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JACKABY - Der gnadenlose König von Ritter, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.11.2019
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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JACKABY - Der gnadenlose König

Jackaby und Abigail in ihrem letzten, gefährlichsten Kampf ... Jackaby und seine Assistentin Abigail treffen auf ihren schlimmsten Gegner. Ein dunkler König versucht, die Welt mithilfe einer Mischung aus Magie und Technik aus den Angeln zu heben. Das Duo muss an allen Fronten kämpfen: die Untoten zurück zwingen und den Riss zwischen der Erde und der Anderswelt schließen. Dabei kommen sich Abigail und der Detektiv Charlie immer näher, während Jackaby sich seine Gefühle für die Geisterdame Jenny eingesteht. Doch die Zukunft ist bedroht, wenn sie den gnadenlosen König nicht bezwingen können ... William Ritter hat an der University of Oregon studiert und unter anderem Kurse in Trampolinspringen, Jonglieren und über das Italienische Langschwert aus dem 17. Jahrhundert belegt. Er ist verheiratet, stolzer Vater und unterrichtet englische Literatur. "Jackaby - Der gnadenlose König" ist der vierte Band seiner preisgekrönten Reihe um den Detektiv für ungeklärte Phänomene.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 11.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641225926
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: Jackaby 4
    Originaltitel: JACKABY #4 - The Dire King
    Größe: 1385 kBytes
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JACKABY - Der gnadenlose König

1

Zu sagen, in der Augur Lane 926 sei die Normalität noch nicht wieder eingekehrt, hieße, das Wesen des Hauses grob verzerrt darzustellen. Im besten Fall war der sonderbare Wohnsitz ein Domizil des Unnormalen und eine Zuflucht für Fremdartiges.

Vorausschauende Planung schien dem Architekten des Gebäudes nicht wichtig gewesen zu sein und so war aus einem Wirrwarr unterschiedlicher Materialien und Stilrichtungen ein vielschichtiges Bauwerk entstanden. Simse und Säulen, Balkone und Balustraden trafen in grotesken Winkeln aufeinander und hätten ein grässliches Chaos bilden müssen, stattdessen war es auf seine Art wunderschön. Ein Chaos zwar, gewiss, doch ein herrliches.

Innen war das Haus sogar noch erstaunlicher. Mein Arbeitgeber R. F. Jackaby war kein gewöhnlicher Privatdetektiv und Beweise dafür fanden sich an allen Ecken und Enden. Schauerliche Andenken aus zahllosen kuriosen Fällen füllten die Regale; merkwürdige Gerüche wehten aus seiner Laborküche, strömten durch den verschachtelten Flur, ergossen sich in sein vollgestopftes Arbeitszimmer und kitzelten die Buchrücken in seiner üppig ausgestatteten Bibliothek. Als ich unter der Wendeltreppe entlangging, konnte ich von oben das vertraute Platschen von Flügeln auf Wasser hören, Geräusche vom Ententeich im dritten Stock, wo Douglas, Jackabys ehemaliger Assistent und derzeitiger Wasservogel, einen Großteil seiner Zeit verbrachte.

So seltsam das alles scheinen mochte, ich hatte begonnen, diesen Ort als mein Zuhause zu betrachten. Und dann war in mein Zuhause eingebrochen worden.

Ich trat aus der Hintertür in die helle Sommersonne hinaus, an dem Scherbenhaufen zerbrochener Büsten und Reliquien vorbei, die Jackaby beim Aufräumen der Trümmer in den vergangenen Wochen aus dem Fenster seines Arbeitszimmers geworfen hatte. Wir hatten mit unseren Ermittlungen ein Hornissennest aufgestört, und die Hornissen hatten riesige Ungeheuer vorbeigeschickt, um unser Nest aufzustören. Ihr Eindringen hatte unseren Statuen und dem Wandputz irreparable Schäden zugefügt, aber mehr noch hatte es unser Gefühl von Sicherheit erschüttert. Seit dem Vorfall hatten wir getan, was wir konnten, um die Spuren der Verwüstung zu beseitigen. Den Stoß roter Holzsplitter zusammengekehrt, der einmal unsere fröhlich leuchtende Haustür gewesen war, die schlimmsten Mauerschäden zugegipst und das Meer aus Glassplittern im Labor aufgefegt. Aber der Schaden war geschehen.

Nein, in die Augur Lane 926 war die Normalität noch nicht wieder eingekehrt. Ebenso wenig wie das Unnormale. Alles lag im Argen und fühlte sich falsch an.

Ich blieb stehen und fischte einen schweren Eisenschlüssel aus meiner Tasche. Mein einziger Trost war, dass die Schuldige an dieser Zerstörung nun unsere Gefangene war, eingesperrt in Jackabys durch übernatürliche Sicherheitsvorkehrungen geschütztem Keller.

Morwen Finstern wirkte nicht besonders einschüchternd, als ich die Tür aufstieß und die Stufen in ihr behelfsmäßiges Gefängnis hinunterstieg. Ihr äußeres Erscheinungsbild war eher durchschnittlich, mit rotblond gewellten Haaren, die ihr in wirren Strähnen um das schmale Gesicht fielen. Bloß ihre grünen Augen saßen leicht versetzt und verliehen ihrem Gesicht etwas Verstörendes. Jetzt aber blickten sie groß und traurig, und ich hätte vielleicht Mitleid mit ihr gehabt, wenn ich nicht gewusst hätte, dass sie eine niederträchtige Nixe war, eine grausame Gestaltwandlerin, die für den Tod unzähliger Unschuldiger verantwortlich war.

"Shepherd's Pie", verkündete ich und stellte den Teller auf dem verstaubten Tisch ab. "Nicht sonderlich warm."

"Ich rieche Zwiebeln", sagte Morwen.

"Ich habe extra viele hineingetan."

"Ich sagte Ihnen doch gestern, dass ich keine Zwiebeln mag."

"Eben deshalb habe ich extra viele hineingetan."

Morwens Finger bogen sich, als wollte sie die Faust ballen und zum Schlag gegen mich ausholen. Die feingliedrige Kette

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