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Liebesfluch Die Arena Thriller von Gurian, Beatrix (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.01.2013
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Liebesfluch

Blue ist überglücklich - sie hat tatsächlich eine Stelle als Au-Pair-Mädchen bekommen! Kaum dass sie in Deutschland ist, taucht auch noch ein Junge auf, der ihr absoluter Traumtyp ist. Doch was als Traum anfängt, verwandelt sich schnell in einen grauenhaften Albtraum. Und das Schlimmste für Blue ist: Nicht nur ihr Leben ist in tödlicher Gefahr, sondern auch das der ihr anvertrauten Kinder. Beatrix Gurian (Beatrix Mannel) studierte Theater- und Literaturwissenschaften in Erlangen, Perugia und München. Danach arbeitete sie zehn Jahre als Redakteurin beim Fernsehen. Seitdem schreibt sie Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in mehr als zehn Sprachen übersetzt wurden. Für ihre aufwändigen Recherchen reist sie um die ganze Welt. Außerdem unterrichtet sie kreatives Schreiben für alle Altersstufen. Sie lebt mit ihrer Familie in München. Foto © Erol Gurian

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 264
    Erscheinungsdatum: 15.01.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401802244
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 3161 kBytes
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Liebesfluch

2.

Du weißt, dass ich dich immer mehr geliebt habe als mein Leben, du warst für mich das Wasser, das Licht und die Luft zum Atmen. Bitte vergiss das nie, niemals und versuche, mir zu verzeihen.

Irgendetwas stimmt hier nicht. Ganz und gar nicht. Meine ersten Stunden in Deutschland und schon habe ich Angst. Grannie hatte mich gewarnt.

Vor einer Stunde bin ich aus dem Flieger gestiegen und nun sitze ich in diesem Auto und frage mich, warum der Mann, den ich erst seit dreißig Minuten kenne, kommentarlos von der Autobahn auf diesen dunklen Parkplatz fährt. Hier gibt es nicht mal beleuchtete Toiletten, keine einzige Lampe, nichts. Vollkommene Dunkelheit umgibt uns.

"Herr Zeltner?", frage ich ihn und muss mich räuspern, weil mir ein Riesenkloß im Hals steckt. "Äh, ich meine Stefan, was machst du denn da?"

Ich umklammere das silberne Bettelarmband mit den vielen Anhängern, das Grannie mir als Glücksbringer mitgegeben hat, und versuche, locker zu bleiben. Das ist verdammt schwer, weil ich noch nie vorher in so einer Situation war. Zu Hause wäre mir so etwas auch gar nicht erst passiert, denn in Las Vegas wäre ich nur zu wirklich guten Bekannten ins Auto gestiegen.

Was ist, wenn dieser Typ gar nicht der Mann ist, der mich vom Flughafen in Frankfurt abholen sollte?, schießt es mir durch den Kopf. Ich habe ihn natürlich nicht nach seinem Ausweis gefragt, als er in der Ankunftshalle ein mit Blümchen und Herzchen bemaltes Schild hochgehalten hat, auf dem Willkommen Venus Blue Bennett stand. Ich habe mich gefreut und bin zu ihm hingegangen, denn ich war sicher, dass er der Vater der Kinder ist, die ich ein Jahr lang betreuen werde. Und als er behauptet hat, seine Frau wäre zu Hause bei den kranken Zwillingen, da habe ich ihm natürlich geglaubt. Aber nun regen sich Zweifel in mir, als er die dunkle Auffahrt zu dem Parkplatz entlangfährt.

Meine Hände sind schweißnass, und obwohl ich eigentlich unheimlich müde bin, werde ich plötzlich hellwach. Was mache ich, wenn dieser Stefan auf dem Parkplatz zudringlich wird? Ich atme tief durch und versuche, ruhig zu bleiben. Eigentlich sieht er ja ganz seriös aus in dem grauen Anzug mit dem weißen Hemd und der blaugrauen Krawatte, die er trotz der Hitze nicht gelockert hat. Sein Profil mit der großen Nase, dem vollen Mund und einem leichten Dreitagebart wirkt sympathisch und erinnert mich eher an ein Model für Golfmode als an einen Serienkiller.

Mag ja sein, dass er nett aussieht, doch mir kommt es trotzdem so vor, als würde mich die Dunkelheit auf dem Parkplatz verschlingen. Die schlimmsten Gedanken schießen durch meinen Kopf. Woher kann ich wissen, wie es hinter seiner Stirn aussieht? Auch wenn er noch so harmlos und freundlich wirkt ... Hat der Serienkiller Ted Bundy nicht sogar ein bisschen wie der junge Robert Redford ausgesehen?

Mein Herzschlag wummert in meinen Ohren, als Stefan in die allerdunkelste Ecke des Parkplatzes fährt. Schließlich bleibt er stehen, zieht die Handbremse an, dann dreht er mir seinen Oberkörper zu.

Und jetzt? Ich starre nach draußen, nichts als Büsche und Bäume. Stefan stellt nun auch die Scheinwerfer ab. Es wird stockdunkel und ich kann gar nichts mehr erkennen. Verzweifelt versuche ich, mich im Auto umzusehen. Mein Gepäck hat Stefan hinten im Kofferraum verstaut, ich habe nicht mal eine Handtasche, mit der ich zuschlagen könnte, und auch sonst kann ich nichts entdecken, womit ich ...

"Venus", sagt er und ich blicke erschrocken zu ihm auf.

Wenn er sich auch nur einen Millimeter zu mir herbewegt, schreie ich. Reflexartig bewegt sich meine rechte Hand in Richtung Tür. Vielleicht sollte ich lieber gleich rausspringen. Geniale Idee, Blue! Und dann, was machst du dann? Ganz alleine auf einem unbeleuchteten Parkplatz ... Willst du darauf warten, dass irgendein Typ zum Pinkeln rausfährt? Schließlich kann das nur ein Mann sein, denn eine Frau, die auch n

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