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Kill the Queen Die Splitterkrone 1 von Estep, Jennifer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.03.2020
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Kill the Queen

Im Königreich Bellona bestimmen die magischen Fähigkeiten einer jeden Person über deren Ansehen und Rang. Da die junge Lady Everleigh anscheinend über keinerlei Magie verfügt, verbringt sie die meiste Zeit in den Schatten des königlichen Hofs. Üblicherweise wird sie vom restlichen Adel übersehen und vergessen. Doch dunkle Mächte arbeiten innerhalb des Palasts. Als Everleighs Cousine, die Kronprinzessin Vasilia, ihre Mutter ermordet und den Thron besteigt, verändert sich alles. Evie selbst kann Vasilias Anschlag nur dank ihrer geheimen Fähigkeit entkommen - sie ist immun gegen Magie, die auf sie gerichtet wird. Auf ihrer Flucht stößt Evie auf den berüchtigten Gladiator Lucas Sullivan, einem mächtigen Magier, den ein Geheimnis umgibt ...

Jennifer Estep ist SPIEGEL-Bestsellerautorin und lebt in Tennessee. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab. Bei Piper erscheinen ihre Young-Adult-Serien um die 'Mythos Academy', 'Mythos Academy Colorado' und 'Black Blade' sowie die Urban-Fantasy-Reihen 'Elemental Assassin' und 'Bigtime'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 16.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492995993
    Verlag: Piper Verlag
    Originaltitel: Kill the Queen
    Größe: 3680 kBytes
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Kill the Queen

2

Meine Pflichten des Vormittags, ob nun in königlichem Dienst oder nicht, waren noch nicht erfüllt. Daher verdrängte ich meine Unruhe wegen Maeven in der Küche, während ich durch die weitläufigen Flure der öffentlichen Bereiche im Erdgeschoss lief.

Der Palast der Sieben Türme war das Kronjuwel von Svalin, der Hauptstadt des Königreichs Bellona. Sieben Türme war ursprünglich einmal eine Mine gewesen, in der Arbeiter Zährenstein, Fluorstein und mehr aus dem Berg gemeißelt hatten. Doch dank Ophelia Ruby Winter Blair, einer Steinmeisterin, die zu meinen Vorfahren gehörte, war die Mine in ein Wunder aus Marmor, Granit und Zährenstein verwandelt worden. Über die Jahre war der Palast vergrößert und erweitert worden, sodass man ihn mittlerweile durchaus mit einem Berg oder einer eigenständigen Stadt vergleichen konnte.

Sieben Türme erinnerte mich immer wieder an einen von Isobels vielschichtigen, aufwendigen Kuchen. Eine breite, massive Basis mit Steintreppen und Metallaufzügen, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Mauern nach oben führten, wie Stränge aus Zuckerguss und Bänder aus gehärtetem Zucker. Der Palast schraubte sich empor in die Seite des Berges. Auf jedem Stockwerk befanden sich Balkone und Terrassen, bevor sich das Gebäude zu einer Reihe von sieben hohen Zährensteintürmen verjüngte, die scheinbar in den Himmel stachen. Daher der Name Sieben Türme.

Ich blieb an einem der Fenster stehen. Unter mir stürzte der Fluss Summanus von den umgebenden Nadelbergen ins Tal und glitzerte in der Sonne wie ein schäumender Teppich aus Saphiren und Diamanten. Sieben gepflasterte Brücken erstreckten sich vom Palast über den Fluss in Richtung Stadt. Auf der anderen Seite des Wassers befanden sich Gebäude aller Größen und Formen, die meisten von ihnen verziert mit kleinen Palastturm-Imitaten aus Metall. Am schönsten war dieser Ausblick bei Nacht, wenn sich die Lichter der Stadt in den Türmen spiegelten und sie glänzen ließen wie goldene, silberne oder bronzefarbenen Spitzen von Julfest-Bäumen.

Ein weißes Schaufelrad-Boot, an dessen Seite der Name Delta Queen zu erkennen war, tuckerte über den Fluss und näherte sich langsam einer riesigen, runden Arena am Rand der Stadt. Ich kniff die Augen zusammen, konnte aber die Symbole auf den weißen Flaggen an den Türmen der Kuppel über der Arena nicht erkennen. Somit konnte ich auch nicht sagen, welche Gladiatorentruppe diese Arena ihr Zuhause nannte.

Gladiatorentruppen waren in Andvari, Unger, Morta und den anderen Königreichen der letzte Schrei. Zu den beliebtesten Gesprächsthemen zählte, welchen Gladiator eine Person am meisten schätzte, welche Truppen sie in den verschiedenen Ligen und Wettbewerben anfeuerte und welche Gladiatoren und Truppen sie nicht ausstehen konnte.

Hier in Bellona hatten die Gladiatorentruppen jedoch eine ganz besondere Bedeutung und erfreuten sich einer besonders begeisterten Anhängerschaft. Vor langer Zeit war Bryn Bellona Winter Blair eine einfache Gladiatorin gewesen, die sich langsam nach oben gekämpft ... und letztendlich vollkommen unterschiedliche Regionen zu einem großen Königreich vereint hatte, das ihr zu Ehren Bellona getauft wurde. Bryn hatte auch die mortanischen Invasoren zurückgetrieben und auf typische Gladiatorenart den mortanischen König in einem klassischen Duell besiegt. Sie war aufgrund ihrer Stärke, ihres Mutes und ihrer Gewitztheit zur ersten Königin von Bellona gekrönt worden.

Die Geschichten über Bryn mochte ich von allen Erzählungen am liebsten. Als ich noch jünger gewesen war, hatte ich versucht, so stark, mutig und wild zu sein wie sie, auch wenn das Leben im Palast mich schnell kalt und bitter hatte werden lassen.

Ich hatte noch nie ein Gladiatorenspektakel besucht, aber ich hatte schon viel darüber gehört. Zum Teil Zirkus, zum Teil ein Publikumssport, zum Teil Kampf. Die meisten Wettkämpfe waren relativ zahm, mit Gladiatoren, die nur bis zum erst

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