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Killing Mr Griffin von Duncan, Lois (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.08.2012
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Killing Mr Griffin

Faszinierend, schockierend und atemberaubend spannend - Psychothriller mit Tiefgang Highschool-Lehrer Mr Griffin ist streng, unerbittlich und verhasst. So sehr, dass ihm Mark und seine Clique eine Lektion erteilen wollen - und ihn kidnappen. Doch ihr perfider Plan geht nicht auf. Denn plötzlich stirbt Mr Griffin an einer ungeahnten Herzschwäche! Statt zur Polizei zu gehen, beschließen die Freunde, ihre Tat zu vertuschen und verstricken sich immer tiefer in ein Netz aus Lügen, falschen Alibis und ängstlichem Schweigen. Nur einer bewahrt kühlen Kopf - und geht über weitere Leichen! Lois Duncan wurde in Philadelphia geboren und wuchs in Florida auf. Schon als Kind wusste sie, dass sie eines Tages Schriftstellerin werden würde. Ihre erste Geschichte sandte sie im Alter von 10 Jahren an ein Zeitschrift, erstmals veröffentlicht wurde sie als Lois 13 Jahre alt war. Lois Duncan hat über 50 Bücher geschrieben. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre preisgekrönten Jugendbuch-Thriller. Sechs ihrer Romane wurden verfilmt und 'Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast' wurde zu einem riesigen Kinoerfolg. Erwachsene Leser werden sie vor allem durch ihr 1993 in Deutschland erschienenes Buch 'Wer hat meine Tochter umgebracht?' kennen, in dem sich die Autorin mit dem Mord an ihrer jüngsten Tochter Kaitlyn auseinandersetzt. Lois Duncan gilt mit ihren in den 70er-Jahren erschienenen Romanen als erste Thriller-Autorin im Jugendbuch überhaupt. Die vorliegenden Ausgaben wurden von ihr überarbeitet und modernisiert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 13.08.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641079734
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Originaltitel: Killing Mr Griffin
    Größe: 445 kBytes
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Killing Mr Griffin

EINS

Es war ein stürmischer Frühlingstag , als sie auf die Idee kamen, Mr Griffin zu töten.

Susan McConnell überquerte die Sportanlage in Richtung Schulgebäude. Sie musste sich gegen den Wind stemmen und mit den Händen die Ränder ihrer Brille abschirmen, damit der aufgewirbelte rote Staub ihr nicht in die Augen drang. Steppenläufer fegten an ihr vorbei wie kleine pelzige Tierchen, wurden vom Zaun, der die Sportanlage vom Parkplatz trennte, ausgebremst und schichteten sich an seinem Fuß zu struppigen Knäueln auf. In der Ferne hoben sich unscharf die Umrisse der zerklüfteten Sandia Mountains vom schmutzig lila Himmel ab.

Ich hasse den Frühling, dachte Susan. Ich hasse den Staub und den Wind. Ich wünschte, wir würden irgendwo anders leben. Eines Tages ...

Sie benutzte sie oft, diese beiden Worte - eines Tages.

"Eines Tages", hatte sie noch heute Morgen beim Frühstück gesagt, "eines Tages werde ich in einem kleinen Häuschen an einem See leben, wo alles friedlich ist und grün und nur das leise Plätschern des Wassers zu hören ist."

Kaum waren die Worte draußen, hätte sie sie am liebsten wieder zurückgenommen.

"Aha. Und wovon willst du die Grundsteuer bezahlen?", fragte ihr Vater in seiner üblichen vernünftigen Art. "Ein Grundstück an einem Seeufer ist nämlich nicht gerade billig. Irgendjemand wird dir deine hübsche kleine Oase finanzieren müssen."

"Ein reicher Ehemann!", rief ihr Bruder Craig, und die siebenjährigen Zwillinge fingen an zu prusten.

"Das wird hoffentlich noch eine Weile dauern!" Ihre Mutter trat mit einer Pfanne an den Tisch. "'Drum prüfe, wer sich ewig bindet', hat meine Großmutter immer gesagt. Man kann sich für alles genügend Zeit lassen."

"Um eine alte Jungfer zu werden?", wollte Kevin, einer der Zwillinge, kichernd wissen.

"Sei nicht albern", entgegnete Mrs McConnell. "So was wie alte Jungfern gibt es gar nicht mehr. Heute nennt man das 'Single'. So, wer will alles Rührei?"

Eines Tages, dachte Susan und ließ sich tiefer in ihren Stuhl rutschen. Eines Tages werde ich von zu Hause ausziehen und diese Familie verlassen. Ich werde allein leben, lesen, schreiben und nachdenken können, wann ich will - und höchstens an Weihnachten hierher zurückkommen.

"Wirst du später mal ein Single sein, Sue?", fragte Alex, Kevins Zwillingsbruder, mit scheinheiliger Unschuld und stieß seinem Bruder den Ellbogen in die Seite, woraufhin Craig mit der unerträglichen Selbstsicherheit eines Zwölfjährigen grinste und sagte: "Um zu heiraten, muss Sue erst mal anfangen, Dates zu haben ..."

"Alles zu seiner Zeit", rügte Mrs McConnell sie nachsichtig, worauf Mr McConnell murmelte: "Apropos Grundsteuer ..." und sie das Thema wechselten.

Und Susan, den Blick fest auf ihren Teller gerichtet, hatte sich stumm geschworen: Eines Tages ... Eines Tages ...

Der Staub brannte auf ihren Wangen, drang ihr in die Nase und legte sich auf ihre Lippen. Plötzlich flogen im Wind knatternd mehrere Ringbuchblätter an ihr vorbei, die wie seltsame weiße, aus ihrem Käfig befreite Vögel wirkten.

"Halt sie fest, bevor sie über den Zaun fliegen!", schrie jemand.

Susan drehte sich um und sah David Ruggles auf sich zulaufen. Mit seiner schmächtigen Statur und den sich im Sturm aufblähenden Ärmeln seines blauen Anoraks sah er aus wie ein Drache, den der Wind in die Lüfte hob und mit sich trug. Er segelte an ihr vorbei und schnappte hektisch nach den entwischten Blättern, und Susan nahm die Hände von der Brille und begann ebenfalls, nach ihnen zu haschen.

Auf einmal landete das Blatt, nach dem sie gerade greifen wollte, direkt vor ihr auf dem Boden, sodass sie es nicht mehr schaffte, rechtzeitig abzubremsen, und mit dem Fuß drauftrat.

"Verdammter Mist!" Fluchend hob sie es auf. Genau in der Mitte prangte der Profil

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