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Jack Ross - Der Countdown von Kofmehl, Damaris (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.04.2014
  • Verlag: SCM Hänssler im SCM-Verlag
eBook (ePUB)
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Jack Ross - Der Countdown

Jack Ross wird von Visionen verfolgt. Visionen, die so krass sind, dass er ihretwegen von der Schule fliegt. Der Siebzehnjährige hat eine letzte Chance, um nicht im Jugendknast zu landen: die private High School St. Dominic's. Dort verliebt er sich in Jenny. Doch ihre Beziehung wird von einem düsteren Geheimnis bedroht. Jack findet heraus, dass die Visionen Hinweise auf eine furchtbare Tragödie sind, die nur er allein verhindern kann. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Damaris Kofmehl ist gebürtige Schweizerin und schrieb bisher 25 Bücher, darunter 12 Thriller, die auf wahren Begebenheiten beruhen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 07.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783775172141
    Verlag: SCM Hänssler im SCM-Verlag
    Serie: Jack Ross Bd.1
    Größe: 3270 kBytes
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Jack Ross - Der Countdown

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]
3 Der Neue

In der Mensa der privaten Highschool St. Dominic's herrschte wie immer um die Mittagszeit Hochbetrieb. Eine Horde hungriger Schüler in blau-weißen Uniformen drängte sich zum Essenfassen, und wie jeden Mittag wurde dabei heftig geschubst, gelacht, geplappert und getuschelt.

Jenny nahm ihr Tablett und schlängelte sich an der Meute vorbei zu Nikki hindurch. Der strohblonde Junge wedelte bereits wie ein Verrückter mit der Hand in der Luft herum, obwohl ihn seine Schulkameradin längst gesehen hatte.

"Hier bin ich, Jenny!", rief er mit heller Stimme. "Ich hab dir einen Platz frei gehalten!"

Jenny und Nikki waren beste Freunde. Sie kannten sich seit der Grundschule, und obwohl sie völlig verschieden waren, gab es nichts, was ihre Freundschaft jemals auseinandergerissen hätte. Es war so eine Art Seelenverwandtschaft, die sie verband, und das schon seit vielen Jahren.

Jenny war sechzehn und bildhübsch. Sie war schlank, hatte dunkelbraunes, leicht gewelltes Haar und strahlend blaue Augen. Sie kam aus einer der reichsten und angesehensten Familien der Kleinstadt Green Valley. Ihr Vater, Mr. Lamoure, war ein erfolgreicher und ehrgeiziger Geschäftsmann und Inhaber der "Lamoure Investment Bank". Er war selten zu Hause und flog mit seinem Business-Jet der Marke Cessna Citation, einem der schnellsten zivilen Flugzeuge überhaupt, von einem Geschäftstreffen zum nächsten.

Jenny hatte sich nie mit dem luxuriösen Lebensstil ihrer Familie identifizieren können. Sie verabscheute den Prunk und das Sich-zur-Schau-stellen der High Society und schlug ganz bewusst eine andere Richtung ein – eine, die ihr zwar nicht viel Ruhm und noch weniger Reichtum einbringen würde, ihr dafür aber das Gefühl gab, das Richtige zu tun.

Ihr neuestes Projekt war die Rettung eines vom Aussterben bedrohten Fisches aus dem indischen Ozean. Sie quasselte Nikki seit Tagen den Kopf davon voll und hatte ihn sogar dazu überredet, einen Handzettel dafür zu entwerfen. Nikki hatte es ihr zuliebe getan, obwohl er ihr "Helfersyndrom", wie er es nannte, manchmal doch eine Spur zu übertrieben fand. Sie wiederum fand es absolut übertrieben, wie viel Zeit Nikki vor dem Spiegel verbrachte, bis seine verstrubbelte Frisur perfekt saß.

"Und dafür hast du wirklich zwei Stunden gebraucht?", pflegte sie ihn zu necken. "Ich wette, wenn du morgens aufstehst, siehst du genauso aus. Komm doch einfach zu mir. Ich verstrubble dir deine Haare in drei Sekunden."

"Um Himmels Willen! Davon verstehst du nichts, Schätzchen!", war dann seine entsetzte Antwort. "Verstrubbeln ist nicht gleich verstrubbeln! Schließlich will ich nicht wie eine Vogelscheuche aussehen. Das perfekte Styling ist eine Kunst, die nicht zu unterschätzen ist. Jedes Haar auf meinem Kopf erfüllt seinen ganz bestimmten Zweck. Wenn du nicht so viel Zeit in die Rettung der Welt investieren und dich stattdessen wie jedes vernünftige Mädchen etwas mehr mit Kosmetik beschäftigen würdest, wüsstest du, wovon ich spreche."

Jenny fand dann – genauso wie umgekehrt in Sachen "Helfersyndrom" –, Nikki würde maßlos übertreiben, und Nikki war der Meinung, Jenny hätte nicht die geringste Ahnung, wovon sie rede. Und zum Schluss ihrer leidenschaftlichen – und oft nicht ganz ernst zu nehmenden – Diskussion blieb jeder bei seinem Standpunkt, und damit hatte es sich.

Nikki – sein richtiger Name war Nicolas Woods – war siebzehn, hatte wasserstoffblondes, kurzes Haar, braune Augen, ein sehr feines

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