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Knochendiebin (Die zwölf Kasten von Sabor 1) Packend-düsterer Fantasy-Roman für Jugendliche und alle, die "Die rote Königin" lieben von Owen, Margaret (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2019
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Knochendiebin (Die zwölf Kasten von Sabor 1)

Achtung, nur für kurze Zeit! Vom 25.11. bis 01.12. kannst du dir dieses epische Fantasy-Debüt für nur ? 4,99 anstatt ? 13,99 sichern. Tauche ein in eine ganz besondere Welt und verliebe dich mit uns in diese wunderbaren Figuren! Das atemraubende Fantasy-Debüt aus den USA- so atmosphärisch wie Die rote Königin , so spannend wie Throne of Glass und so eindringlich wie Das Lied der Krähen . Die junge Magierin Stur aus der Krähen-Kaste kennt nur ein Gesetz: Beschütze die Deinen! Denn von den übrigen Kasten werden die Krähen geschmäht. Dabei versorgen sie Sterbende und Tote, ein wichtiger Dienst in einem Land, in dem die Sündenseuche wütet. Als Sturs Familie für eine Bestattung zum Königspalast gerufen wird, geschieht Unerwartetes: Der angeblich tote Prinz Jasimir will ihre Hilfe! Um die böse Herrscherin zu stürzen, müssen er und sein Leibwächter Tavin Verbündete treffen - unter Sturs Obhut. Aber kann sie dem Prinzen undseinem besten Freund wirklichtrauen? Eine Geschichte über Verlust und Vergeltung, über Verzicht und Veränderung, über den Willen zu überleben - und zu lieben! "Üppig, aufwühlend und ... perfekt für Fans von Leigh Bardugo und Tomi Adeyemi.", Kirkus Reviews Margaret Owen wuchs in Oregon City auf. Sie hat in vielen Bereichen gearbeitet, vom Secondhandladen bis zur Wahlkampagne, und immer etwas dazugelernt. Inzwischen konzentriert sie sich aufs Schreiben und darauf, ihre zwei Monsterkatzen im Zaum zu halten. Sie liebt Reiseziele, vor denen alle warnen, und sammelt mit eigenen Illustrationen Gelder für gemeinnützige soziale Einrichtungen. Margaret Owen lebt zurzeit in Seattle.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 31.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646900255
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Originaltitel: The Merciful Crow
    Größe: 5074 kBytes
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Knochendiebin (Die zwölf Kasten von Sabor 1)

EINS

Der leere Thron

Pah brauchte viel zu lange, um den beiden Jungs die Kehle durchzuschneiden.

Mindestens zehn Minuten waren verstrichen, seit er in der Quarantänehütte verschwunden war, und sieben davon hatte Stur damit verbracht, die vergoldete Tür anzustarren und einen losen Faden an ihrem zerschlissenen, schwarzen Mantel zu ignorieren. Eine Minute bedeutete, dass die Sündenseuche die Jungs in der Hütte schon erledigt hatte. Drei Minuten, dass Pah Barmherzigkeit zeigen und jemanden von seinen Qualen erlösen musste.

Aber zehn Minuten, das war zu lange. Zehn Minuten, das hieß, dass etwas faul war. Und das Getuschel, das über die blitzblanken Fliesen des Innenhofes fegte, verriet ihr, dass auch die Schaulustigen langsam misstrauisch wurden.

Stur knirschte mit den Zähnen, bis das Kneifen in ihrem Bauch nachließ. Pah war ein alter Fuchs. Er wusste, was er tat, bei allen zwölf Höllen. Erst gestern hatte er ihre Rotte zu einem Seuchensignal geführt, Leichen und Lohn einkassiert und sie vor dem Mittag wieder auf den Weg gebracht.

Und in der Stadt, in der sie gewesen waren, hatte kein Mangel an Gaffern geherrscht. Ein Mann, der durch die Fäden auf seinem Webstuhl lugte, eine Frau, die ihre Ziegenherde direkt an der Sündenhütte vorbeiführte, um sie von Nahem betrachten zu können, Kinder, die sich dem Griff ihrer Eltern entwanden, um die Krähen zu begaffen und zu fragen, ob sich unter den Schnabelmasken und schwarzen Mänteln Ungeheuer verbargen.

Die Antwort, dachte Stur, hing wohl davon ab, ob eine Krähe mithörte oder nicht.

Aber Stur war vertraut mit den Gaffern und mit Schlimmerem. Sie kannte das schon fast ihr ganzes Leben lang. Als Angehörige der einzigen Kaste, die immun gegen die Sündenseuche war, hatten die Krähen die Pflicht, auf jedes Signal hin zu erscheinen.

Und als Pahs Lehrling und zukünftige Flügelherrin konnte sie sich kein weiches Herz leisten. Nicht einmal hier. Nicht einmal jetzt.

Die zwei Jungs, die sie heute Abend wegschaffen mussten, unterschieden sich in keiner Weise von all den anderen Leichen, bei deren Verbrennung Stur im Laufe ihrer sechzehn Lebensjahre geholfen hatte. Da zählte es auch nicht, dass unter den Hunderten von Toten kaum jemand von so hohem Stand gewesen war wie diese beiden. Da zählte es nicht, dass man die Krähen zuletzt vor fünfhundert Jahren in den Königspalast von Sabor befohlen hatte.

Die brennenden Blicke der Krieger und Adeligen verrieten Stur aber, dass für die Hehren Kasten an diesem Abend die Sündenseuche zählte.

Pah wusste, was er tat. Sie wiederholte die Worte noch einmal im Stillen.

Und Pah brauchte viel zu lange.

Stur riss ihren Blick von der Tür los und ließ ihn forschend über die Menschen gleiten, die sich auf den Galerien entlang des königlichen Quarantänehofes drängten. Die Suche nach möglichen Unruhestiftern war ihr zur Gewohnheit geworden, seit sie einmal von dem wutschnaubenden Angehörigen eines Seuchentoten verfolgt worden waren. Wie es schien, standen ausschließlich Pfauen-Höflinge - alle mit üppiger Trauerbemalung und Jammermiene - an den Holzgeländern und gafften aus sicherer Entfernung.

Stur zog unter der Maske eine Grimasse, als sie das übliche Getuschel hörte: "... so eine Schande ...", "... sein Vater?" und die allzu vertrauten Wörter "Knochenschröpfer" und "Knochendiebe." Uralte, fast langweilige Beleidigungen, nichts, das für Ärger sorgen würde. Die skandalsüchtigen Pfauen waren einfach nur wie gebannt vom Anblick der dreizehn Krähen, sie rechneten mit einem Spektakel.

Ärger mit den Habichten war da um einiges wahrscheinlicher. König Surimir bevorzugte Kriegshexer als Palastwachen, jene Habicht-Krieger, die ebenso problemlos Wunden heilten, wie sie ihre Gegner von innen zerfetzten. Hochgefährlich und, da sie sich ihrer Macht bewusst waren, sehr leicht zu provozieren.

Die Kriegshexer hatten ihre Schwertgriffe fester gepac

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