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Leinen los, Seeräubermoses Band 2 von Boie, Kirsten (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.01.2014
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
eBook (ePUB)
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Leinen los, Seeräubermoses

Nase im Wind! Moses möchte wieder Seeräuber sein. Sticken und Knicksen ist nicht ihre Sache. Immer wieder denkt Moses sehnsüchtig an die Zeit zurück, als sie noch ein Seeräubermädchen auf der Wüsten Walli und keine vornehme Prinzessin war. Wie gern würde sie sich auf die Jagd nach dem gestohlenen Blutrubin machen, aber Prinzessinnen dürfen das nicht. Da trifft es sich fast günstig, dass gleich zwei Fremde behaupten, nicht Moses, sondern ihre Töchter seien die wahre Prinzessin. Mast- und Schotbruch! Da kann Moses doch gleich wieder Seeräuber werden! Das zweite Abenteuer von Kirsten Boies Seeräubermoses: Eine seeräuberstarke, super spannende und unwiderstehlich lustige Schatzsuche mit wilden Bösewichtern und echten und falschen Prinzessinnen. Mit wunderbaren farbigen Bildern von Barbara Scholz.

Kirsten Boie ist eine der renommiertesten, erfolgreichsten und vielseitigsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie wurde 1950 in Hamburg geboren, machte dort ihr Abitur und studierte Germanistik und Anglistik. Zwei Semester besuchte sie, gefördert durch ein Auslandsstipendium der Hamburger Universität, die Universität Southampton/Großbritannien. Nach dem ersten Staatsexamen in den Fächern Deutsch und Englisch promovierte sie im Fach Literaturwissenschaft über die frühe Prosa Bertolt Brechts. Sie arbeitete als Lehrerin in einem Gymnasium, wechselte auf eigenen Wunsch später an eine Gesamtschule. 1983 adoptierte sie mit ihrem Mann ihr erstes Kind. Auf Verlagen des vermittelnden Jugendamtes musste sie ihre Berufstätigkeit aufgeben, um sich ganz dem Kind widmen zu können. In dieser Zeit schrieb sie, inspiriert durch die eigene Situation, ihr erstes Kinderbuch mit dem Titel 'Paule ist ein Glücksgriff'. Ihr Debüt wurde ein beispielloser Erfolg ((Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis, Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach; Ehrenliste des Österreichischen Staatspreises für Kinder- und Jugendliteratur). Und Kirsten Boie selbst erwies sich als Glücksfall für die deutsche Kinder- und Jugendliteratur. Inzwischen sind von Kirsten Boie weit mehr als hundert Bücher erschienen und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden, Bücher, die keinen Zweifel daran lassen, dass die Autorin auf Seiten der Kinder steht. Dass sie dabei auch die Erwachsenen nicht vergisst, macht ihre Figuren so wahrhaftig und sympathisch, ihre Bücher so liebens- und lesenswert. Neben Kinder- und Jugendbüchern schreibt Kirsten Boie auch kleinere Drehbücher fürs Kinderfernsehen, außerdem Vorträge und Aufsätze zu verschiedenen Aspekten der Kinder- und Jugendliteratur. In den letzten Jahren unternimmt Sie zunehmend Reisen ins europäische und nichteuropäische Ausland im Auftrag des Goethe-Institutes. 2007 wurde sie für ihr Gesamtwerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet. Kirsten Boie lebt mit ihrem Mann im Einzugsbereich von Hamburg. Zwei Dinge sind Kirsten Boie beim Schreiben besonders wichtig: Zum einen, dass Literatur für Kinder immer auch Literatur sein sollte; zum anderen, dass darüber nicht vergessen wird, an wen sie sich richtet, dass sie also Literatur für Kinder ist: 'Bei dem Spagat zwischen beiden Anforderungen rutsche ich sicherlich einmal mehr zur einen, einmal zur anderen Seite hin aus. Aber hier die richtige Balance zu suchen, ist es gerade, was das Schreiben für Kinder für mich so aufregend macht.' kirsten-boie.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 20.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862741090
    Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
    Serie: Seeräuber-Moses Bd.2
    Größe: 19690 kBytes
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Leinen los, Seeräubermoses

1. Kapitel

in dem Moses' Zofe ordentlich Grundzum Seufzen hat

Es war eine wilde, stürmische Gewitternacht, als Moses zu den Seeräubern kam, aber als sie Prinzessin wurde, war es ein sonniger, warmer Sommertag, und das passt ja auch viel besser dazu.

Nun fragst du dich vielleicht, wie man so mitten im Leben plötzlich Prinzessin werden kann, schon gerade, wenn man vorher ein Seeräuberkind gewesen ist. Und vielleicht möchtest du den Trick dann ja gleich selbst nachmachen. Aber leider klappt das nicht bei jedem. Moses war nämlich in Wirklichkeit schon ihr ganzes Leben lang eine Prinzessin, sie hatte es nur nicht gewusst. Als sie noch ein winziger Säugling war, hatte Olle Holzbein mit seiner Seeräuberbande und seiner Seeräuberkogge "Süße Suse" das stolze Schiff überfallen, auf dem Moses mit ihren Eltern, dem König und der Königin, über die Meere gesegelt war; und bei der Gelegenheit hatte Olle seinem ältesten Vertrauten Hinnerk mit dem Hut befohlen, das brüllende Bündel über Bord zu schmeißen, weil Seeräuber mit einem Säugling meistens nicht so viel anfangen können.

Aber Hinnerk fand das keine gute Idee, er wollte schließlich in den Himmel kommen, wenn er mal tot war, und nicht in die Hölle, wo Kinder-ins-Wasser-Schmeißer ziemlich sicher landen würden, glaubte er, und darum hatte er Moses vorsichtshalber in eine hölzerne Waschbalje gelegt und mit einem wunderschön bestickten Tuch zugedeckt, bevor er sie behutsam über Bord ließ.

Und haargenau diese Waschbalje hatten noch in derselben Nacht Käptn Klaas Klappe und seine Männer aufgefischt, die waren Olle Holzbeins größte Feinde und Erzrivalen, und sie hatten Moses an Bord ihrer "Wüsten Walli" genommen und sie aufgezogen, als wäre sie ihr Kind, und hatten einen tüchtigen Schiffsjungen aus ihr gemacht, der Klampen belegen und die tollsten Seemannsknoten knüpfen und den Schiffsrumpf kalfatern und vor einem Sturm die Segel reffen konnte wie nichts. (Und wenn du jetzt nicht weißt, was das alles bedeutet, weil du ja vielleicht kein Seeräuberkind bist, dann kannst du es hinten im Buch nachlesen.) Und Moses wollte auch in ihrem ganzen Leben nichts anderes werden als genauso ein kühner Seeräuberhauptmann wie Käptn Klaas; und dass sie eigentlich eine kleine Dame war, störte sie dabei gar nicht.

Aber dann entdeckte sie auf abenteuerliche Weise zusammen mit ihrem Freund Dohlenhannes tief unter der Erde den Blutroten Blutrubin des Verderbens (und was es damit auf sich hat, das erzähle ich gleich noch), und in Stein gemeißelt stand an der Rückwand der Höhle, dass er einer schönen Prinzessin gehörte, die dereinst den Menschen ihres Landes Glück und Gerechtigkeit bringen würde. Darum brachten Moses und Hannes den Rubin natürlich aufs Schloss, damit die Prinzessin ihren Besitz auch bekäme, und dabei stellte sich heraus – kann man so was denn glauben? –, dass niemand anderes als Moses selbst diese wunderschöne Prinzessin Isadora Felicia Beata Bianca war und die lange vermisste Tochter der traurigen Königin und des traurigen Königs. Man stelle sich vor!

Und so hatte Moses plötzlich neue Eltern (vorher hatte sie ja schon ihr Leben lang Klaas Klappe und seine Seeräuber als Väter gehabt, und eigentlich hatten die ihr als Eltern auch genügt), und einen neuen Namen und ein ganz neues Leben hatte sie auch. Da musste sie erst mal lernen, was man als Prinzessin alles wissen muss; das war gar nicht so wenig, und manchmal vergaß sie es auch, wie du gleich merken wirst. Denn in genau dem Augenblick, in dem unsere Geschichte beginnt, versuchte Moses gerade,

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