute jetzt ebenfalls nach oben, aber er stand direkt unter der Dachrinne, er konnte den Vogel nicht sehen.

"Nichts." Noël nahm seine ganze Willenskraft zusammen und riss den Blick von der Eule los.

"Es ist so weit, Noël", flüsterte die Stimme.

"Was ist jetzt?", erkundigte sich Ben gleichzeitig.

"Ich weiß nicht", entgegnete Noël. Auch wenn er nicht nach oben sah, spürte er den messerscharfen Blick der Eule.

"Aber ich", sagte Ben. "Ohne dich schaff ich das nicht, du musst mir helfen. Ich hab auch was gut bei dir."

"Es geht in wenigen Tagen los", flüsterte die Stimme. " Halt dich bereit."

Was zum Teufel sollte das? Diesmal sprach Noël die Frage nicht aus. Er wollte nichts mehr hören. Am liebsten hätte er sich die Ohren zugehalten, aber das war sinnlos, die Stimme war ja in seinem Kopf.

"Geh jetzt nach Hause, Noël", raunte die Stimme.

Lass mich in Ruhe, dachte Noël. Verschwinde endlich! Er hob einen großen Kiesel vom Boden auf und schleuderte ihn in Richtung Dach. Der Stein knal

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