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Leben und Schicksale des Katers Rosaurus oder die kleine Prinzessin und ihre Katze von Winter, Amalie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2014
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Leben und Schicksale des Katers Rosaurus

Amalie Winter - Leben und Schicksale des Katers Rosaurus oder die kleine Prinzessin und ihre Katze
Die kleine Prinzessin Marie war 6 Jahr alt und führte ein glückliches Leben. Alle Welt war ihr gut und Jedermann bemühte sich, ihr Freude zu machen. Täglich wurden kleine Mädchen eingeladen, mit denen sie im schönen Wagen spatzieren fuhr und mit schönen Spielsachen spielte. Eines tages hören die Kinder ein Geräusch im Kamin und hinaus kommt weder eine Fledermaus noch eine Eule oder ein Uhu - es ist ein kleines Kätzchen ...
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Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 02.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944869759
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 620kBytes
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Leben und Schicksale des Katers Rosaurus

Kapitel 3 - Wie die Kinder mit dem Kätzchen spielen

Quäle nie ein Tier zum Scherz, Denn es fühlt wie Du den Schmerz.

Kätzchens Ankunft war eine große Freude für die Kinder und besonders für Prinzeß Marie. Wenn sie früh aufwachte, mußte man ihr das kleine Tier ins Bett bringen, wo sie ihm das Frühstück gab, welches aus Milch und Bisquit bestand. Joly, der oft eifersüchtig war, wurde ohne Erbarmen geschlagen und in die Bedientenstube verwiesen, wenn er sich neidisch zeigte und dem Kätzchen etwas anhaben wollte. Kätzchen fühlte sich auch bald heimisch in dem blauen mit Sternen besäeten Zimmer, man merkte es ihm an, daß es in einem Himmelbett zur Welt gekommen war; denn nichts erschien ihm zu gut, um es zu benutzen. Das Prinzesschen wollte auch mit nichts Anderem mehr spielen als mit Kätzchen. Trotzig stand die schöne große Puppen-Königin in der Ecke, seit 8 Tagen war ihr starkes Haar nicht gebürstet und geflochten, ihr Staat nicht gewechselt worden.

Gabriele, die Balldame, lag eben so lang schon im Himmelbett in der Nachtjacke und niemand dachte daran, ihr nur ein einziges Mal die Augenlieder aufschlagen zu lassen, unter welchen doch so schöne blaue Glasaugen ruhten. Unter dem Tisch lag aber die Wickelpuppe noch im Taufstaat, denn sie hatte ihre schöne Wiege dem Miaukätzchen einräumen müssen.

Die Puppenstube befand sich aber in großer Unordnung, weil Miaukätzchen alles darin herumgeworfen hatte; der Kronleuchter war zertrümmert, die hübschen Nippsachen zerbrochen und die kleine Uhr von Marzipan sah gar nicht mehr aus wie eine Uhr; denn Miaukätzchen hatte die süßen Bestandtheile derselben entdeckt und häufig daran geleckt.

Kätzchen durfte sich auch alle möglichen Freiheiten nehmen. Wenn die Fürstin durch das Zimmer ging mit dem Schleppkleid, sprang es auf die Schleppe und ließ sich spazieren fahren. Wenn Prinzesschen mit dem Batisttuch wedelte, haschte Kätzchen danach und hing sich mit seinen kleinen Krallen in dessen Spitzen, welche natürlich darunter litten.

Mademoiselle Gogo pflegte in einem Lehnsessel Platz zu nehmen, wenn sie das Prinzesschen an- oder auskleidete; dann hüpfte Kätzchen auf die Lehne. "Kätzchen sieht zu", sagte Mademoiselle Gogo, und sie meinte, das könne Prinzesschen vermögen, hübsch still zu halten. Das war aber eines Tages gar nicht der Fall und Mademoiselle Gogo schüttelte unzufrieden das Haupt, so daß die rothen Mützenbänder wackelten, und da Kätzchen meinte, alles was sich bewege, wolle mit ihr spielen, Wupp! war es auf Mademoiselle Gogos Kopf gesprungen und hatte die rothen Schleifen in den Klauen. Mademoiselle Gogo fiel aber beinahe in Ohnmacht vor Schrecken und das Prinzesschen konnte vor Lachen vollends nicht still halten; aber das war auch nicht nöthig, denn die gute Mademoiselle Gogo lachte gleich darauf von ganzem Herzen mit.

Joly pflegte sein Frühstück und Mittagsmahl beim Kamin in des Prinzesschens Zimmer zu erhalten, und Kätzchen, obgleich es schon ganz gesättigt war, fühlte stets Appetit danach und naschte davon. Wenn nun der arme zurückgesetzte Joly sich darüber erzürnte, zu bellen anfing und Kätzchen wegjagen wollte, begann dasselbe zu pusten und zu drohen und mit ihren Sammetpfötchen Ohrfeigen auszutheilen, so daß Joly das Schwänzchen einzog und queilte und unter das Kanapee flüchtete.

Kätzchen war noch gar nicht gut erzogen und pflegte oft die schönen Teppiche zu verunreinigen; Mademoiselle Gogo machte eine Ruthe, um es zu strafen, aber Prinzesschen bat immer vor und wenn alle Welt sich die

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