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Lauren, vermisst von McKenzie, Sophie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.05.2013
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Lauren, vermisst

Lauren ist vierzehn - und sie ist adoptiert. Sie möchte mehr über ihre Herkunft erfahren, das Problem ist nur, dass ihre Eltern ihr nichts darüber erzählen. Doch dann stößt sie im Internet auf den Bericht über ein kleines Mädchen, das zwei Monate, bevor Lauren in London adoptiert wurde, als vermisst gemeldet wurde. Die Ähnlichkeit zu den Bildern in Laurens eigenem Fotoalbum ist verblüffend. Kann es sein, dass Lauren als kleines Mädchen entführt wurde? Von einem Moment auf den anderen fühlt sich Laurens ganzes Leben an wie eine Lüge. Sie möchte mehr über ihre biologische Familie wissen - und sie muss herausfinden, ob ihre Adoptiveltern in die Entführung verstrickt waren. Zusammen mit ihrem besten Freund Jam macht Lauren sich auf die Suche. Doch je näher sie der Wahrheit kommen, desto mehr geraten sie in Gefahr ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 286
    Erscheinungsdatum: 17.05.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838725123
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Girl, Missing
    Größe: 903 kBytes
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Lauren, vermisst

4

MARCHFIELD

Am nächsten Tag gingen Jam und ich in der Mittagspause bis zur nächsten Einkaufsstraße, um uns was zu essen zu holen. Das dürfen an unserer Schule erst die Neuntklässler. Ich war gerade mal drei Wochen in der Neunten und schon beschwerte sich Mum darüber, dass ich nur ungesunde Sachen aß - und zu viel Geld dafür ausgab.

Während wir darauf warteten, an der Theke unsere Pizzabestellung aufgeben zu können, erzählte ich Jam von den Tagebüchern.

"Warum liest du sie denn nicht einfach?", fragte er.

"Weil Mum ihr ganzes altes Zeug oben auf unserem Dachboden in verschlossenen Schrankkoffern aufbewahrt."

Ein Windstoß fuhr mir um die Beine, als eine Gruppe Mädchen aus einer anderen Schule in den Pizza-Imbiss marschierte. Sie stellten sich ans andere Ende der Theke und beugten sich kichernd über die Speisekarte.

Jam bestellte das Übliche - eine Ananas-Schinken-Pizza mit extra viel Peperoni für mich zum Runterpicken -, dann setzten wir uns auf die Metallbank in der Ecke.

"Na, dann besorg dir die Schlüssel und geh da hoch", schlug er vor.

Ich starrte ihn an. Bei Jam klang das alles immer so einfach.

"Und was ist mit Mum?", fragte ich. "Ich brauche jemanden, der sie ablenkt, und zwar mindestens für eine Stunde."

Jam runzelte die Stirn. "Geht sie manchmal aus?"

"Fast nie." Es stimmte. Weil Dad oft nicht vor neun heimkommt, arbeitet Mum von zu Hause aus und verbringt auch die meisten Wochenenden und Abende in ihrem Arbeitszimmer.

Sie ist nicht gerade eine Partyqueen.

Nach ein paar Minuten schlenderte Jam rüber zur Theke, um zu gucken, wo unsere Pizza blieb. Während er wartete, kam eins der Mädchen aus der anderen Schule zu ihm. Sie sah ziemlich scharf aus, hatte stachelige blonde Haare und trug einen Schulrock, der ziemlich weit hochgerutscht war.

"Meine Freundin findet dich echt klasse", sagte sie und deutete mit dem Daumen auf eine kleine Rothaarige am Rand des Mädchenpulks.

Jam lief rot an und ich grinste. Er wurde andauernd von Mädchen angemacht. Na ja, man kann wohl sagen, dass er ziemlich gut aussieht. Groß, mit ebenmäßigen Zügen und unglaublich glatter Haut in einem Goldton.

Die tough aussehende Blondine stützte eine Hand auf die Hüfte. "Also: Willst du mit ihr ausgehen? Morgen Abend hat sie Zeit." Von der Gruppe am anderen Ende der Theke kam prustendes Gekicher.

Jam lächelte und bemühte sich freundlich zu sein, als er ablehnte. Er sah aus, als ob ihm das alles schrecklich peinlich wäre. Die Bedienung erschien mit unserer Pizza.

Ich stand auf und nahm die Schachtel entgegen. Dann wandte ich mich an das Mädchen.

"Tut mir leid", sagte ich und berührte Jam am Arm. "Aber morgen Abend hat er keine Zeit."

Ich ließ Jam wieder los und ging schwungvoll aus dem Laden. Hinter mir ertönte ein mehrstimmiges, bedauerndes "Oooooooooh".

Es war schon seltsam, wie ähnlich Jam und ich uns waren. Wir hatten kein Interesse daran, mit jemandem auszugehen, wir wollten einfach nur Freunde sein. Ein Freund des jeweils anderen.

Jam holte mich ein, als ich die Hauptstraße hochlief.

"Was hast du gemeint?", fragte er. "Von wegen morgen Abend?"

Ich grinste ihn an. "Ich habe gehofft, du würdest mir dabei helfen, Mum abzulenken, damit ich mir die Tagebücher anschauen kann."

Mein Plan war ziemlich einfach. Jams Mum Carla sagte ständig, sie und Mum sollten sich mal treffen, weil Jam und ich doch so gute Freunde seien. Deshalb fragte ich sie abends nach der Schule, ob Mum sie nicht am nächsten Tag besuchen könne.

"Sie würde Sie wirklich gerne kennenlernen", log ich.

Carla war wie immer begeistert, wenn auch nicht sehr verbindlich: "Wie schön, Liebes, aber sag ihr bitte, dass sie vor sieben hier sein soll, denn danach muss ich arbeiten."

Natürlich wollte Mum nicht hingehen. Zum einen, weil sie

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